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E5916.10.201917 Min

Warum brauchen wir eine massentaugliche Lösung für den digitalen Kassenzettel?

Im Gespräch: Michelle Bourguignon (A&G)

Titelbild zu E59: Warum brauchen wir eine massentaugliche Lösung für den digitalen Kassenzettel? – Michelle Bourguignon (A&G)

Worum es geht

Michelle Bourguignon von A&G erklärt, wie die App Admin den Kassenzettel digitalisiert.

Michelle Bourguignon von A&G spricht über die Entwicklung der App Admin, die den digitalen Kassenzettel für die breite Bevölkerung ermöglicht. Das Bremer Unternehmen hat die Software 2017 gegründet, um eine kostengünstige, ökologische Alternative zu Papierquittungen zu schaffen.

Die App überträgt Kassenzettel per NFC, QR-Code oder offline über eine Cloud, die in Deutschland gehostet wird. Benutzer erhalten den Beleg auf ihr Smartphone, ohne Internetverbindung. Die Lösung ist für Android und iOS ab 2020 verfügbar.

Beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Risiken von Thermopapier, insbesondere Bisphenol A und S. Diese Stoffe können durch Hautkontakt in den Blutkreislauf gelangen, besonders bei Desinfektion. Die Digitalisierung reduziert den Verbrauch von Papier, Wasser und Bäumen.

Die App soll die Massentauglichkeit erreichen, indem sie eine zentrale Plattform bietet. Im Gegensatz zu Einzel-Lösungen wie bei Saturn oder MediaMarkt, die mehrere Apps erfordern, bietet Admin eine zentrale, einfache Lösung für alle Nutzer.

Ursprüngliche Shownotes 16.10.2019

Kassenbons sind unbeliebt: Sie fliegen herum, zerknittern, bleichen aus. Und just, wenn man sie braucht, sind sie partout nicht zu finden. Das Bremer Unternehmen A&G hat sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Papierquittung zu digitalisieren. 2020 kommt die App mit dem Namen admin auf den Markt. Im Interview mit Nils spricht die Unternehmenssprecherin Michelle Bourguignon über die Vorteile und die Funktionsweise der App und warum es so wichtig ist, eine massentaugliche Lösung anzubieten, die über die bisherigen Stand-Alone-Lösungen einzelner Händler hinausgeht.

Zu Recht ein schlechtes Image …

Papierquittungen haben ein schlechtes Image – und das zu Recht. Eigentlich braucht man sie nicht. Sie sind ein Wegwerfprodukt, das oft auch dann ausgedruckt wird, wenn man es gar nicht haben will. Mit den Kassenbons werden aber nicht nur Unmengen an Ressourcen verschwendet. Das Papier ist zudem auch gesundheitsschädlich: Das Thermopapier, auf dem die Quittungen in der Regel gedruckt werden, enthält hohe Mengen an Bisphenol A, ein Stoff, der starke Einwirkungen auf den Hormonhaushalt hat und unter anderem zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten führen kann. Auch der Ersatzstoff Bisphenol S scheint kaum weniger bedenklich – wenn nicht gar noch schädlicher – zu sein.

Grundsätzlich auf den Kassenbon zu verzichten, ist allerdings auch keine Lösung. Zum einen ist die Ausgabe des Kaufbelegs ab 2020 für Einzelhändler verpflichtend. Zum anderen benötigt man den Bon hin und wieder eben doch: bei Umtausch, zur Reklamation oder für die Steuererklärung. Hier lauert jedoch oft gleich das nächste Problem: Der entsprechende Bon lässt sich nicht mehr finden oder er ist verblichen und unleserlich.

Komfortabel, intuitiv und einfach

Deshalb entwickelt das Bremer Unternehmen A&G die App admin, mit der sich Kassenbelege digitalisiert sammeln lassen. Zwar gibt es bereits viele Händler, die Quittungen per E-Mail an ihre Kunden schicken oder auf der Kundenkarte speichern statt sie auszudrucken. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass sich der Käufer in zig verschiedene Accounts einloggen und sich die einzelnen Belege nach und nach zusammensuchen muss. Mit admin hingegen werden alle Belege komfortabel an einem einzigen Ort verwahrt.

