Zum Inhalt

E9419.01.202238 Min

Digitalisierung und Nachhaltigkeit – Wie können diese beiden Themen breit in die Unternehmen kommen?

Im Gespräch: Dr. Hilke Posor (Heldenrat)

Titelbild zu E94: Digitalisierung und Nachhaltigkeit – Wie können diese beiden Themen breit in die Unternehmen kommen? – Dr. Hilke Posor (Heldenrat)

Worum es geht

Dr. Hilke Posor von Heldenrat erklärt, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Unternehmen gemeinsam umgesetzt werden können.

Dr. Hilke Posor ist Gründerin und Geschäftsführerin der Heldenrat GmbH, einer Unternehmensberatung mit Fokus auf digitale und nachhaltige Transformation. Sie verbindet wirtschaftliche Beratung mit sozialer Verantwortung.

Das Unternehmen begleitet Unternehmen bei der Integration von Nachhaltigkeit in Geschäftsprozesse. Ein Beispiel ist ein Beleuchtungsunternehmen, das nach Einführung einer Nachhaltigkeitsmanagerin erkannte, dass das Thema nur durch breite Unternehmenskultur umgesetzt werden kann.

Posor zeigt, wie digitale Prozesse nachhaltiger gestaltet werden können: durch Ökostrom im Rechenzentrum, schlankere Software, reduzierten Datenverbrauch und Wiederverwendung von Hardware. Auch soziale Aspekte wie Diversität in der Softwareentwicklung sind relevant.

Die Sustainable Development Goals (SDGs) dienen als Orientierungsrahmen. Beispiele sind ein digitaler Avatar für Gebärdensprache bei Böhringer Ingelheim oder die Nutzung eines Forschungslabors für maritime Daten von Boris Herrmann.

Heldenrat ist ein Social Business: Der Verein ist Gesellschafter der GmbH und erhält 5 % des Umsatzes. Er hat letztes Vetorecht und sichert soziale Projekte. Die Rechtsform des Unternehmens in Verantwortungseigentum wird als Zukunftsperspektive gesehen.

Ursprüngliche Shownotes 19.01.2022

Dass digitale Transformation für das Überleben von Unternehmen sinnvoll und unumgänglich ist, hat sich herumgesprochen. Digitalisierung wird verstanden, zunehmend umgesetzt und auch gelebt. Die letzten zwei Jahre haben uns und die Gesellschaft auf diesem Gebiet einen riesigen Schritt vorangetrieben.

Doch wie es in Bewegung – gesellschaftlich auch Fortschritt genannt – üblich ist, wird es nach einem gegangen Schritt Zeit, den nächsten zu gehen oder zumindest zu planen.

Dieser nächste Schritt ist aktuell die Nachhaltigkeit. Beide Schritte – Digitalisierung und Nachhaltigkeit – gemeinsam gedacht ergeben: Digitale und nachhaltige Transformation. Sie ist dringende Notwendigkeit, wenn wir diesen Planeten weiter bewohnen möchten.

Digitale und nachhaltige Transformation

Das ist die Idee, das ist der Trend, denn es geht darum, das Leben künftiger Generationen zu sichern. Jede_r Einzelne kann dabei viel tun, doch der größte Hebel dafür bietet sich in Unternehmen.

Der äußere Druck, Nachhaltigkeit umzusetzen, kommt gerade aus unterschiedlichen Richtungen. Ein Treiber sind neue Berichtspflichten oder Regulatorien für Unternehmen, Stichwort ESG Kriterien. Doch Regeln machen noch keine wirklich gelebte Nachhaltigkeit.

Wieder einmal, wie auch schon zu Beginn der digitalen Transformation, geht es in den Unternehmen um Kultur- und Bewusstseinswandel und ehrliche Reflexion auf allen Ebenen, wenn das Zusammenspiel von digitaler und nachhaltiger Transformation gelingen soll. Nur so kann sie breit im Unternehmen ankommen, was heiß, dass sie von allen dort Arbeitenden gelebt und unterstützt wird.

„Dafür braucht es Qualifizierung, da braucht es Training, da braucht es eine neue Führungskultur.“, sagt Dr. Hilke Posor.

Digitalisierung als Mittel zum Zweck

Digitalisierung könnte dabei auch Mittel zum Zweck sein. Und zwar in der Überlegung, wie mit ihrer Hilfe die Nachhaltigkeit unterstützt wird. Auf der anderen Seite steht die Überlegung, wie Nachhaltigkeit in digitalisierten Prozessen umgesetzt werden kann. Und das schließt neben der ökologischen auch ökonomische und soziale Nachhaltigkeit ein.

Um solch umfassende Überlegungen in eine sinnvolle Richtung zu lenken, empfiehlt unsere Gesprächspartnerin u. a. die Sustainable Development Goals – die 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Und regt an: „Die bieten einen tollen Rahmen, um zu überlegen, wo und wie kann die Digitalisierungskompetenz, die wir im Unternehmen haben, eigentlich dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen?“

Was noch?

Noch viel, viel mehr! Nicht umsonst arbeitet Hilke Posor für einen „Heldenrat“. In dieser Episode gibt es jede Menge Denkanstöße, Erkenntnisse und praktische Tipps für Digitalisierungs und Nachhaltigkeits-Helden und solche, die es werden wollen.

