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E03631.10.201851 Min

Wie verändern digitale Netzwerke die Arbeitswelt?

Im Gespräch: Mirja Bester (XING)

Titelbild zu E036: Wie verändern digitale Netzwerke die Arbeitswelt? – Mirja Bester (XING)

Worum es geht

Mirja Bester von XING spricht über digitale Netzwerke, Remote-Arbeit und die Rolle von Vielfalt in der Produktentwicklung.

Mirja Bester ist Director Product bei XING und verantwortet die Entwicklung des Freelancer-Produkts Hallo Freelancer. Sie hat einen Hintergrund in Sozialökonomie und arbeitet seit ihrem Studium im digitalen Umfeld. Ihr Fokus liegt auf empathischer Produktentwicklung und der Repräsentativität von Nutzern in Teams.

Sie diskutiert, wie digitale Netzwerke die Arbeitswelt verändern, insbesondere durch globale, remote arbeitende Teams. XING nutzt Standorte in Hamburg, Barcelona, Porto und anderen Städten. Die Herausforderung liegt in der Kollaboration über Zeitzonen und Kulturen, die durch regelmäßige Face-to-Face-Treffen und digitale Tools wie virtuelle Büros unterstützt wird.

Das Produkt Hallo Freelancer zielt darauf ab, die Suche nach Freelancern effizienter und menschlicher zu gestalten. Es nutzt das bestehende XING-Netzwerk, um Vertrauen und soziale Nähe sichtbar zu machen. Im Gegensatz zu reinen Projektmarktplätzen wie Freelance.de bietet es Transparenz über Erfahrungen und Kontakte, was den Entscheidungsprozess beschleunigt.

Bester betont, dass technische Lösungen allein nicht ausreichen. Entscheidend ist die Berücksichtigung menschlicher Bedürfnisse wie Vertrauen, Empathie und kulturelle Vielfalt. Sie plädiert für eine Produktentwicklung, die sich nicht nur auf Daten, sondern auf die Persönlichkeit des Nutzers konzentriert.

Ursprüngliche Shownotes 31.10.2018

Das berufliche Online-Netzwerk XING ist aus der deutschen Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. Aber wie kommt es eigentlich, dass international verteilte Entwicklerteams gemeinsam an diesem rein deutschsprachigen Produkt arbeiten? Was macht Diversity für die Produktentwicklung so wichtig? Und wie koordiniert und inspiriert man Teams, deren Mitglieder an unterschiedlichen Orten leben und von unterschiedlichen Kulturen geprägt werden? Viele hilfreiche Gedanken und wirklich gute Praxiserfahrungen teilt heute Mirja Bester, Director Product bei XING, mit uns. 

Darüber hinaus gibt Mirja einen Einblick darüber, wie XING und die Digitalisierung sich gegenseitig beeinflussen. Aktuell beschäftigt sie die Einführung eines neuen Bereichs für das Finden von Freelancer-Beziehungen. Auch durch meine persönlichen Erfahrungen als Freelancer und eine Umfrage zu den Bedürfnissen von Freelancern und Recruitern, die wir vor zwei Jahren gemacht haben, entwickelt sich zwischendurch ein interessanter Gesprächszweig über die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt – und das Potential für eine zielführende Digitalisierung.

Viel Spaß beim Zuhören!

Links aus dem Interview:

Buchtipp

  • Brave new world (Roman)
    Aldous Huxley

Transkript

8.225 Wörter

Automatisch erstellt (Whisper), nicht korrigiert. Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Ein Klick auf eine Zeitmarke springt im Player dorthin.

Hallo und herzlich willkommen zur 36. Folge "Wege der Digitalisierung". Heute sitze ich bei Xing. Mir gegenüber sitzt Mirja. Mirja ist Director Product bei Xing. Wir haben uns kennengelernt auf der MTP Engage im Frühjahr. Da hatten wir ja einen sehr tollen Vortrag über Produktentwicklung und kann man das so sagen, Diversity in der Produktentwicklung gehalten? Das kann man so sagen, ja. Perfekt. Ja, genau. So, Xing sollte, glaube ich, jedem ein Begriff sein, der hier zuhört. Wenn nicht, würden wir ja uns auch noch erzählen, was Xing so macht. Vielen Dank, dass du dir viel Zeit nimmst. Sehr gerne. Erzähl doch mal ein bisschen, wer bist du? Was machst du bei Xing? Vielleicht auch drei Worte, was macht Xing für alle Fälle?