Die App wird ab dem kommenden Jahr für Android und iOS verfügbar sein. Sie ist selbsterklärend und auch für Nutzer, die wenig Smartphone-Erfahrung, haben einfach und intuitiv nutzbar. Die Händler wiederum benötigen lediglich ein elektronisches Kassensystem, über das die App eingebunden werden kann. Der Beleg wird über eine drahtlose Verbindung, etwa mit Near Field Communication (NFC), Bluetooth oder QR Code nach dem Bezahlvorgang übertragen und sicher in einer in Deutschland gehosteten Cloud gespeichert. Ist keine Internetverbindung verfügbar, werden die Daten geliefert, sobald das Mobilgerät wieder Empfang hat.

Die große Herausforderung: Bekanntheit schaffen

Seit 2017 hat das Team von A&G an der Entwicklung des digitalen Kassenzettels gearbeitet. Inzwischen ist die App fertig und bereit für die Anwendung. Die nächste Herausforderung ist also, Bekanntheit zu schaffen und die Massen zu begeistern und mitzuziehen. Unternehmenssprecherin Bourguignon ist jedoch mehr als zuversichtlich: „Ich denke, wenn wir dann online sind, wird sich das quasi von selbst ergeben.“ Sie ist überzeugt: „Sobald die ersten Anwender erkennen, welchen Mehrwert und welche Erleichterung die App bietet, wird sich das so weit herumsprechen, dass es die breite Masse mitbekommt und sie die App dann auch nutzen wird.“

Viel Spaß beim Zuhören!

Links aus dem Interview:

Michelle Bourguignon bei XING
A&G GmbH
Newsroom | Alles rund um die admin App & digitale Kassenbons

Transkript

2.516 Wörter

Automatisch erstellt (Whisper), nicht korrigiert. Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Ein Klick auf eine Zeitmarke springt im Player dorthin.

Hallo und herzlich willkommen zur 59. Folge des Podcasts Wege der Digitalisierung. Heute sitzt vor mir Michel Bourgillon von der Firma A&P Software. A&P entwickelt den digitalen Kassenzettel und ich bin sehr gespannt, was wir heute darüber lernen werden, wie sich ein Kassenzettel, den wir ja alle aus unserem Alltag kennen, digitalisieren lässt. Ich bin sehr gespannt und auf geht's! was so in drei Sätzen schon, was Sie dann so vorhaben.

Ja, guten Morgen, Herr Löwe. Schön, dass ich heute hier sein kann. Danke für die Einladung. Wie Sie schon gesagt haben, wir sind ein Bremer Unternehmen, Softwareagentur und sind in 2017 gegründet worden, speziell nur, um den digitalen Kassenzettel Admin zu entwickeln und als massentaugliche App der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Gegründet wurde die AMG im Behat von Dr. Gerd Köster und von Amir Karimi. Uns ging es bei der App darum, dass wir eine kostengünstige, schnelle, ökologische, einfache und komfortable Lösung finden für die Gesamtbevölkerung, die den Kassenzettel auch wieder attraktiv macht. Bis jetzt war es ehrlich gesagt immer so, dass der Kassenzettel eher ein schlechtes Image hat.

Man möchte gar nicht wirklich sehen, was man ausgegeben hat. Und man hat ja manchmal so Tage, da belohnt man sich selber und kauft irgendwas auch über den Preis, den man eigentlich zahlen möchte. Und dann hat man nachher noch den Beweis dafür, eben den Kassenzettel. Dann gibt es Leute, die achten da drauf, führen quasi Haushaltsbücher und sammeln die auch richtig aktiv. Manche sammeln die für Umtäusche oder Reklamationen, gerade bei elektronischen Geräten. Aber insgesamt ist alles immer so ein bisschen negativ behaftet, was den Kassenzettel angeht. Da muss man ja auch für die Steuererklärung Kassenzettel sammeln. Sicherlich kennen sie das auch. Einmal im Jahr sitzt man dann da vor seinem Schuhkarton.

