E8712.05.202123 Min
Nachhaltigkeit & Digitalisierung – Wie hängt das konkret zusammen?
Im Gespräch: Beatriz Bilfinger (nachhaltig.digital)

Worum es geht
Beatriz Bilfinger von nachhaltig.digital erklärt, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit konkret zusammenhängen.
Beatriz Bilfinger arbeitet beim Baum e.V. und ist verantwortlich für das Projekt nachhaltig.digital. Das Projekt wurde 2018 gestartet, um Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand zu verbinden.
Die Plattform zeigt Beispiele wie digitale Druckluftüberwachung in der Industrie oder digitale Zwillinge im Einzelhandel. Beide reduzieren Energieverbrauch und Retouren.
Digitalisierung kann nachhaltiger werden durch längere Nutzung von Hardware, Ökostrom, nachhaltige Beschaffung und Adblocker. Auch E-Mails haben einen CO2-Footprint.
Ziel ist es, Unternehmen mit konkreten, umsetzbaren Bausteinen zu unterstützen. Quellen wie Reset.org, Netzpolitik und Mittelstand 4.0 Zentren werden empfohlen.
Ursprüngliche Shownotes 12.05.2021
Was haben Nachhaltigkeit und Digitalisierung miteinander zu tun? Wie hängen sie zusammen oder: Wie hängen sie sogar von einander ab?
Diesen Fragen erforschen wir gemeinsam mit Beatriz Bilfinger von der Kompetenzplattform nachhaltig.digital. Wir freuen uns sehr über das Interview mit Beatriz. Denn sie beschäftigt sich mit dem Thema, das auch uns am meisten am Herzen liegt: Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand.
Nachhaltig.digital ist einer DER Orte für Ideen, Produkte und Lösungen rund um Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Unternehmen finden dort „Bausteine“ und Beispiele zum einfachen und praxisnahen Einstieg.
In unserem Interview erfahren wir von Beatriz Bilfinger das „Best of“. Unter anderem gibt sie Antworten auf die immer wieder diskutierte Kostenfrage.
Interessant sind auch diese beiden Sätze, die scheinbar für das Überleben von Unternehmen gelten:
Nachhaltigkeit gewährleistet Zukunftsfähigkeit.
Digitalisierung gewährleistet Zukunftsfähigkeit.
Da entsteht doch die Frage: Wenn das schon so ist, warum dann nicht beides verbinden?
Freut Euch auf spannende Beispiele und inspirierende Gedanken!
Links aus dem Interview
Unser Interviewpartnerin & ihr Arbeitsfeld
- Beatriz Bilfinger bei LinkedIn
- nachhaltig.digital
Kompetenzplattform für Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand
Tipps für mehr Wissen zum Thema
- Netzpolitik
Medium für digitale Freiheitsrechte - RESET – Digital for Good
Ideen, Projekte und Unternehmungen, die mit smarten Lösungen einen positiven Wandel gestalten. Trends, Cases und Hintergründe zur Unterstützung von Ecopreneuren und Social Entrepreneuren - Mittelstand Digital
Unterstützung bei allen Fragen zur Digitalisierung für den Mittelstand - Mittelstand 4.0-Zentren bundesweit
Übersicht aller regionalen und thematischen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren - CSR-Digital – nachhaltig wettbewerbsfähig
Zentrum für Wirtschaft und digitale Verantwortung
Transkript
3.127 Wörter
Automatisch erstellt (Whisper), nicht korrigiert. Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Ein Klick auf eine Zeitmarke springt im Player dorthin.
Hallo Welt, liebe Menschen, herzlich willkommen bei unserem Software for Future Podcast. Ich bin Friederike Löwe und gleich hörst du auch Nils Löwe. Wir führen als Unternehmerpaar die Lionizers. Wir Lionizers stehen für nachhaltige, individuelle Produktentwicklung. Wir entwickeln Software, die helfen soll, der Klimakrise die Stirn zu bieten. Also Software for Future. Jetzt geht es los mit einem Interview von Nils mit Beatrice Billfinger vom Baum e.V. In diesem Interview geht es um die Plattform Nachhaltig Digital, die vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management, kurz Baum e.V., betrieben wird. Auf der Plattform finden sich zahlreiche Positivbeispiele, die Nachhaltigkeit und Digitalisierung besser Hand in Hand nehmen können.
Ich wünsche dir viele Aha-Momente und jede Menge Spaß beim Zuhören.