Und eins der besten Schlussworte zum Thema, die wir bisher gehört haben. Doch das entdeckt bitte selbst.

Dr. Hilke Posor

Links aus dem Interview

Unsere Interviewpartnerin & ihr Arbeitsfeld

Tipps für mehr Wissen zum Thema

Transkript

4.823 Wörter

Automatisch erstellt (Whisper), nicht korrigiert. Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Ein Klick auf eine Zeitmarke springt im Player dorthin.

Hallo Welt, liebe Menschen, herzlich willkommen bei unserem Software for Future Podcast. Mein Name ist Friederike Löwe und gleich hörst du auch Nils Löwe. Wir führen als Unternehmerpaar die Lionizers. Im Folgenden gibt es ein Interview mit Professorin Posur, Gründerin und Geschäftsführerin der Heldenrad GmbH. Es geht genau um unser Herzensthema, nachhaltig gedachte Digitalisierung. Ich wünsche dir ein fröhliches Inspirationsfeuerwerk und jede Menge Spaß beim Zuhören.

Herzlich Willkommen, Dr. Hilke Posor von der Heldenrad GmbH zur nächsten Folge unseres Podcasts Software for Future. Ich bin total gespannt, was wir heute alles lernen werden, weil Sie genau die zwei Themen zusammenbringen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Und das in einer Beratungsgesellschaft, die nebenbei noch ein Social Business ist, wie ich gerade erfahren habe. Herzlich willkommen. Ich würde sagen, stellen Sie sich einfach mal in ein paar Worten vor. Wer sind Sie, was machen Sie so?

Ja, danke schön. Vielen Dank auch für die Einladung. Ich freue mich sehr, heute dabei zu sein. Hilke Posor mein Name. Ich bin Geschäftsführerin und Gründerin von Heldenrath, beziehungsweise die Geschäftsführerin der Heldenrath GmbH, aber auch Gründerin von Heldenrath insgesamt. Da kommen wir bestimmt später nochmal drauf, was es damit auf sich hat. Ich bin von Haus aus BWLerin, habe im Projektprozess und Qualitätswesen gearbeitet. Daraus ist dann das Thema schwerpunktmäßig Change Management geworden und heute mit dem Fokus auf digitale und nachhaltige Transformation. Das sind ja die beiden Megatrends und Megathemen, die auch Unternehmen heute maßgeblich beschäftigen.

Das ist der perfekte Ansatzpunkt für die Frage, mit der es eigentlich immer hier losgeht. Wie würden Sie denn genau diese zwei Themen in Einklang bringen? Also was sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit, wenn man es in einem Satz, also wenn man beide Wörter in einem Satz hat?

Oh, das ist eine kleine Herausforderung. Digitalisierung und Nachhaltigkeit in einem Satz und dann auch noch dabei erklären. Digitalisierung beschäftigt sich damit, Geschäftsprozesse digital abzubilden, beziehungsweise es geht ja nicht nur um die Geschäftsprozesse, sondern wir haben ja unsere ganzen Lebensbereiche mittlerweile digital unterstützt. Und ja, Nachhaltigkeit beschäftigt sich mit der Verbindung von ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, diese drei Perspektiven in Einklang zu bringen. Ja, und wenn diese beiden Themen in einen Satz kommen sollen und eine Verbindung aufgezeigt werden soll, dann kann man einmal gucken, wie die Digitalisierung die Nachhaltigkeit unterstützt und wie Nachhaltigkeit in digitalisierten Prozessen umgesetzt werden kann.

Das war jetzt ein ganz schön langer Satz, glaube ich.

Ich habe das vielleicht auch gemeint angekündigt. Also Sie dürfen gerne mehr als einen Satz benutzen. Ich wollte nur sagen, es ist halt, also Digitalisierung an sich ist ein riesengroßes Thema. Nachhaltigkeit ist ein riesengroßes Thema. Und wenn man diese beiden Wörter in einem Satz zusammen verwendet, dann ergibt sich daraus so eine ganz spannende, aber oft auch völlig unscharfe Gemengelage. Aber vielleicht machen wir es einfach schon mal konkreter. Also wenn ich das richtig verstanden habe, Change Management, Unternehmensberatung, also das heißt, Ihre Kunden, Ihre Mandanten wollen nachhaltiger werden, unterstelle ich jetzt mal, oder wollen zumindest irgendwie wissen, können wir nachhaltiger werden?

Können Sie da einfach mal ein, zwei klassische Beispiele nennen? Also wie sieht das aus?

Genau, also stellen wir uns vor, ein Unternehmen der Beleuchtungsindustrie hat schon im letzten Jahr eine Nachhaltigkeitsmanagerin eingestellt, weil sie wissen, wir müssen da künftig andere Berichtspflichten erfüllen. Und jetzt stellen sie aber fest, gerade wenn so eine Nachhaltigkeitsmanagerin anfängt zu arbeiten, dass es ja nicht damit getan ist, nur einen Nachhaltigkeitsbericht aufzusetzen, sondern das Thema muss breit in das Unternehmen kommen, damit tatsächlich in allen Unternehmensbereichen Nachhaltigkeit umgesetzt wird und dann die entsprechenden Kennzahlen für einen Nachhaltigkeitsbericht zusammengetragen werden können. Aber eigentlich braucht es ja eher erst die Umsetzung in den Unternehmensfachbereichen, bevor dann hinterher auch berichtet werden kann.