Oder vielleicht hat man die auch schon abgeheftet im Vorfeld. Aber es ist auf jeden Fall jedes Mal frustrierend. Man erinnert sich, man hat Druckerpatronen gekauft, kann man absetzen, findet den Kassenzettel nicht.

Ich finde gerade bei diesen Thermopapierdingern, so Tankbelege und so, Vor allen Dingen, wenn ich die nicht kopiere, sind die ja eh nach einem Jahr nicht mehr lesbar.

Ja, also gerade dieses Bisphenolpapier, das verblasst mit der Zeit. Und Thermopapier, also es ist ja auch nicht wirklich die Lösung. Jetzt ab 2020 wird es ja auch verboten, also wenn es dieses schädliche Bisphenol A enthält. Das hat ja auch starke Einwirkungen auf den Hormonhaushalt zum Beispiel. Das kann unter anderem zu Fehlgeburten führen oder auch zu Unfruchtbarkeit. Es gibt da ganz viele Studien drüber. Es wird jetzt verboten, das ist schon lange bekannt. Und ich finde es auch schade, dass da die Bevölkerung immer so im Ungewissen gelassen wird drüber. Es gibt einen Stoff, der ist weiterhin erlaubt, Bisphenol S. Das wird als Ersatzstoff für Bisphenol A hergenommen. Das ist ein Bildgeber auf diesem Thermopapier drauf.

Also dieses Papier wird ja erhitzt im Drucker. Und da, wo dann halt nachher die Farbe zu sehen ist, ist dieser Stoff nicht mehr. Und auf den weißen Flächen ist dieser Stoff noch. Und dieses Bisphenol S, das ist sogar noch städlicher, als Bisphenol A wurde festgestellt. Da hat jetzt gerade der Bund auch eine Studie in Auftrag zugegeben. Und es wird sich natürlich herausstellen, dass es so ist, dass es auch wieder verboten werden muss. Und es dauert dann nochmal wieder etliche Jahre, bis es dann halt zum Gesetz dafür kommt. Und das finde ich sehr schade. Das macht mich auch ein bisschen traurig, dass es eigentlich bekannt ist. Und jetzt tut man gerade so, als würde man irgendwie was Positives für die Leute machen, indem man dieses Bisphenol A verbietet.

Und ja, Bisphenol S fällt gerade so ein bisschen hinten über. Wirklich nur die Leute, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen, haben überhaupt die Zugangsmöglichkeit dazu, um das rauszufinden. Und ehrlich, wer setzt sich hin und googelt, ist der Kassenzettel schädlich?

Ich kenne mal.

Also ja, das macht halt einfach keiner. Und je weniger Informationen über solche Themen halt an uns rankommen, naja, desto besser, desto weniger. Leute gibt es auch, die sich darüber aufregen können.

Man muss ja auch sagen, dass wir da ein bisschen steinzeitlich sind. Also wir sind ja an diesem Startup in Südafrika beteiligt. Und wenn ich gucke, wie das da funktioniert, da geht man auf den Wochenmarkt und bezahlt mit einer App, weil jeder Verkäufer einen QR-Code auf seinem Tisch stehen hat. Und da läuft die komplette Buchhaltung digital.

Ja, ich habe jetzt gerade auch gehört von einem Geschäftskollegen, der in Asien unterwegs war. Also selbst dort auf der Straße, wenn man einem Obdachlosen etwas Geld spenden möchte, kann man das per App machen. Also es ist der Wahnsinn Deutschland. Naja, die sind halt immer etwas hinterher sind wir, was Digitalisierung angeht und Technologisierung so überhaupt generell. Und da sehen wir uns jetzt von der A und G auch schon als Pioniere, was das angeht. Also wir leisten da Aufklärungsarbeit, Pionierarbeit, so ein Produkt wie wir es haben, gibt es nicht anderweitig.