Gut. Du hast gesagt, Produktdirektor bin ich. Genau, ich leite also derzeit Produktmanager, die wiederum mit interdisziplinären Teams arbeiten und das für einen bestimmten Bereich bei Xing. Xing ist ja mittlerweile ziemlich groß geworden, sind also schon weit über die 1000 Mitarbeitermarke gekommen mittlerweile und haben uns deswegen auch in kleinere Bereiche strukturiert, damit man dort natürlich auch einen Sense of Purpose, würde ich mal sagen, wieder stärker kreieren kann und Teamarbeit fördern kann. Und da bin ich jetzt in einem Bereich, der sich zum Ziel gesetzt hat, Selbstständige oder speziell Freiberufler anzugehen. Und auch die, die nach Freiberuflern suchen. Wie ja viele Firmen mittlerweile tun, die nicht nur noch über Festangestellte reingehen.

Dafür haben wir auch eine Produktpalette, aber die auch sich die gewachsende Anzahl an Freiberuflern sichern wollen für ihren Unternehmenserfolg. Und da sind wir jetzt ziemlich frisch mit unterwegs seit Anfang des Jahres. Wir haben im Juli auch ein kleines Startup hier in Hamburg gekauft, Asap Industries hießen sie zumindest, und haben zusammen mit drei der vier Gründern dieses Produkt gerade umgebrandet in Hallo Freelancer und sind gerade dabei, das in den Markt zu rollen. Wir sind da aber am Anfang. Und wir glauben, dass das gut zu Xing passt, weil Xing eben generell ein professionelles Netzwerk ist, eben für die, die es nicht kennen. Im Vergleich zu Facebook, wo ich ja immer meine persönlichen Dinge lese und auch poste, geht es bei uns eben nur ums Berufliche.

Und wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Arbeitsleben für jeden besser zu machen. Das heißt also nicht immer die nächste Karriere oder der nächste Schritt, sondern auch besser zu werden in dem, was man selber tut. Also sich weiterzubilden zum Beispiel, auf Events zu gehen, sich zu vernetzen, sich in Gruppen auszutauschen. Und wir glauben, dass das sehr gut passt zu dem Freelancer-Thema, weil das eine Branche ist, die total über Word of Mouse funktioniert. Also ganz viele sich eben untereinander empfehlen und der kennt den und so findet man dann den nächsten Auftraggeber. Und so ist dieses Projekt zu mir gekommen. Und ja, das machen wir gerade in einer Unit, in der du jetzt gerade sitzt. Also auch etwas ab vom Hauptgebäude mit einem kleinen Team.

Gehen wir da ran.

Ja, spannend. Was heißt kleines Team? Nur aus Interesse?

Ja, wahrscheinlich jetzt im Vergleich zu euch wahrscheinlich immer noch sehr groß. Also ich glaube, wir sind jetzt schon so an die 50 Leute.

Ja, das wäre für uns kein kleines Team.

Also nicht als Entwickler, sondern natürlich von bis. Also alle kommerziellen von Sales, Marketing, Customer Support und alle Funktionen dabei.

Ja, cool. Ich bin gespannt. Das habe ich noch nicht ausprobiert. Also viele Funktionen von Xing und auch die Talentmanager, was nicht so der Standardnutzerfall ist. Das kenne ich alles schon, aber das Hallo Freelancer kenne ich noch nicht. Bin ich gespannt. Könnte auch für uns interessant sein.

Genau, ich kann ja vielleicht noch zwei Sätze dazu, wo ich so herkomme, vielleicht sagen.

Ja, gerne.

Also ich bin studierter Diplom-Sozialökonomin, nennt man das Ganze. Ein Professor damals hat gesagt, wir sind, also sein Verständnis wäre, dass wir so die BWLer mit Herz sind. Ich fand das eigentlich immer ganz schön. Und es trifft es aber ganz gut, deswegen erzähle ich es gerade, finde ich, zu meiner Rolle, weil, auch den Dingen, die mir Spaß machen, weil ich glaube, dass ich, Ich bin jemand, der schon gerne kommerzielle Produkte baut. Also ich bin immer schon, ich mag auch den wirtschaftlichen Aspekt, bin aber auch fester Überzeugung, dass ohne das Verständnis von Menschen dahinter, der das Produkt auch nutzen soll, jede Technologie scheitern wird. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir im Produktmanagement auch uns immer wieder in die Schuhe des Nutzers versetzen müssen, also ganz viel Empathie haben müssen.