Und dabei unterstützen wir dann Ansätze zu entwickeln, wie kann das Thema Nachhaltigkeit denn breit ins Unternehmen kommen, sodass es nicht nur bei einer Nachhaltigkeitsverantwortlichen liegt, sondern wirklich auch breit im Unternehmen gelebt wird. Ja und das ist so, tatsächlich das merken wir, das ist so ein häufiger Ausgangspunkt, um sich wirklich mit nachhaltiger Transformation zu beschäftigen. Also man hat den ersten Schritt getan, man hat jemanden eingestellt, der sich um das Thema Nachhaltigkeit kümmern soll und dann stellt man ganz schnell fest, oh, das ist so ein bisschen ähnlich, wie wir das in den 2000ern mit dem Qualitätsmanagement hatten. Die Einstellung eines Qualitätsmanagement-Beauftragten führt immer noch nicht dazu, dass man wirklich Qualität im Unternehmen umgesetzt hat.

Und so ähnlich ist das heute auch mit dem Thema Nachhaltigkeit. Das funktioniert nur, wenn es wirklich breit ins Unternehmen kommt. Da brauchen wir einen Kulturwandel, da braucht es Qualifizierung, da braucht es Training, da braucht es eine neue Führungskultur. Solche Fragen stehen dahinter und das sind klassische Fragen, mit denen wir uns auch im Change Management beschäftigen und deswegen liegt uns das so nah. Und da wir in der Vergangenheit Erfahrungen mit digitaler Transformation gesammelt haben, ist das für uns natürlich auch ein leichtes, das dann zusammenzubringen.

Also, was ich total spannend finde an dem Beispiel gerade ist, für mich klingt das so, als würden viele Unternehmen tatsächlich erstmal aus dieser Notwendigkeit der Berichtspflicht heraus tätig werden. Ist das wirklich so?

Genau, tatsächlich lässt sich das beobachten, dass die Berichtspflicht da einen großen Einfluss hat. Die Verstärfung von Regulatorien führt insgesamt dazu, dass bei Unternehmen dann ein Bewusstsein entsteht, okay, wir müssen jetzt was tun, um diesen regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Und das ist auch gerade, es wird auch von Nachhaltigkeitsverantwortlichen selber so beschrieben, dass ihnen das hilft, das Thema Nachhaltigkeit nochmal anders auf die Agenda in den Unternehmen zu bringen. Aber man muss auch sagen, es ist nicht der einzige Effekt, den wir im Moment gerade beobachten. Dazu kommen natürlich noch andere Entwicklungen, gerade wie beispielsweise die veränderten Anforderungen, wenn es darum geht, sich Finanzmittel zu beschaffen, was natürlich gerade für die Digitalisierung einen großen Einfluss hat, weil für die Digitalisierung Finanzmittel benötigt werden.

Und wenn die Finanzmittelgeber dort auf die sogenannten ESG-Kriterien, also Kriterien aus dem Bereich Environmental, Social und Governance gucken, dann haben die Unternehmen auch aus dieser Perspektive wieder Anforderungen oder die Herausforderungen, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Oder wir können auf die HR-Abteilungen gucken, die feststellen, dass sie Fachpersonal nicht rekrutieren können, weil die halt auch gucken, was macht das Unternehmen eigentlich zum Thema Nachhaltigkeit. Also insofern, der Druck kommt gerade aus unterschiedlichen Richtungen und ich glaube, auch das führt dazu, dass das Thema breit im Unternehmen ankommt. Aber die Regulatorien und die Berichtspflicht haben einen sehr deutlichen Einfluss.

Das mit den Finanzmitteln hatte ich tatsächlich nicht so richtig auf dem Schirm, aber es stimmt, ich weiß nicht, Basel 3 ist glaube ich das Stichwort, das mir da einfällt, also irgendeine große Geschichte gab es da, oder?

Ich weiß nicht, ob es jetzt Basel 3 die richtige Überschrift ist, aber es sind die sogenannten ESG-Kriterien, nach denen sowohl Ratingagenturen als auch Finanzinstitutionen Unternehmen bewerten. Und je nachdem, wie dann diese ESG-Kriterien erfüllt werden, bekommt man halt andere Finanzkonditionen oder aber auch überhaupt Finanzmittel. Also es wird schwieriger für Unternehmen, die nicht nachweisen können, dass sie diese ESG-Kriterien erfüllen, dann auch wirklich Finanzmittel zu bekommen.

Spannend. Sie hatten ganz am Anfang gesagt, Digitalisierung betrifft mittlerweile alle Geschäftsprozesse. Es gibt ja immer noch Branchen, die da relativ weit hinterher sind. Es gibt andere, die sind schon sehr digital geworden, zumindest einige. Wie funktioniert das? Gerne wieder ein, zwei Beispiele. Wenn Sie da so eine digitale Transformation begleiten, wenn man da das Nachhaltigkeitsthema rein flechtet, wie kann das aussehen?