Können Sie da einfach mal ein bisschen erklären? Also ich habe es mir auf der Homepage durchgelesen, wir haben ja auch vorher darüber gesprochen, aber jemand, der jetzt im Prinzip Kassenzettel kennen wir alle, das digitalisieren Sie. Wie funktioniert das für mich als Endanwender?

Also der Kassenzettel war schon immer digital in den heutigen Kassen und der bleibt halt einfach digital. Wir rufen den gar nicht erst ins Leben. Also sie gehen ganz normal einkaufen, gehen an der Kasse vorbei und erhalten den Bon auf ihr Handy, wenn sie halt die App runtergeladen haben. Die gibt es für Android und iOS ab 2020 in den jeweiligen Stores erhältlich. Und wir machen das einfach ganz einfach schlicht und komfortabel für den User. Sie müssen da auch kein großes technisches Verständnis oder irgendwas mitbringen. Die App ist auch ganz intuitiv aufgebaut, sodass auch Leute, die wenig mit Smartphone zu tun haben oder ältere Leute, die wissen einfach, wie es funktioniert. Also man guckt es sich an, man versteht es, man muss kein User-Manual lesen oder sonst irgendwas, um damit arbeiten zu können.

Und die Übertragung, das wird ja nicht jede Kasse können heute, oder? Das heißt, die Läden, die momentan Kassenzettel ausdrucken, müssten da nachrüsten?

Nee, nachrüsten müssten die nicht. Mit 2020 kommt ja auch diese neue Registrierkassenverordnungspflicht raus. Und diese ganzen Registrierkassen, die alle elektronisch arbeiten, das reicht uns aus. Wir brauchen nur eine elektronische Kasse, um unser System da integrieren zu können. Und da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das wird dann immer jeweils mit den Handelspartnern abgesprochen, was die vor Ort haben und wie es halt am einfachsten für die zu lösen ist.

Okay, das heißt, das funktioniert über irgendeine drahtlose Verbindung, Bluetooth, NFC

Ja, wir haben NFC, wir haben QR-Code, wir haben da mehrere Möglichkeiten Hängt ja auch immer vom Handy ab, von demjenigen, der das nutzt, was er jetzt gerne haben möchte Also wir brauchen grundsätzlich aber keine bestehende Internetverbindung, um die Daten zu übertragen Also der Kassenzettel wird dann halt erst später angezeigt, wenn man wieder Empfang hat Falls man jetzt zum Beispiel in der Tiefgarage wäre und da bezahlt, könnte man sich auch von dem Automaten in der Tiefgarage den Kassenzettel, den Quittungsbeleg aufs Handy schicken lassen und wenn man dann wieder oben ist und Empfang hat, erhält man den dann.

Achso, das heißt, es läuft über eine Plattform, die Sie betreiben?

Das läuft über eine Cloud, die wird in Deutschland gehostet und da werden die Daten alle sicher verwahrt, die wir da brauchen.

Das heißt, auf den ersten Blick verschwindet einfach nur das Stück Papier, aber dahinter steckt dann ein ganzes Stück mehr.

Ja, natürlich, wir arbeiten eben seit 2017 daran und sind jetzt zu Beginn des Jahres komplett fertig mit der Anwendungsentwicklung. Also es wäre jetzt schon einsatzbereit, unsere beiden Systeme. Und die Arbeit, die dahinter steht, die ist tatsächlich nicht zu verachten.

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Was ist denn der Vorteil, den ein Laden dadurch möglicherweise hat, ein wie auch immer gearteter Verkäufer?

Ja, wie gesagt, beispielsweise eben dieses Thema bis für 0A, bis für 0S, also dieser Umweltgedanke, der dahinter steht. Wenn jetzt Unternehmen schlau sind, sage ich einfach mal, dann bieten sie den Endverbrauchern jetzt die richtige Lösung an, die langfristige Lösung und halt eben die massentaugliche Lösung. Und nicht eine Zwischenlösung, wo man wieder belastetes Papier erhält. Und ab 2020 ist sie auch noch so mit der Belegausgabepflicht, dass die Einzelhändler verpflichtet sind, den Beleg mitzugeben. Also sie werden nicht mehr gefragt, sie haben nicht mehr die Wahl. Wollen sie den Beleg haben, wollen sie ihn nicht haben? Selbst heute ist es ja so, das kennen sie bestimmt auch, sie sagen, nein, ich will den nicht haben und er wird trotzdem gedruckt und weggeworfen.