Und deswegen finde ich so diesen Zweiklang eigentlich ganz schön. wirtschaftliches Aspekt, aber auch das Menschliche. Und deswegen fühle ich mich in dieser Zunft auch sehr wohl und freue mich, dass ich da irgendwie so im Laufe der Karriere eigentlich so fast ungewollt reingeschlittert bin, würde ich fast sagen. Also ich bin nach dem Studium eher war ich so im Online-Marketing, Business Development unterwegs und bin erst bei Xing so richtig ins Produktmanagement reingekommen. War aber, um diese Frage vorwegzunehmen, deswegen schon seit Studium an immer im Digitalumfeld unterwegs. Also ich kenne es fast nicht. fast nicht anders.

Ja, cool. Ich glaube, das geht vielen heutzutage so. Und die, die es anders gelernt haben, müssen lernen, wie es digital geht. Ich habe jetzt zwei unterschiedliche Richtungen. Ich weiß, ich bin gerade unentschlossen, in welche Richtung ich anfangen soll. Also du hast gesagt Produktmanagement. Und ich würde gerne noch ganz kurz fragen, ob du zu dem Vortrag auf der MTP einfach noch ein paar Worte sagen magst, weil ich habe schon einige Interviews geführt, wo es auch um Produktmanagement gab, aber den Aspekt, den du gesagt hast, den fand ich wichtig und den hatten wir im Podcast noch nicht.

Kann ich gerne sagen. Ich versuche das mal so in der Nutshell irgendwie zusammenzufassen. Also mich hat das so ein bisschen mal umgetrieben die letzten Jahre, dass ich gedacht habe, verstehen wir eigentlich wirklich die Nutzer, die da draußen sind oder wie leicht passiert es uns, dass wir immer nur von uns selber kommen und eben diesem Umfeld, in dem wir einfach stecken und wo wir sozialisiert wurden und glauben, deswegen tickt ein Nutzer so. Und ich glaube, dass wir da oft eben falsch liegen, weil wir Dinge durch diesen Unconscious Bias zum Beispiel, den wir in uns tragen, einfach falsch interpretieren oder von vornherein da irgendwie anders drauf schauen. Und meine Hypothese wäre, dass es uns enorm helfen würde in dieser Zeit von Digitalisierung und Globalisierung, dass wir uns immer mehr so aufstellen wie ein Repräsentant der Nutzer da draußen.

Also dass man sich sehr viel Mühe gibt zu verstehen, wer ist denn der Nutzer wirklich? Und das auch nicht nur rein auf soziodemografischen Kriterien, sondern auch von Persönlichkeitsstrukturen und wie tickt der? Und dass wir versuchen, als das Team, was versucht, eine Lösung zu entwickeln für diesen Nutzer, dem Nutzer möglichst ähnlich werden. Also um diese Vorurteile und dieses einseitige Denken da auch irgendwie rauszubekommen. Und mein Pitch bei der MTP war, dass ich glaube, dass das letztendlich auch zum Unternehmenserfolg beitragen wird und dass die Diskussion verändern würde. Wir reden ja im Moment viel über Diversity und zum Beispiel Frauen in Führungspositionen und in der IT. Immer aus diesen Gesichtspunkten der Gerechtigkeit, Gleichstellung und dass das einfach nur ein Thema von Fairness ist.

Und ich glaube, dass es aber auch ein Thema von Erfolg ist. Und dass, wenn die Firmen es schaffen, sich vielfältiger aufzustellen und damit ihre Nutzer besser repräsentieren, sie auch bessere Produkte bauen, die dann langfristig erfolgreicher sind. So und den Pitch habe ich da versucht zu machen, also so ein bisschen ein, auch dieses Thema, lass uns auf den Menschen gucken und den nicht so schnell in Schubladen stecken, sondern in seiner Vielfältigkeit begreifen und dann versuchen etwas zu finden, was der gemeinsame Nenner ist für diesen Kunden. Genau, dass es uns leichter fällt, wenn wir dabei selber ein bisschen durchmischter sind, als jetzt eben, was leider heutzutage viel ist, dass in den, gerade Entwickler und in den technischen Unternehmen, wenn man es mal auf den Punkt bringt, viele weiße Männer arbeiten.