Also auf der einen Seite kann ich natürlich erstmal gucken, entlang der Wertschöpfungskette, wo habe ich eigentlich welche Digitalisierungsprozesse? Und dann ist das Klassische als erstes zu gucken, okay, wie betreiben wir die digitalen Prozesse? Also wo beziehen wir unseren Strom her? Gerade auch im Rechenzentrumsbetrieb ist natürlich der Einsatz von Ökostrom schon fast obligatorisch, um da einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit zu leisten. Wir können aber auch gucken, beispielsweise wenn Systeme programmiert werden müssen und man diese Programmierung selber verantwortet, dann kann man gucken, wie umfangreich sind eigentlich die Codierungen. Können wir da etwas reduzieren? Ich habe mir sagen lassen, ich bin selber keine IT-Expertin, aber ich habe mir sagen lassen, dass früher es so war, dass man vorsichtshalber alles in einen Code reingeschrieben hat, was man irgendwie reinschreiben kann, damit oder falls man es irgendwann später einmal wieder braucht.

Und heute geht man eher dazu über, dass man sagt, einen Code wirklich schlank zu halten, weil jede zusätzliche Daten oder alle zusätzlichen Daten dann wieder Energie verbrauchen in der Verarbeitung. Dann kann ich natürlich weitergucken, genau die digitalen Anwendungen, wie energie- oder datenintensiv sind die eigentlich? Kann man da etwas verschlanken? Brauche ich noch die grafische Abbildung dazu? Oder kann ich Grafik und Video irgendwo reduzieren? Das haben wir natürlich auch, wenn wir auf sowas wie Webseitengestaltung gucken. Wie gestalte ich die Website? Habe ich da viel Videocontent beispielsweise? Das zu reduzieren, leistet natürlich auch einen Beitrag. Die Energie, den Energieverbrauch dann in der Verarbeitung dieser Website, sowohl beim Nutzer als auch beim Betreiber zu reduzieren.

Und ein wirklich auch wesentlicher Hebel, den ich da so entlang der Wertschöpfungskette habe, ist zu gucken, die Hardware, die ich benutze, ist das Hardware, die auch wiederverwendet werden kann? Kann die getauscht werden? Kann der Fachbegriff refurbished werden? Und ich habe gesehen, es gab ja auch schon einen Podcast mit den Tech-Buyern. Das ist wirklich ein tolles Beispiel für die gelebte Umsetzung der Kreislaufwirtschaft, dann auch im IT-Bereich und in digitalisierten Prozessen. Also das ist auch wieder ein sehr großer Hebel, den man da hat.

Also die Themen sind letztendlich genau unser täglich Brot. Also von daher kann ich das bestätigen, dass man da durchaus große Einflüsse hat. Ich habe immer Angst, so ein bisschen in meiner eigenen Filterblase zu sitzen. Von daher würde mich da Ihre Perspektive mal interessieren. Wenn ich jetzt im Prinzip ja gucke, all das, was Sie gerade gesagt haben, die digitalen Prozesse an sich nachhaltiger gestalten. Ich habe dann Ökostrom im Rechenzentrum. Ich habe darauf geachtet, dass meine Softwareentwickler sauber arbeiten. Das Thema Daten, jedes Foto, das ich in der Google Cloud habe, kostet permanent Strom, weil es immer da und immer verfügbar ist. Also Thema Datenhaltung mit Augenmaß. Aber wenn ich all das gemacht habe, aber wenn ich mir jetzt vorstelle, ich bin eigentlich so ein produzierender Mittelständler, welchen Einfluss auf meinen CO2-Footprint hat denn überhaupt die Frage, ist jetzt mein CRM-System nachhaltig digital oder ist das irgendein 2012er Standardprodukt, das Potenzial hätte?

Aber ist das wirklich der größte Hebel, den wir haben, wenn wir über Digitalisierung und Nachhaltigkeit reden?

Es ist ein Hebel. Und ja, vielleicht ist es nicht der größte Hebel. Ich muss gestehen, ich kann gerade keine Vergleichswerte für den Mittelständler benennen, die jetzt wirklich auch eine Aussage treffen würden. Aber es ist, und das finde ich das Spannende daran, es ist ein Schritt, in dieses Denken reinzukommen, nicht unreflektiert auch die Digitalisierung umzusetzen, sondern dort Fragen zu stellen, was können wir tun. Und das, was ich jetzt genannt habe bisher, das sind auch eher Aspekte aus der ökologischen Nachhaltigkeit, wo wir im Rahmen der Digitalisierung auch noch Hebel haben und Ansatzpunkte und vielleicht sind die dann noch etwas größer als die ökologischen Aspekte. Das ist die soziale Nachhaltigkeit.

Ich kann mich natürlich auch fragen, die künstliche Intelligenz, die ich anwende. Und die Frage kann sich genauso ein Mittelständler stellen. Befördert die vielleicht Diskriminierung oder wie sicher sind die Daten unserer Kunden eigentlich bei uns? Oder sorgen wir dafür Transparenz, was wir mit den Daten auch unserer Kunden und Kunden machen? Sind unsere Digitalisierungsprojekte, sind die eigentlich, also fördern wir damit Diversität? Wird auch schon in der Softwareentwicklung darauf geachtet, dass sowohl männliche als auch weibliche oder auch diverse Aspekte mit berücksichtigt werden? Also solche Fragen und die kann sich auch der Mittelständler stellen und auch an der Stelle kann man, und das sollte man auch tun, wenn man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, natürlich eine Wesentlichkeitsmatrix aufstellen und sich fragen, wo haben wir die größten Hebel und wo können wir den größten Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten.