Ja.

Okay, und wir machen ja Digitalisierung im Kundenauftrag sozusagen. Und ich finde es immer spannend, wichtig, notwendig zu lernen, also wo haben beide Seiten einen Vorteil davon? Ist dieses umweltschädliche Papier, ist das denn für den Menschen, der da an der Kasse sitzt und bei Penny abkassiert, ist das ein Problem für den? Also hat der ein Interesse? daran, selbst wenn die Marktleitung jetzt eine neue Kasse installiert, kriegen Sie das so in die Masse rein, dass das von beiden Seiten

ausgeführt wird? Also gerade bei den Kassenpersonalen gab es vor einiger Zeit von Sarah einen ziemlich großen Aufstand, weil die eben darauf aufmerksam geworden sind, dass es schädlich ist, was sie dort machen. Können Sie mal nachschauen, das war ein ganz großes Thema in der Presse und Man geht ja auch, also zum Beispiel die Apotheken, die verwenden auch dieses Thermopapier. Also hauptsächlich, ich war bis jetzt noch in keiner Apotheke, die das nicht getan hätte. Und da wird sich auch häufig die Hände desinfiziert, nachdem man Kunden da beraten hat. Die haben ja verschiedene Erkältungserkrankungen und Keime und wo man sich überschützen will. Und gerade wenn man sich die Hände desinfiziert und dann dieses Papier anfasst, gelangt es noch viel schneller in den Blutkreislauf.

Also da denken dann die Unternehmen, sie tun was Gutes, stellen an alle Kassen auch dieses Desinfektionsmittel hin, müssen Sie mal darauf achten, haben bestimmt schon mal gesehen, oder Handcreme stehen da auch und gerade durch Fett und Desinfektionsmittel auf der Haut gelangt das noch viel schneller in den Körper und in den Kreislauf. Das ist ja auch nur die Spitze des Eisbergs, was alles an Papier verbraucht wird, um Kassenzettel auszudrucken, wie viel Trinkwasser verbraucht wird dafür, wie viele Bäume gehäust werden, das nimmt halt einfach gar kein Ende. Und wir brauchen Kassenzettel, wir werden sie immer brauchen, gerade zur Bekämpfung von der Schattenwirtschaft. Und dann gab es ja auch noch vor kurzem diesen Skandal um die China-Restaurants.

Klar ist es rausgekommen, was wir uns alle schon immer gedacht haben. Also ja, es wird nicht jeder belegt, dort eingetippt und wenn sie den Kassenzettel nicht mitnehmen. Selbst dann gab es noch die Möglichkeit, wieder Sachen auszubuchen aus der Kasse. Und grundsätzlich ist das auch eine gute Sache, dass dagegen was unternommen wird. und dass wir die Steuereinnahmen schützen wollen und dann mit solchen Geldern eben sinnvolle Sachen machen, Kindergärten, Kinderspielplätze, alles Mögliche kann man mit dem Geld ja viel besser anstellen. Und das ist grundsätzlich eine gute Sache natürlich. Aber ich glaube, der Ansatz ist einfach falsch zu sagen, es muss jetzt jeder Kassenzettel gedruckt werden, bevor wir da eine adäquate digitale Lösung haben.

Und deshalb haben wir uns auch eben entschieden, genau mit diesem Gesetzesentwurf dann online zu gehen, um halt eben diese massentaugliche Lösung anzubieten und auch nicht diese ganzen Standalone-Lösungen wie irgendwie Saturn oder Mediamarkt, die haben, wo man halt sich den Kassenzettel per E-Mail zuschicken lassen kann oder auf der Kundenkarte sammelt oder ähnliches. Da hat auch keiner wirklich Lust drauf. Also man will sich nicht in 10, 20 verschiedene Accounts einloggen,

etliche Apps runterladen müssen

und dann hat man nachher verstreut, überall seine Kassenzettel liegen. Und das ist viel komfortabler, wenn man nur einen einzigen Ort hat, wo man nachgucken kann.