Das sieht man auch in Amerika ganz stark, dass zum Beispiel die schwarze Bevölkerung da sehr unterrepräsentiert ist oder auch Hispanic Population. Jetzt habe ich den Talken Englischen im Kopf. Und halt auch Frauen. Es gibt nicht so viele von uns, die gerade im Internet oder in Tech-heavy Firmen unterwegs sind. Und ich glaube, das müssen wir ändern, weil das sonst gesellschaftliche Implikationen auch hätte langfristig.

Ja, gerade bei den Produkten, die ja halt immer digitaler werden. Ja, sehe ich genauso. Wir haben uns ja im Anschluss an deinen Vortrag da nochmal zum Mittag getroffen und das vertieft. Ich kann dazu jetzt eine lustige Anekdote noch erzählen. Wir haben gerade einen Initiativbewerber bei uns gehabt. Lionizers, wir sind ja klein. Wir sind jetzt sechs Leute. Und wir haben aber momentan eine Frauenquote von 50 Prozent. Und dieser Bewerber hat, glaube ich, sich ernsthaft gefragt, ob er hier wirklich eine Softwarefirma ist. Der fand das ganz merkwürdig. Ja, also ich glaube nicht, dass er das schlecht fand. Aber ich glaube, er hat einfach mit so einer klassischen, modernen Softwarebude gerechnet, wo dann, wenn da sechs Leute arbeiten, sechs Mitte 20- bis Mitte 30-jährige Männer sitzen.

Ja. Aber umso schöner, also ich finde es ja toll, dass es Firmen gibt, die das auch ganz bewusst leben. Es ist ja oft auch gar nichts, was jemand absichtlich so macht. Aber das passiert auch im Hiringprozess oder so. Wenn man da keinen Fokus drauf legt, dann holt man halt immer die gleichen Leute rein. Also dieses Minimi-Syndrom und das passiert ja ganz unterbewusst. Ich habe neulich, ich war ganz geschockt, ich hatte auch ein Seminar zum Thema Unconscious Bias. Und die Theorie war mir schon bewusst, zu sagen, dass eben ganz viel im Unterbewusstsein passiert. Aber es gibt einen Test, den man machen kann, so eine Harvard-Seite, wo man das mal selber abtestet für sich selbst. Und ich habe das natürlich mal gemacht, einfach aus Interesse.

Und dabei kam raus, dass auch ich ein Unconscious Bias habe auf diesem Thema Männer, dass ich auch Männer stärker mit Karriere assoziiere und Frauen stärker mit Familie, obwohl ich es jetzt in meinem eigenen Leben anders lebe. Das heißt, man kann also auch bewusst eine Entscheidung treffen und Werte haben, aber wir sind trotzdem alle so sozialisiert, das prägt uns einfach wahnsinnig. Und es ist eben dieses sich bewusst machen überhaupt und es auch verändern wollen, was da wichtig ist.

Ja, kann ich mir gut vorstellen. Also in unserem Fall ist es ja auch nicht so, dass ich jetzt eine Quote gesetzt habe. Es ist einfach nur so, es passiert einfach. In unserem Fall liegt es auch daran, dass Rikke halt mit Gesellschafterin und Geschäftsführerin ist. Und von daher sind wir einfach als Führungsduo schon, also wir bilden die Quote schon einfach ab, weil wir als Familie die Firma gegründet haben. Super. Ja, okay, die andere Frage, die ich stellen wollte, also ich finde das total spannend und ich finde das total cool und ich gucke aus dem Blickwinkel auch ein bisschen interessiert auf, jetzt speziell auf Hallo Freelancer, wie sich das im Vergleich zu anderen Plattformen vielleicht so darstellt.

Ich finde das total gut. Ja, eigentlich reden wir über Digitalisierung. Und jetzt ist Xing ja eine digitale Plattform, die Professor des Netzwerks digitalisiert.

In ihrer DNA hat quasi. Ja, genau.