Wenn wir uns aber die Frage stellen, wie kommen wir mit dem Thema Nachhaltigkeit breit ins Unternehmen, dann helfen diese Fragen auch, wie die Digitalisierung nachhaltiger gestaltet werden kann, dabei das Thema breit ins Unternehmen zu bringen, weil ja mittlerweile sich alle Unternehmensbereiche mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen. Und wenn ich dann die Frage nochmal anschließe und jetzt lasst uns doch gleichzeitig mal denken, wie wir das nachhaltiger gestalten, dann habe ich das schon wieder gleich einen Schritt mehr ins Unternehmen gebracht, die Frage. Also ein Stück weit könnte da die Digitalisierung auch Mittel zum Zweck sein, das Thema Nachhaltigkeit weiter zu befördern.

Das ist ein spannender Gedanke. Damit wird die Digitalisierung quasi zum trojanischen Pferd.

Das könnte man so mitdenken. Ich denke da auch aus der Perspektive, ich habe viele IT-Bereiche begleitet, sowohl bei der digitalen Transformation als auch bei eigenen strategischen Transformationsprozessen. IT-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ja häufig schon sehr innovativ. Die denken ja schon weiter und gerade auch bei Nachhaltigkeitsthemen sind Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler oder IT-Mitarbeiterinnen und IT-Mitarbeiter häufig schon sehr weit dabei im Vergleich vielleicht zu anderen Unternehmensbereichen, weil man sich da schon immer mit innovativen Themen auseinandergesetzt hat. Und deswegen haben die IT-Bereiche häufig auch ein gutes Verständnis für das Thema Nachhaltigkeit und können auch darüber dann als Multiplikatoren im Unternehmen genutzt werden.

Und wenn ich vielleicht mal den Bogen schlagen darf, wir haben ja jetzt geguckt auf das Thema Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette. die durch Digitalisierung unterstützt wird. Aber auch da ist dann, glaube ich, die IT-Abteilung wieder gefragt. Es gibt noch eine zweite Perspektive, auf die wir gucken können, nämlich zu überlegen, wie kann Digitalisierung eigentlich für Nachhaltigkeit genutzt werden. Da bieten die Sustainable Development Goals einen guten Rahmen. Ich hoffe mal, Sie nicken. Ich hoffe mal, dass das auch für Ihre Hörerinnen und Hörer einen verständlichen Rahmen bietet. Die Sustainable Development Goals, die 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, die bieten einen tollen Rahmen, um zu überlegen, okay, wie kann denn unsere Digitalisierungskompetenz, die wir im Unternehmen haben, eigentlich dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen. Und daraus ergeben sich dann auch spannende Fragestellungen.

Das kann ich absolut bestätigen. Das sind auch die Projekte, die mir am liebsten sind. Aber mögen Sie da einfach mal ein konkretes Beispiel nennen? Also wie kann das aussehen?

Genau, ich habe gerade so ein ganz konkretes Beispiel, was ich total gerne mag. Das ist von Böhringer Ingelheim, Pharmaunternehmen. Die haben gerade einen oder sind dabei, einen digitalen Avatar zu entwickeln, der Beipackzettel in Gebärdensprache übersetzt. Da sind im Beipackzettel viele Fachbegriffe dabei, die für Gebärdendolmetscher nicht präsent sind. Und dieser Avatar hilft dabei, diese Fachbegriffe dann zu übersetzen, sodass dann auch Menschen mit Hörproblemen sich da auch gegenüber ihrem Arzt nochmal anders verständlich machen können oder auch Gebärdendolmetscher nochmal anders unterstützen können. Das ist so ein Beispiel, da wird natürlich das SDG und ich habe es jetzt gerade wieder mit den Nummern auch nicht so ganz präsent, aber wenn es um Inklusion geht, um Integration, um Reduzierung von Ungleichheit, damit wird da natürlich ein toller Beitrag geleistet.

Das ist so ein Beispiel. Ich will noch ein zweites Beispiel nennen, was auch eines meiner Lieblingsbeispiele ist. Das Unternehmen Subsitec aus Kiel, die stellen normalerweise Instrumente oder Geräte für die Marineindustrie zur Verfügung. Akkus und Batterien und solche Geräte sind das. Und die haben unter anderem auch einen Zweig, wo sie Forschungslabore für maritime Forschung zur Verfügung stellen. Und die haben unter anderem das Labor von Boris Herrmann zur Verfügung gestellt, mit dem Boris Herrmann bei seiner Weltumseglung Daten in den Weltmeeren gesammelt hat. Und das finde ich ist auch ein tolles Beispiel. Ein Unternehmen, was eigentlich aus einer ganz anderen Branche kommt, Marine Technologie, stellt hier ein Labor zur Verfügung, mit dem dann Daten über den Zustand der Weltmeere gesammelt werden können.

Auch das finde ich ein tolles Beispiel, mit dem dann auch wieder das SDG, Schutz des Lebens unter Wasser, unterstützt wird.