Ja, und das heißt, Sie haben gesagt, die Software ist fertig. Das heißt, das wäre jetzt theoretisch einsetzbar. Was ist denn die große Challenge, an der Sie jetzt noch arbeiten, bis das Ganze live gehen kann?

Grundsätzlich ist ja immer die Herausforderung, die Massen zu begeistern und mitzuziehen. Und ich denke, wenn wir dann online sind, dann wird sich das quasi von selber ergeben. Wenn man etwas Positives hat und die Leute sehen, die ersten sehen, okay, es ist positiv, es ist wirklich hilfreich, es erleichtert so vieles. Man bekommt einfach Sorgen abgenommen und es funktioniert. Wichtig ist natürlich, dass es technisch einwandfrei funktioniert, damit man sich darauf verlassen kann. Und dann bekommt man ja auch extrem Arbeit abgenommen. Es ist ja einfach eine Erleichterung fürs ganze Leben, wenn man sich auf etwas verlassen kann, was digital funktioniert, was einfach so nebenher läuft, problemlos in den Alltag integriert wird und man sieht halt den Mehrwert davon. Und dann wird sich das auch so weit rumsprechen und verbreiten, dass auch die breite Masse angesprochen wird und das auch nutzen wird. Da bin ich von überzeugt.

Okay. Wenn sich jetzt jemand damit näher befassen möchte, natürlich haben Sie eine Webseite, die wir verlinken werden. Gibt es weitere Quellen, die Sie da empfehlen wollen zum Thema Digitalisierung im größeren Kontext, aber auch im Zuge dieser digitalen Kassenzettel?

Also grundsätzlich, was uns angeht, sind wir da mit der Homepage gut aufgestellt und wir haben auch noch eine eigene Seite von Admin. Dann betreiben wir auch den Newsroom, wo auch ständig Experten dazu sprechen, wie sie Digitalisierung sehen, auch in Bezug auf die eigene Branche und in Bezug zu uns. Da kann ich halt nur den Newsroom von Admin für empfehlen, sich anzusehen. und ansonsten gibt es natürlich auch verschiedene Podcasts, die ich auch gelegentlich höre, wo man sich auch über Digitalisierung auf dem Laufenden halten kann.

Ja, dann die letzte Frage, die sicherlich ganz spannend ist. Haben Sie jemanden, den Sie in einem späteren Interview dazu gerne mal hören würden? Ob jetzt eher konkret auf die digitalen Kassenzettel hin oder auch gerne ein Stück breiter?

Also grundsätzlich würde ich gerne was von jemandem hören, der einfach eine inspirierende Persönlichkeit ist, der seinen Weg gegangen ist und erfolgreich ist, einfach seine Ideen umgesetzt hat. Also da kommt es zumindest nicht auf eine spezielle Person an, einfach inspirierende, erfolgreiche Menschen, die sich durchgesetzt haben mit ihrer Idee.

Okay, da kenne ich zwei, drei.

Das ist schön.

Okay. Ja, ganz vielen Dank an dieser Stelle.

Ja, hat mich gefreut. Danke Ihnen auch.

Das war das 59. Interview in unserem Podcast Wege der Digitalisierung. Heute mit Michel Bourgenion von der A&P Software GmbH. Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank für die spannenden Informationen. Wie immer, teilt das Ganze gerne in euren sozialen Netzwerken. Schreibt uns E-Mails, schreibt uns Kommentare. Wenn es euch gefallen hat, bewertet uns bei iTunes. Vielen Dank fürs Zuhören. Die Informationen wie immer auf wegederdigitalisierung.de. Das hier ist das 950. Interview. Ja, und damit vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

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