Ja, herzlich willkommen. Heute ein weiteres digitales Interview. Ich rede mit Beatrice Bildfinger vom Nachhaltig Digital.
Hallo.
Ich bin ganz gespannt. Auf Empfehlung von Professorin Hänsel Börner. Total cool, dass das ein weiteres Interview ist, das stattfindet aufgrund einer Empfehlung. Ganz vielen Dank für die Zeit, die du dir nimmst.
Sehr gerne.
Ich würde sagen, fang doch einfach direkt mal an. Erzähl mal, wer du bist und was nachhaltig digital ist.
Total gerne. Dankeschön. Vielen Dank für die Einladung. Auch nochmal Danke an Susanne dafür. Ich, Beatrice Bilfinger, ich arbeite beim Baum e.V., dem Unternehmensnetzwerk für nachhaltiges Wirtschaften. Und dieses hat gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt das Projekt Nachhaltig Digital ins Leben gerufen. Das existiert jetzt schon seit 2018 und ist an sich eine Kompetenzplattform für Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand. Und unsere Aufgabe ist es an sich zu zeigen, wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammen gedacht werden können. Das machen wir größtenteils anhand von Good-Practice-Beispielen, also an Beispielen von Unternehmen und Institutionen, die schon in irgendeiner Form Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammendenken.
Das kann als Projekt sein, als Produkt oder als gesamtes Geschäftsmodell. Da sind wir sehr offen und wollen einfach nur zeigen, was es schon an tollen Beispielen gibt und anderen Unternehmen ein bisschen, naja, Hinweise geben und Inspiration geben, wo sie vielleicht auch bei sich selbst anfangen können.
Ich bin total gespannt, da gleich ein bisschen konkreter einzugehen und ein paar über die konkreten Beispiele zu lernen. Vorweg, also ich habe früher immer die Frage gestellt, was ist Digitalisierung? Jetzt stelle ich es ein bisschen konkreter, die Frage, was haben Digitalisierung und Nachhaltigkeit miteinander zu tun? Ich würde es jetzt noch ein bisschen konkreter stellen wollen. Du hast gesagt, seit 2018 existiert dieses Projekt. Das ist ungefähr so lange, wie, glaube ich, auch der Studiengang der HSBA in etwa existiert. Frau Hensel-Börner hatte ja im letzten Interview gerade erzählt, dass der erste Durchgang jetzt so aufs Studienende zugeht. Und ich habe das Gefühl, heute ist eigentlich alles auch nachhaltig und oder digital.
Und 2018 hatte ich das Gefühl, wenn man diese beiden Wörter zusammen in einem Satz benutzt hat, wurde man auch angeguckt. Was willst du denn jetzt von mir? Kannst du mal beschreiben?
Absolut bestätigen. Ja, also ich kann das nur bestätigen. Wir haben mit dem Projekt die ersten Überlegungen haben so 2016 angefangen. Da hatte Baum seine Jahrestagung tatsächlich zum Thema Nachhaltigkeit und Digitalisierung gemacht und hat auch dann für 2017 ein Jahrbuch dazu rausgebracht. Und unserem Vorstand Martin Euterhand war aufgefallen, dass wenn wir über Digitalisierung reden, wir eigentlich immer nur diese technologische Seite sehen. Das heißt, dieses ganze Soziale und Ökologische, was da eigentlich auch mit dranhängt, gar nicht wirklich betrachtet wurde. Und im Gespräch mit der DWU, mit Jörg Lefevre dort, waren die beiden auf den Gedanken gekommen, das geht so nicht, komm, wir müssen hier ein Projekt aufsetzen, das die beiden Themen auch zusammenbringt und halt auch nochmal diese ökologischen und sozialen Seiten mit betrachtet.
Und seitdem wir angefangen haben, hat sich das, finde ich, schon sehr stark gewandtelt. Klar, wir sind auch in unserer kleinen Filterblase, ja, aber mit solchen Konferenzen wie der Bitz und Bäume, aber auch in den verschiedenen Gesprächen, die wir so in letzter Zeit geführt haben, werden wir immer weniger gefragt, warum wir die beiden Themen zusammenbringen wollen, sondern mehr, warum es nicht alle tun.
Das ist doch eine beruhigende Entwicklung, würde ich sagen.
Ja, so langsam.
Wie würdest du dieses Zusammenspiel beschreiben? Also wie hängen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen?