Das sind zwei großartige Beispiele, weil ich finde, den Begriff SDGs kennen glaube ich alle, also zumindest alle, die hier zuhören, haben es schon gelegentlich in anderen Interviews auch gehört. Ich finde trotzdem, wenn man an Nachhaltigkeit denkt, was mir zumindest oft begegnet, es wird dann immer auf Klimaschutz relativ schnell runtergebrochen. Und dass aber zum Beispiel das Thema Inklusion ein wahnsinnig wichtiges Thema ist und dass man Digitalisierung nutzen kann, um Inklusion zu erhöhen und damit auf die SDGs einzahlt.

Wir haben da auch einen ganzen Fragenkatalog entwickelt, mit dem man beispielsweise ein Digitalisierungsprojekt danach abklopfen kann, wie die SDGs damit unterstützt werden. Und man kann damit dann sehr gut Handlungsfelder identifizieren, wo man sagen kann, oh, da können wir nochmal einen Beitrag leisten, um vielleicht eins dieser SDGs noch besser zu unterstützen mit unserem Digitalisierungsprojekt. Wir wissen alle auch natürlich, alle 17 Ziele gleichermaßen zu verfolgen, ist eine kleine Herausforderung. Aber trotzdem sich immer wieder diese Fragen zu stellen, ich finde, dafür bieten die SDGs einen guten Orientierungsrahmen, dass man einfach solche Fragen dann ableiten kann. Und wie gesagt, da haben wir einen entsprechenden Fragenkatalog entwickelt.

Das klingt spannend. Ist der frei zugänglich oder muss man dafür Mandant werden bei Ihnen?

Wir bieten regelmäßig unser Coffee-and-Talk-Format an und da stellen wir den Fragenkatalog auch vor und stellen dann hinterher auch einen Auszug davon zur Verfügung. Und ich glaube auch, wenn man da in dieses Denken reinkommt, dann kann man das sehr schnell auch adaptieren.

Cool, das werde ich auf jeden Fall, also dieses Format einfach im Nachgang hier verlinken. Also wer da Interesse hat, wird dann sicherlich auf Sie zukommen.

Sehr gerne.

Ein Thema würde ich gerne noch einmal anschneiden. Sie hatten ganz am Anfang gesagt, Sie sind ein Social Business. Den Begriff kenne ich. Sie sind die erste Person, die mir begegnet, die sowas real führt. Wie funktioniert das? Wie sieht das bei Ihnen aus?

Ja, bei uns sieht das folgendermaßen aus und es gibt da ja auch unterschiedliche Varianten. Wir haben uns, als wir unser Konstrukt seinerzeit entwickelt haben, war für uns so ein bisschen die Blaupause Viva con Agua. Ich denke mal, das ist auch für, zumindest für Hamburger Zuhörerinnen und Zuhörer auf jeden Fall ein Begriff. Viva con Agua ist nochmal über eine Stiftung organisiert. Das heißt, unsere Lösung hat dann doch eine etwas andere Form bekommen. Aber trotzdem dieser Gedanke, den Viva con Agua Verein und die Viva con Agua Wasser GmbH miteinander zu verbinden, das hat uns auch umgetrieben. Und ja, der Heldenrad-Verein, den gibt es schon seit 16 Jahren. Wir machen damit Beratung für soziale Projekte ehrenamtlich und kostenfrei. Wir wollten seinerzeit Erfahrung aus der Wirtschaft für den sozialen Sektor einsetzen. Das gelingt uns seit 16 Jahren mit circa 40 ehrenamtlichen Beraterinnen und Beraterinnen machen wir das.

Und irgendwann haben wir festgestellt, wir wollen, oder es gibt auch viele Erfahrungen aus dem sozialen Sektor, die für die Wirtschaft relevant sind. Und dafür wollen wir Angebote entwickeln. Und das wollen wir mit einer Heldenrat GmbH machen, also eine Unternehmensberatung für Unternehmen aufbauen, mit dem wir unser Wissen über Nachhaltigkeit, über soziale Nachhaltigkeit dann auch in Unternehmen bringen. Und so ist dann der Gedanke entstanden, auch eine Heldenrat GmbH zum Verein zu entwickeln. Und ja, verbunden sind die beiden auf verschiedene Art und Weise. Das eine ist, der Heldenrat Verein ist Gesellschafter der Heldenrat GmbH. Wir sind insgesamt fünf Gesellschafterinnen und Gesellschafter.

Einer davon ist der Heldenrat Verein. Und der Heldenrat Verein hat immer auch letztes Vetorecht bei unseren Entscheidungen. Also wenn wir etwas tun, was der Verein nicht gut findet, dann kann der Veto einlegen und das führt dazu, dass wir immer so eine moralische Instanz am Tisch mitsitzen haben, wenn wir unternehmerische Entscheidungen treffen. Als Beispiel, wir hatten neulich eine Anfrage von einem Unternehmen. Da wussten wir, die haben gerade zuletzt einen Auftrag für die Zigarettenindustrie abgewickelt. Da haben wir uns gefragt, wollen wir das wirklich? Wollen wir ein Unternehmen unterstützen, was auch die Zigarettenindustrie unterstützt? Und haben uns dann gefragt, was würde der Verein dazu sagen?