Ja, magst du da ein bisschen erzählen, was denkst du, wie wirkt die Digitalisierung auf Xing oder umgekehrt?

Also das ist immer spannend eben bei Firmen, die von vornherein digital waren. Die Digitalisierung implizierte immer, das musste sich da erst hin entwickeln. Und Xing war ja nun, gibt ja zwar auch schon 15 Jahre, aber von vornherein digital. Nichtsdestotrotz passieren ja in der Firma auch nochmal Dinge, wo Digitalisierung voranschreitet. Also etwas, was ich persönlich jetzt in meiner Zeit bei Xing am stärksten gemerkt habe, ist jetzt gar nicht so sehr, dass unser Geschäftsmodell ist halt digital, aber unsere Arbeitsprozesse, also was ja eigentlich passiert und das ist mit diesem Diversity-Thema sogar ganz relativ eng nah beieinander. Also wir haben eben im Moment nicht so viele Leute, die sich schon gut mit Digitalisierung auskennen und Entwickler sind Mangelware.

Das heißt, der Arbeitsmarkt dreht sich ja eben Richtung so einem Arbeitnehmermarkt. Das heißt, Xing hat auch schon länger Probleme, gute Leute einfach nur in Hamburg und Umfeld zu finden. Das heißt, über die Jahre haben wir uns immer weiter nach draußen gewagt, hatten dann schon mal einen Entwicklungsstandort in Barcelona. haben wir immer noch in München etc., Schweiz, Österreich und so. Und haben jetzt in Porto noch einen aufgemacht. Valencia kommt bald dazu. Also wir gucken jetzt überall, wo wir Talente finden können. Und das bringt dann aber solche Hürden mit sich. Und das hat viel mit Kollaboration zu tun, finde ich. Also zum einen mal so technische Hürden. Wie kann man eigentlich gut sich mit diesen Remote-Standorten immer vernetzen, dass man also auch gut kommunizieren kann.

und dann aber das größere Problem, das Inhaltliche. Also dass man, klar, wenn du an andere Standorte gehst, dann wirst du da auch Leute haben, die entweder dort aufgewachsen sind oder auch international zugezogen sind. Also ich hatte ja mal ein Entwicklungsteam, durfte mit Leuten aus Barcelona zusammenarbeiten und das Team war komplett durchmischt. Das war jetzt also nicht nur Spanier, das waren sogar noch weniger Spanier, da waren dann auch viele aus Polen und aus den USA und England und China und überall. Und dann musst du ja erstmal, wie arbeitest du denn jetzt miteinander? Und das habe ich schon stark bei Xing immer erlebt, wie wir das schon seit Jahren versuchen, irgendwie gut hinzukriegen.

Also diese Remote-Standorte anzubinden, ihnen auch das Gefühl von einer Heimat zu schaffen, zu sagen, das ist aber ein Produkt, was aber eigentlich für den Dachmarkt entwickelt wird und nicht in Spanien, das ist halt nicht besonders groß. Also wie schafft man Identifikation mit einem Produkt und einem Nutzer, wo man nicht vor Ort ist? und wie schafft man es auch, eine Kultur zu prägen und gut miteinander zu arbeiten, wenn man eben so ganz unterschiedlicher Herkunft ist. Und das ist so ein bisschen so eine Kaskade. Und für mich war das jetzt auch ein starkes Zeichen der Digitalisierung, dass man einfach mit Leuten von der ganzen Welt zusammenarbeiten kann. Aber das funktioniert halt nicht einfach so, sondern das muss mit gefördert werden und gestützt werden.

Aber das ist so eine Nuss, finde ich, an der sind wir auch immer noch dran. Ich glaube, so auf den reinen digitalen, oder du hast ja schon gesagt, also Digitalisierung ist ja so ein inflationärer Begriff, das sehe ich auch so. Also da mischt man ja immer alles Mögliche drunter. Wenn ich jetzt so das Thema Agile da auch so drunter packen würde, ist Xing schon so lange da dran, wie ich bei Xing bin. Das sind schon acht Jahre, was irgendwie verrückt ist. Und haben uns damals von Marty Kagan beraten lassen, der ja nun irgendwie mittlerweile zum Guru der Produktwelt sich hinentwickelt hat. Und insofern ist das schon sehr in unserer DNA, also wie man miteinander, wie man arbeitet in interdisziplinären Teams.