Für mich sind das an sich zwei Seiten einer Medaille. Also man hat zum einen diese Seite von wegen, dass die Digitalisierung selbst ökologischer sein muss. Das heißt, wir haben hier Beispiele wie Green IT, wie können wir programmieren, wie setzen wir Hardware und Software ein? Die eine Seite, aber dann die andere Seite des, wie können wir die Digitalisierung dafür nutzen, dass die Nachhaltigkeit noch mehr an Dynamik gewinnt. Das heißt, wie können wir das noch verstärken? Was können wir an digitalen Maßnahmen, Instrumenten nutzen, um nachhaltiger zu werden? Das sind dann wiederum Beispiele wie bestimmte Arbeitsmodelle, bestimmte Geschäftsmodelle sind ohne Digitalisierung überhaupt nicht möglich gewesen. Also allein diese ganze Tendenz zu Homeoffice, die wir gerade haben. Ohne Digitalisierung wäre das für niemanden von uns eine Option gewesen. Und das hat natürlich auch Klimavorteile.
Das finde ich spannend. Über diese zwei Seiten der Medaille stolper ich tatsächlich auch immer öfter. Lass uns doch mal zu den Good Practices kommen, die du am Anfang angesprochen hattest. Ich würde jetzt naiv unterstellen, die erste Hälfte Digitalisierung muss an sich nachhaltiger werden. Das kann eigentlich jeder. Also ich kann einfach Ökostrom buchen und damit bin ich schon ein Stück besser. Und die andere Frage, kann ich Nachhaltigkeit durch Digitalisierung fördern? Vielleicht kannst du da mal anfangen, ein, zwei Beispiele zu bringen. Kann das auch jeder?
Na klar. Im Grunde genommen, ja, nur da ist es dann sehr viel, sagen wir mal, heterogener. Also es ist dann sehr viel mehr gucken, wie kann ich das bei mir selber im Unternehmen umsetzen, beziehungsweise wo habe ich Ansatzpunkte. Das heißt, wir haben zum Beispiel ein Beispiel aus der Industrie, wo Druckluft ein riesiges Thema ist. Industrielle Druckluft ist etwas, was gebraucht wird wie Strom. Und trotzdem gibt es im Endeffekt Potenziale für Energieeinsparungen, die häufig nicht genutzt werden. Denn bei Druckluft kommt es sehr, sehr häufig zu Leckasen, die überhaupt nicht identifiziert werden. Und da gibt es mittlerweile verschiedene Projekte, wo Digitalisierung, also im Endeffekt die Digitalisierung der Druckluft genutzt wird, um solche Leckagen zu identifizieren, mithilfe von Apps und verschiedensten Sensoren etc.
Und dadurch können dann Anomalien erfasst werden, weil halt die ganze Zeit Echtzeitdaten erfasst werden. Das heißt, da kannst du gleich gucken, okay, hier sind bestimmte Schwellenwerte überschritten, da muss ich irgendwie einschreiten, wo macht es hier Sinn, den Reparateur als erstes hinzuschicken. Und dann hast du halt da gleich Energieeinsparpotenziale. Aber das ist jetzt so ein spezifisches Industriebeispiel. Und dann gibt es halt andere Sachen, wenn du jetzt im Einzelhandel zum Beispiel bist und Kleidung hast, verkaufst, dass du da Dinge wie einen digitalen Zwilling einsetzt. Das heißt, dass der Käufer oder die Käuferin sich selber sozusagen erstellt, ein Avatar erstellt und du dadurch schon mal Klamotten anprobieren kannst und du Retouren total reduzieren kannst.
Das sind halt so zwei sehr spezifische Beispiele, aber das ist halt dieses, dass man sehr auf sein eigenes Geschäftsmodell gucken muss, aber auch dann wieder branchenübergreifend denken kann, wo kann ich mir Beispiele suchen, die ich dann bei mir umsetzen kann.
Das finde ich in beiden Fällen total spannend, dass das ja auch direkt Kosten einspart. Also wenn jetzt irgendwer ankommt und sagt, ja, Nachhaltigkeit ist ja schön und gut, aber ich muss ja auch irgendwo am Ende Gehälter zahlen. Dass beide Beispiele im Prinzip sagen, wo habe ich einfach als Unternehmen unnötige Kosten, die nebenbei Energie, also ich meine auch Retouren, also kann man ja am Ende auch irgendwie auf CO2 wegen verbranntem Diesel zurückführen, dass man das irgendwo auf Kosteneinsparung im gleichen Maße wie auf Nachhaltigkeit bringen kann.