Und das hilft uns tatsächlich in unseren Entscheidungen, in unserem Entscheidungsprozess. Das ist die eine Komponente. Die andere Komponente ist, wir haben einen Markenlizenzvertrag mit dem Verein geschlossen. Der Verein hat uns damit die Rechte zugestanden, dass wir Heldenrat als Namen verwenden dürfen. Und über diesen Lizenzvertrag bekommt der Verein fünf Prozent unseres Umsatzes. Das heißt, wir haben damit eine Finanzierungsmöglichkeit für den Verein geschaffen und außerdem, wenn wir Gewinne nicht im Unternehmen lassen, also in der Heldenrad GmbH, dann werden die Gewinne an den Verein ausgeschüttet. Das heißt, wir haben damit eine Finanzierungsmöglichkeit für den Verein geschaffen und wir sind sehr stolz darauf, dass darüber auch tatsächlich Backoffice-Tätigkeiten abgedeckt werden können, die dann wiederum dazu beitragen, dass die Heldenberaterinnen und Heldenberater im Verein besser arbeiten können.

Und somit, wenn man uns beauftragt, dann unterstützt man gleichzeitig auch die sozialen Projekte, die wir mit dem Verein unterstützen.

Das ist ein spannendes Konzept.

steht. Aber es gibt da schon Bemühungen, eine neue Rechtsform zu entwickeln. Das ist dann die Rechtsform des Unternehmens in Verantwortungseigentum und genau diese Rechtsform würde da für uns auch passen. Da gibt es eine tolle Doku auf Arte über diese Form oder über diese Rechtsform Gier statt, nein andersrum Sinn statt Gier und da wird dieser Ansatz auch nochmal sehr schön erläutert.

Das ist spannend. Die werde ich auf jeden Fall mir angucken und die werde ich auch, wenn ich sie gefunden habe, hier mit verlinken. Sehr gerne. Da bin ich mir sicher, dass das den einen oder die andere auch interessieren wird. Cool. Was ist denn so Ihre größte Herausforderung, sowohl in dem Verein als auch in der GmbH der kommenden Zeit? Was sehen Sie da an, Themen auf sich zu kommen?

Ja, unsere größte Herausforderung, die wir da sehen, ist in den Unternehmen wirklich, also wenn ich jetzt aus GmbH-Perspektive spreche, in den Unternehmen deutlich zu machen, dass wir vor einer großen Transformation stehen. Und das wissen wir einfach auch schon aus dem Change Management, aus Digitalisierungsprojekten. Natürlich, ich kann ein Digitalisierungsprojekt so umsetzen, dass ich sage, so, ab 1.1. steht die neue Software zur Verfügung. Bitte klickt euch einmal durch, guckt euch das Tutorial an und dann nutzt ihr die Software. Und wir wissen aber alle, so funktioniert es nicht. Ein Change Management, eine systematische Begleitung hilft da, solche Veränderungsprozesse wirklich auch so umzusetzen, dass sie von den Betroffenen und Beteiligten wirklich auch gut übernommen werden können, dass sie da mitgenommen werden und dass sie sich auch einbringen können und mithelfen können, dass, wenn wir jetzt bei der Digitalisierung bleiben, dann auch neue Systeme bestmöglichst genutzt werden.

Und genauso ist es auch bei der nachhaltigen Transformation. Die gibt es nicht auf Knopfdruck, die gibt es nicht, indem wir sagen, okay, ab 01.01. sind wir nachhaltiger oder ab 2025 sind wir klimaneutral, sondern dieser Kulturwandel, diese Transformation in den Unternehmen, das wirklich auch zu leben, die muss begleitet werden, die fällt nicht vom Himmel. Und da fehlt an verschiedenen Stellen noch das Bewusstsein für. Und das wird so unsere größte Herausforderung mit vereinten Kräften bei unternehmerischen Entscheidern deutlich zu machen, dass sie einen deutlichen Mehrwert bieten, wenn sie solche Prozesse gut begleiten lassen. Das muss nicht immer der externe oder die externe Beraterin sein. Das kann auch sehr gut eine HR-Abteilung leisten. Das können gut ausgebildete Projektleiterinnen und Projektleiter leisten. Natürlich auch entsprechend qualifizierte Führungskräfte können da unterstützen. Aber manchmal, gerade wenn es komplex wird, ist es dann doch hilfreich, sich externe Unterstützung zu holen.

Das ist so in der GmbH die größte Herausforderung. Wenn ich jetzt auf unseren Verein gucke, da haben wir aktuell eine ganz praktische Herausforderung. Wir müssen den Verein ein bisschen stabilisieren. Corona, wir haben uns früher regelmäßig an den Standorten getroffen. Das ist natürlich jetzt mit Corona alles hinten übergekippt und wir merken, darunter leidet unsere Arbeit ein bisschen. Aber auch da sind wir gerade dabei, das wieder in gute Bahnen zu lenken, dass wir da auch dauerhaft unser Angebot für soziale Initiativen der Beratung ehrenamtlich und kostenfrei auch dauerhaft anbieten zu können.

Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Da sind Sie leider nicht die Erste, die solche Sachen gerade als Herausforderung hat. Ja, hoffen wir mal, dass der Winter irgendwann endet.

Ja, das hoffen wir tatsächlich auch alle.

Dann würde ich jetzt zu meiner vorletzten Frage kommen. Ein bisschen eher aus Zeitgründen. Ich hätte sonst eigentlich noch ganz viele Fragen, die ich gerne nennen würde. Sie hatten schon die ARTE-Doku genannt und Sie hatten auch den Fragenkatalog genannt, den man über Ihr Coffee-Meet-and-Talk-Format sehen kann. Gibt es weitere Quellen, die Sie gerne nennen würden, die ich auch hier verlinken werde, mit denen sich interessierte Menschen über Digitalisierung und Nachhaltigkeit weiterbilden können?