Und also da folgen wir so den Regeln und sind da im Scrum und Kanban-Umfeld unterwegs.

Jetzt habt ihr ja alleine in Hamburg schon mehrere Standorte. Das alleine ist ja schon eine Challenge. Also ich meine, es gibt diese Statistik, dass Leute nicht mehr miteinander reden, wenn sie 30 Meter auseinandersitzen. Alleine zwei Standorte, also ich weiß nicht, wie weit ist das zum Gänsemarkt, 300, 400 Meter, das ist wahrscheinlich wie eine andere Welt. Also macht hier keinen Unterschied, ob die in Spanien oder im Gänsemarkt sitzen.

Das kann ich total unterschreiben, ja.

Was sind da eure Best Practices? Also das Problem haben ja sicherlich die meisten der Leute, die hier zuhören. Alle, die irgendwo über ihre 20 Leute hinausgewachsen sind, mögen das Problem haben. Was macht ihr, um das gut zu machen?

Also ich glaube, man kommt um Face-to-Face-Kontakt nicht drum herum. Das ist das eine. Also wir ermöglichen es schon auch den Teams, die remote arbeiten, sich öfter zu sehen. Also dass man zum Beispiel regelmäßig, also alle, ich glaube mittlerweile fliegen die Leute so alle vier bis sechs Wochen mal zum Beispiel zu einem Standort wie Barcelona, weil das ist schon eine Qualität, die das reinbringt. Also ich habe das selber immer gemerkt als PO, wenn ich dann mal da war, dann irgendwie hat man dann auch gleich wieder so ein ganz anderes Gemeinschaftsgefühl gehabt. Und das hatte noch so nachgehalten so ein paar Wochen und dann fing das wieder so an zu bröckeln. Und man dachte, boah, das ist ja verrückt.

Also ich glaube, es gibt nicht so das Patentrezept, wir ersetzen das durch einen Screen. Das macht es natürlich schwieriger für Teams, die jetzt ganz weit weg sind und Zeitzonen auseinander und so weiter und so fort. Aber ich glaube, wenn man, je nachdem auch wie man arbeiten möchte, wenn man eng miteinander arbeiten möchte und möchte, dass Leute alle verstehen, warum man etwas tut und so eine Motivation daraus zieht, dann geht ohne Face-to-Face glaube ich nicht. Genauso wie jetzt hier in Hamburg, wir gehen auch zu gewissen Meetings dann rüber. Jetzt ist es noch leichter, eine Zeit lang saßen wir am Ballendamm, da war es dann nochmal irgendwie länger zu latschen. Also das ersetzt es nicht. Die Qualität ist einfach eine andere Face-to-Face.

Ansonsten kann man halt nur versuchen, ganz viel über kleine Kanäle und Tweaks dieses Gefühl zu erzeugen, dass man da nicht so abgeschieden ist. Also das eine ist natürlich, wir sitzen jetzt in einem Raum, kann natürlich keiner sehen hier mit einem schönen Videoconferenz-System. Die werden ja immer besser, sodass du schon fast das Gefühl hast, jemand ist mit im Raum und solange du die gut verstehen kannst. Und wir haben das auch mal gelöst über eine Software, auf dessen Namen ich jetzt nicht komme, aber da kannst du zum Beispiel so eine Landschaft auswählen und dann ist da irgendwie ein Boot und dann sind da irgendwie so verschiedene Räume und so. Und dann siehst du immer, wer gerade wo sitzt. Also die Leute suchen sich dann quasi einen virtuellen Raum und du kannst auch sehen, ist der gerade ansprechbar oder nicht.

Und wenn ja, dann kannst du mal kurz zusammen in den Raum gehen. Also das hört sich so verspielt an, aber es hat für die Leute, es war zumindest das Feedback, echt einen Unterschied gemacht, alleine mal transparent zu sehen, ob jemand gerade online ist, verfügbar ist, nicht da ist oder sich kurze Updates zu geben, ich gehe jetzt zum Lunch oder nicht. und also so diese ganz rege Austausch. Man muss irgendwie die Barriere runternehmen, dass dieser Kontakt ganz einfach ist. Also es muss so sein können, also diese, was hast du, 30 Meter? Also das muss sich so ähnlich anfühlen, wie ich kann jetzt auch über einen Messenger oder irgendein anderes Produkt so schnell diese Distanz überbrücken, weil sonst wird die Mauer echt hoch.