Absolut. Also es ist natürlich ein wichtiges Argument für Unternehmen. Und Nachhaltigkeit ist halt ein Thema, was im Endeffekt die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens gewährleistet. Denn wenn ich kein zukunftsfähiges, kein resilientes Geschäftsmodell habe, dann werde ich höchstwahrscheinlich in 10, 15 Jahren vielleicht nicht mehr existieren.
Existenzielle.
Und wenn ich nicht digital bin, habe ich auch ein Problem. Also bei uns ist immer so dieser Gedanke, Digitalisierung kommt so oder so. Wir werden alle digitaler werden müssen. Noch viel mehr, als wir es jetzt vielleicht erfassen können. Und warum sollte diese Transformation nicht gleichzeitig nachhaltig sein? Im Sinne von ökologisch, ökonomisch und sozial.
Das ist total spannend. Ich habe ja bis Anfang des Jahres die ganzen Gespräche nur unter dem Titel der Digitalisierung geführt. Aber genau diese Aussage, Digitalisierung kommt sowieso, dann können wir es auch gleich und jetzt in dem Fall halt ökologisch, ökonomisch, sozial. Also diese Aussage habe ich ganz oft gehört und es macht einfach Sinn zu sagen, auch Nachhaltigkeit und Resilienz sind halt einfach hilfreich, um in zehn Jahren noch da zu sein. Finde ich gerade gute Argumente. Ich würde gerne nochmal auf die erste Seite der Medaille zurückkommen, wo wir ja beide gesagt hatten, im Prinzip kann das jeder. Was könnte denn deiner Meinung nach jede Person oder auch jedes Unternehmen tun, um die Digitalisierung als solche nachhaltiger zu gestalten?
Also wir können einmal schon mal anfangen auf der Hardware-Seite. Also jetzt mal von jetzt zum Beispiel Rechnern und so weiter gesprochen. Erstens, so lange nutzen wie möglich. Logisch, denn alles, was ich nicht neu kaufe, ist super. Und dann ist auch so dieser Gedanke, muss ich denn immer neu kaufen? Brauche ich denn jetzt wirklich einen neuen Server oder kann ich nicht einen aufbereiteten Server nutzen? Muss ich denn wirklich auch noch den ganzen Serverpark bei mir haben oder kann ich das ausgliedern in einen größeren, wo einfach auch die Energie besser genutzt wird? Dann natürlich das Beispiel, was du gebracht hast, auf Ökostrom umsetzen, klar. Dann die Frage, es sind auch solche banalen Sachen wie, wo kaufe ich denn den neuen Schreibtischstuhl für meine Mitarbeitenden?
Kaufe ich da eher die nachhaltige Variante von einem grünen Anbieter oder kaufe ich die Variante eines sehr großen amerikanischen Händlers? Also das sind so ganz einfache Überlegungen und dann sind es dann wieder Sachen wie meine Browsereinstellungen zum Beispiel. Ein Adblocker hilft nicht nur, dich zu schützen vor sehr nerviger Werbung, sondern es spart tatsächlich auch Strom, weil natürlich viel weniger auf der Seite selbst geladen wird. Also solche Sachen kann jeder sofort umsetzen, ohne große Probleme und ohne auf Qualität irgendwie verzichten zu müssen.
Was das angeht, finde ich das total witzig vom Gedankenspiel her. Man kann ja auch, also ich meine, eine E-Mail geht irgendwo über X-Server, bis sie von mir zu dir gewandert ist. Also das heißt, eine E-Mail verbraucht Strom und letztendlich, solange sie in meinem Archiv liegt, braucht sie auch permanent Strom. Das heißt, sofern nicht wir bei 100% Ökostrom überall sind, hat eine E-Mail einen CO2-Footprint. Und wenn man den mal ausrechnet, dann ist der gar nicht so klein. Also er ist kleiner als ein Brief, den ich verschicke, aber jetzt auch nicht massiv kleiner. Aber dann mal zu fragen, wie viele Briefe schreibe ich so am Tag und wie viele E-Mails schreibe ich am Tag? Das ist vielleicht noch so ein Beispiel. Gibt das da irgendwie eine gute Quelle, die dir einfällt? Also ich meine, ich beschäftige mich damit schon lange und ich habe schon länger Adblocker auch aus anderen Gründen, aber ich glaube, das ist auch so ein bisschen digitale Grundbildung, die aber einfach, also ich meine, keiner von uns ist.
uns hat es in der Schule gelernt. Ein paar haben sich angeeignet, viele nicht, aber wir alle arbeiten irgendwie heute digital. Gibt es da irgendwie ein Buch, eine Webseite, irgendwas, wo du sagen würdest, da findet man zumindest mal so die Grundregeln für digitale Hygiene?