Ich weiß jetzt nicht, wie schnell diese Folge veröffentlicht wird, aber wenn es noch vor Weihnachten sein sollte, dann kann ich sehr auf unseren Heldenrat-Adventskalender verweisen. Der bleibt aber auch auf der Website dann langfristig sichtbar. Da haben wir die nächste Woche unter das Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit gestellt. Das heißt sieben Beiträge, die sich damit beschäftigen, wo wir auch darauf noch mal genauer gucken, was verstehen wir darunter und was sind Best-Practice-Beispiele und genau, wie können die SDGs dabei unterstützen. Damit werden wir uns in der nächsten Woche nochmal intensiver beschäftigen.

Das ist spannend. Ob wir bis dahin die Folge live haben, kann ich jetzt leider nicht versprechen, aber wenn der auch im Nachgang noch erreichbar ist, dann ist das ja evergreen. Cool. Dann, letzte Frage. Ich weiß, dass ich Sie nicht darauf vorbereitet habe. Eigentlich mache ich das. Ich habe es vergessen. Gibt es jemanden, den Sie gerne in einer der kommenden Folgen interviewt hören würden?

Ja, lassen Sie mich einmal kurz überlegen zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Ja, es gibt ein Unternehmen und ich weiß, die haben sich auch schon mal damit beschäftigt, wie das Thema Digitalisierung sie unterstützt in ihrem Unternehmen. Das ist der Ansatz Insect Respect. Ich weiß immer nicht, wie sein Vorname ist. Der Nachname ist Reckhausen. Der hat ein Unternehmen, das ist wirklich total spannend, ein Unternehmen vollständig transformiert. Das ist nämlich ein Unternehmen, was Insektizide oder Pestizide, Insektenvernichtungsmittel herstellt. Und die haben festgestellt, das ist aber eigentlich total schädlich. Damit schaden wir der Biodiversität. Die haben ihr Unternehmen komplett umgedreht und haben heute dieses Label Insect Respect gegründet und haben beschrieben oder haben dieses Label entwickelt und leisten einen Beitrag, dass wenn man heute noch Pestizide kaufen muss oder Insektizide kaufen muss, dass man gleichzeitig einen Beitrag leistet, Biodiversität dann an anderer Stelle zu fördern.

Und dieses Unternehmen kann ich sehr empfehlen. Und Herr Reckhausen ist da auch ein toller Gesprächspartner. Und wie gesagt, er hat da auch schon mal beschrieben, welchen Beitrag Digitalisierung in diesem Prozess geleistet hat.

habe davon gehört. Ich habe darüber gelesen, aber ich komme auch nicht auf den Vornamen. Spannend, unbedingt. Ich hatte den Gedanken, glaube ich, damals auch, dass das ein interessanter Gesprächspartner sein müsste. Werde ich mich bemühen, dass wir da ein Interview auf die Reihe kriegen. Leider ein bisschen aus Zeitgründen sind wir jetzt schon am Ende angekommen. Gibt es ein Schlusswort, das Sie gerne in die Runde schmeißen? möchten. Genau, ein

Schlusswort in dem Sinne, das Spannende beim Thema Nachhaltigkeit und das gilt genauso, wenn es darum geht, Digitalisierung und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden, ist, sich auf den Weg zu machen. Tatsächlich anzufangen, auch gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen anzufangen, darüber nachzudenken. Wie können wir diese beiden Themen verbinden? Wie können wir über das Thema Nachhaltigkeit nachdenken? Wie können wir das in unseren Arbeitsalltag integrieren und da einfach sich jeweils Projekte, die ersten Schritte rauszusuchen und zu sagen, das probieren wir mal aus und sich darüber immer weiterzuentwickeln. Das macht tatsächlich Spaß, das kann man auch als Teamaufgabe verstehen, sich da als Team gemeinsam weiterzuentwickeln, mehr miteinander zu lernen und das macht Spaß und darüber werden wir Schritt für Schritt auch tatsächlich die Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit entwickeln.

Und wenn wir das noch mit der Digitalisierung verbinden, dann ist das, glaube ich, bei den aktuellen Herausforderungen, die wir in unserer Gesellschaft haben, ein toller Ausgangspunkt.

Das ist ein hervorragendes Schlusswort. Ganz vielen Dank.

Sehr gerne. Es hat mir viel Spaß gemacht.

So, da bin ich wieder. Schön, dass du noch zuhörst. Die Show Notes mit Links zu Empfehlungen aus dieser Episode findest du auf softwareforfuture.de. Hat dir diese Episode gefallen? Oder gibt es etwas, das dich echt wurmt? Schreib uns dein Feedback an moin.lionizers.com. Wir freuen uns, von dir zu hören. Und jetzt wünschen das Team und ich dir noch eine schöne weitere Woche. Wir sind der Software for Future Podcast und werden präsentiert und produziert von den Lionizers. Die Lionizers stehen für nachhaltige, individuelle Produktentwicklung. Wir entwickeln für andere Unternehmen Software, die uns als Menschheit helfen soll, der Klimakrise die Stirn zu bieten. Danke fürs Zuhören. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Schlagworte