Das ist meine Wahrnehmung.

Ja, macht Sinn. Ich habe ein ähnliches Tool mal ausprobiert. Es war einfach noch totale Beta. Das war auch so, dass man im Prinzip ein Büro nachbilden konnte mit Räumen. Und wenn ich mich virtuell in einen dieser Räume gesetzt habe, dann hat der PC im Prinzip Lautsprecher-Mikrofon für diesen Raum sozusagen freigegeben. Also wenn jemand anders in diesem Raum war, dann konnte ich einfach von mich hin erzählen. Und das hat der andere so gehört, als ob wir real in einem Raum wären. Und wenn ich virtuell diesen Raum verlassen habe, dann habe ich halt den Flur vollgenabert. Okay. So, und also war irgendwie ganz cool, hat aber unheimlich Ressourcen gefressen und es war nicht nutzbar. Weil die Idee war ja ähnlich.

Ich weiß nicht, ob du gesehen hast, was Facebook jetzt bald launchen will. Das heißt, wer ist das jetzt wieder? Facebook Portal oder Facebook... So eine Art. Also es sieht aus wie so ein... Das ist auch eine Hardware. Das eine ist iPad-Größe, das andere ein bisschen größer. und das stellst du dir irgendwo hin und die Idee ist, also diese Kamera wandert mit dir mit. Das heißt, du kannst also, wir haben das Szenario auch, ein Mann, der aus Südafrika kommt, das heißt, wir telefonieren ja öfter per Skype mit den Großeltern und das ist immer furchtbar, wenn das Kind irgendwo rumläuft und ständig ist sie aus dem Bild und man dreht immer den Laptop links und rechts und dann so und das Gefühl ist immer so, nee, wir sind getrennt voneinander und mein Verständnis von diesen Facebook-Pitches, das wollen die auflösen, sodass man immer mehr dieses Separiertheitsgefühl verliert, sondern sagen kann, es wäre so, als wären wir in einem Raum.

Ich kann nicht so mit meinen Augen verfolgen, ich kann nicht, die blören dann auch so die Hintergrundgeräusche aus, sodass das wirklich auf die Stimme fokussiert ist und das soll einfach Nähe schaffen. Und ich glaube, solche Trends wird es immer mehr geben.

Wenn ich jetzt nicht Facebook hinterstecken würde, würde ich das richtig gut finden.

Ja, es geht dann auch nur mit dem Messenger.

Wahrscheinlich. Messenger-Kontakt. Ja, dann schließt das nicht leider aus.

Ja? Bist du ein?

Ja, ich habe da zwar so einen Account, aber nicht aktiv. Nicht aktiv. Nee, aber cool. Aber also finde ich, macht total Sinn. Und also das mit dem alle vier bis sechs Wochen fliegen, habe ich auch aus unterschiedlichen Quellen genauso bestätigt bekommen. Also ich habe mal den Finn Plotz interviewt, der sehr, sehr jung sein erstes Unternehmen gegründet hat. Und der Titel von diesem Interview war, wie gründet ein Digital Native. Und der hat auch gesagt, er fährt lieber 3 Stunden mit dem Auto irgendwo hin, um mit Leuten persönlich zu reden, als das online zu machen. Obwohl der halt geboren wurde, als es, ich tue ihm jetzt Unrecht, aber im Prinzip gab es Facebook und Twitter schon, als die auf die Welt kamen.

Um es blöd zu sagen.

Ja, und sich auch mal länger Zeit zu nehmen, also für wichtige Workshops oder dann auch mal rauszugehen und sich auch persönlicher noch ein bisschen kennenzulernen. Also alles, was man face-to-face aufbauen kann, an Beziehungen auch, das hilft einem dann wieder, wenn man durch so ein Screen getrennt ist. Weil sonst kann man das immer schwer, also mir ist es auch mal total schwer gefallen, wenn das Team dann im Stand-up war und ich dachte so, ist der jetzt genervt oder findet der das jetzt doof? Also so Tonalitäten und Gesichtsausdrücke und so, du versuchst dann ja alles zu interpretieren und reinzulesen und das wird ungeheuer schwer. Das heißt, du musst irgendwie einen Effort machen, diese Leute persönlich kennenzulernen, damit du dann auch gut remote arbeiten kannst.