Also ein paar Tipps haben wir natürlich bei Neurartig digital gesammelt, logisch, weil wir ja auch letztes Jahr nochmal einen Fokus auf Green IT und auch Arbeitsweisen gelegt hatten. inhaltlich und dann finde ich die Seiten von Netzpolitik finde ich super. Da findest du auch ganz viele Hinweise auch Richtung Nachhaltigkeit. Reset.org macht auch ganz tolle Arbeit und dann für viele Unternehmen auch interessant sind die Mittelstand 4.0 Zentren. Die haben ja, davon gibt es über 20 mittlerweile in ganz Deutschland und jedes hat einen Themenfokus und es gibt einige, die sich halt auch mit Sicherheit, mit Datensicherheit beschäftigen, was auch für Unternehmen unglaublich wichtig ist. Und es gibt immer mehr, die sich auch vermehrt mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen.
Da zum einen in Berlin das Gemeinsam Digital, das 4.0-Zentrum und zum Beispiel auch das E-Standards-Zentrum.
Ja, cool. Die E-Standards hatte ich noch nicht auf dem Zettel. Die Berliner haben mich gerade zum Podcast eingeladen. Da werde ich demnächst ein bisschen was erzählen können vielleicht. Ja, cool. Finde ich aber gut. auch unsere Hamburger finde ich da ziemlich cool, die haben
gute Beispiele. Auf jeden Fall.
Ja, cool, die werde ich auf jeden Fall alle mal verlinken. Das ist eigentlich eine meiner Schlussfragen, aber ich finde, das passte gerade gut rein. Ich denke, das ist einfach, das ist so, wie man irgendwie in den 90ern spätestens gelernt haben sollte, Müll zu trennen. Ich glaube, so brauchen wir heute eigentlich einen sinnvollen Umgang mit den digitalen Hilfsmitteln.
Ja, dieses ganze Thema Digital Literacy. Wie gehe ich eigentlich im Internet, wie gehe ich mit Daten um? Was sind meine Daten wert und warum sind sie schützenswert? Warum sollte ich mich nicht überall mit meinem Facebook-Account anmelden? Regeln sollte man eigentlich auch schon in der Schule lernen, finde ich. Und wir müssen sie eigentlich noch lernen. Also ganz ehrlich, ich glaube, mein Cousin mit seinen 15 ist da wahrscheinlich versierter als ich, aber trotzdem, ich finde, dieses lebenslange Lernen und auch nochmal im digitalen Lernen ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema. Und da sind wir auch wieder bei der sozialen Seite der Digitalisierung und der Nachhaltigkeit.
Ja, das ist ein spannender Bogen. So habe ich das noch nicht zusammengebracht. Aber ja, tatsächlich, es greift halt irgendwo in jeden Lebensbereich rein und dann sollte man sich da auch ein bisschen, ich meine, wir lernen auch irgendwie im Kindergarten, wie wir links und rechts gucken, wenn wir über die Straße gehen. Ja, cool. Was ist denn so für dich, für euch, für nachhaltig digital die nächste große Challenge, an der ihr gerade arbeitet?
Wir sind ja, also im letzten Jahr haben wir die nachrichtig digitalen Bausteine konzipiert, kreiert und gelauncht und haben da jetzt die ersten zehn im Juni dann durch und sind jetzt gerade bei der Konzeption der nächsten Handvoll Bausteine. Das heißt, wir sind gerade am gucken, welche Themenschwerpunkte wir im zweiten Halbjahr dann wieder setzen wollen, denn unsere Bausteine sind ja immer im Endeffekt Themenschwerpunkte. Das heißt, wir haben da Green IT, 3D-Druck, aber auch Software für die Arbeit von morgen aufgegriffen und sind gerade am Gucken, was wieder nochmal Themen sein können, die für Menschen, für UnternehmerInnen interessant sein können. Und das ist gerade so nochmal ein großer Batzen Arbeit.
Aber das wird, glaube ich, nochmal echt interessant, weil wir auch nochmal gucken wollen, Richtung Nachhaltigkeitsmanagement, Richtung Corporate Digital Responsibility zum Beispiel auch, aber auch nochmal in Richtung Bauen und Logistik, was da nochmal Bereiche sind. Es wird auch da wieder spannend und sehr weit gefächert sein.
Da bin ich gespannt. Also das sind alles Riesenthemen. Gerade CSR, ich habe hier ein paar dicke Bücher stehen, an die ich mich noch nicht herangetraut habe. Aber ein zugängliches Wissen, das für mich als kleinen Mittelständler handhabbar ist, fehlt mir da noch.
Ja, das ist das, was wir machen wollen. Wir wollen immer den Einstieg liefern, dass Leute sich denken können, okay, das klingt für mich logisch, das kann ich für mich umsetzen. Das sind die ersten Schritte, die ich hier gehen kann. Das ist so die Aufgabe, die wir für nachhaltig digital sehen als Plattform im Endeffekt.
Ich bin gespannt. Cool. Dann stelle ich jetzt nochmal die Frage nach den Quellen. Wir hatten ja eben schon sehr konkret in Bezug auf, wie kann ich meine Digital Literacy fördern. Hast du noch weitere Quellen, die du empfehlen magst, vielleicht ein bisschen weitergefasst zum gesamten Themenkomplex?
Auf jeden Fall Reset.org, weil die halt nicht nur Richtung Digital Literacy was machen, sondern insgesamt einfach sehr viel im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Das ist deren Hauptthemenfeld. Die haben ein ganz tolles Whitebook zu KI und Nachhaltigkeit rausgebracht zum Beispiel. Das ist auf jeden Fall empfehlenswert. Und dann, wen kann ich noch empfehlen? Wo bin ich den ganzen Tag, wenn ich auf der Suche nach Inspiration bin? Netzpolitik auch, kann man nichts sagen. Die machen eigentlich tolle Arbeit. Und wer mir noch einfällt, ist CSR Digital. Die sind zwar ein bisschen regionaler fokussiert auf Nordrhein-Westfalen, machen aber auch ganz viel, jetzt auch verschiedene Workshops und so weiter für Unternehmen und Mittelständler insgesamt.
die in Richtung Nachhaltigkeit und Digitalisierung gehen.
Cool, die kannte ich noch nicht. Gucke ich mir an, werde ich alles auf jeden Fall verlinken. Cool. Ja, dann letzte Frage für jetzt und hier, auch wenn ich gerne noch eine Stunde weiter fragen würde. Gibt es jemanden, den du gerne in einem folgenden Interview hören würdest?
Ich würde total gerne Tech Buyer. Die machen Refurbished Hardware. nochmal hören und ich glaube, du kannst da gerne mit Eleanor Davis oder mit dem Christoph Suitzer sprechen. Die sind beide top. Und ich finde, dieses ganze Thema Refurbished Hardware ist noch etwas, was noch nicht genug Beachtung bekommt. Aber ein Riesenpotenzial.
Das stimmt. Ja, cool. Also TechBuyer, über den Weg gelaufen sind sie mir mal so im Augenwinkel, aber ich wüsste da gerade tatsächlich nicht viel drüber zu sagen. Finde ich total spannend. Cool. Sehr gerne. Werde ich mich bemühen, ein Interview zu führen.
Prima.
Super. Ja, ganz vielen Dank.
Ich danke dir.
Hat Spaß gemacht. Möchtest du noch irgendein letztes Wort an die Zuhörerschaft richten?
Ich finde, wir sollten alle den Mut haben, aus unserer kleinen Filterblase rauszugucken, und zu schauen, wo wir selber noch Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenbringen können. Denn ich glaube, es ist eigentlich einfacher als gedacht, die ersten Schritte zu gehen.
Das kann ich bestätigen. Super. Ganz vielen Dank. Vielen Dank fürs Zuhören an euch alle und bis zum nächsten Mal.
So, da bin ich wieder. Schön, dass du noch da bist und bis hierher zuhören mochtest. Die Shownotes mit Links zu Empfehlungen aus dieser Episode findest du auf softwareforfuture.de. Aber jetzt will ich es genau wissen. Ist das hier Quatsch oder Qualität? Hinterlass uns gerne eine Bewertung bei iTunes oder einen Kommentar unter den Shownotes. Wir sind unheimlich gespannt, was du sagst und freuen uns, mit dir in Kontakt zu kommen. Und jetzt wünsche ich dir noch eine schöne weitere Woche. Wir sind der Software for Future Podcast und werden präsentiert und produziert von den Lionizers. Danke fürs Zuhören.