Ja. Ja, und andersrum finde ich das total schwer, wenn ich remote teilnehme an so etwas. So, und ich stehe halt nicht in der Runde, sondern ich habe dann nur mein Telefon in der Hand. Ich bin innerlich nie so dabei, wie wenn ich im Raum stehe. Also man muss sich wirklich viel mehr bemühen, genauso am Stand-up teilzunehmen, wie man das im realen Leben tun würde. Ich würde ja auch nicht nebenbei E-Mails checken und noch sonst was machen, wenn ich in einem Stand-Up stehe.

Ja, das stimmt. Das ist keine ungeteilte Aufmerksamkeit, die man dann... Ja, das stimmt.

Dann würde mich jetzt interessieren, wie das mit zum Beispiel Hallo Freelancer, aber auch mit der Xing-Plattform generell, also wie ihr das kombiniert. Also letztendlich Netzwerken ist so alt wie die Menschheit. Digitales Netzwerken, ihr bildet ja dieses analoge Netzwerken irgendwie digital ab. Das heißt aber, im Prinzip genau die Themen, die wir gerade hatten, irgendwie fallen die da auch runter. Also Kontakte sind irgendwie unverbindlicher, man hat Leute, die einen voll spammen können, im realen Leben würde ich denen gar nicht die Tür aufmachen und so weiter. Andersrum hat es ja unbestreitbare Mehrwerte. Und also auch dieses Hallo Freelancer, wo du jetzt daran arbeitest. Also ich sehe da ganz viel Potenzial.

Die Frage ist, wie löst dir das? Oder siehst du die Probleme da auch?

Also ich habe mich natürlich im Vorfeld mal gedacht, wenn du mir jetzt die Frage stellst, was ist denn Digitalisierung? und so, was sagt man denn darauf? Und ich komme gleich nochmal auf Xing und so zurück, aber es passt vielleicht da ganz gut dazu. Ich habe irgendwie auch gedacht, es ist ja ein Buzzword und ich glaube, es macht auch dadurch vielen Leuten ein bisschen Angst, ein bisschen zu viel Respekt vielleicht und irgendwie ist es ja, du meintest auch gerade schon, Netzwerken hat man auch schon vor zig Jahren gemacht. Selbst in der Bibel steht irgendwo so ein Satz, there's nothing new under the sun. Also manchmal, glaube ich, würde es uns so ein bisschen mehr Gelassenheit in diesem Sinne guttun, zu sagen, ja, das ist ein anderer Weg.

Aber für mich ist Digitalisierung eigentlich nur etwas, was Bedürfnisse, die schon immer da waren, die meisten davon zumindest, einfach irgendwie schneller wahrscheinlich befriedigen kann oder über eine andere Reichweite. Also beim drüber nachdenken waren es für mich oft zwei Punkte, die das verändert. Und das ist eben Schnelligkeit, Effizienz, kann man vielleicht auch sagen, und Reichweite eben. Und deswegen glaube ich manchmal, dass Leute, die einfach eben nicht wie wir Digital Natives aufgewachsen sind, die können sich auch manchmal mehr, können noch mehr Vertrauen haben in ihr Urverständnis, in was haben wir Menschen denn für Bedürfnisse. Denn die ändern sich nicht so fundamental, sondern es ist dann eher zu gucken, wie es werden neue Mittel und Wege gefunden, um diese eben schneller zu befriedigen oder auf eine andere, ein bisschen andere Art und Weise. Aber wenn man so eine andere Flughöhe einnimmt, ist das vielleicht nicht mehr so dieses Schreckgespenst der Digitalisierung, weißt du?

Und klar muss man sich ein paar schlaue Köpfe reinholen, die vielleicht auch immer irgendwie den Puls der Zeit im Blick haben und irgendwie wissen, ah, diese Technologie, genau die können wir doch so einsetzen, weil das weiß man jetzt auch als Non-Techie nicht. Aber ansonsten ist da, glaube ich, ganz viel, worauf wir uns auch berufen können, was wir kennen. Und jetzt auf Xing bezogen oder mir fällt es ein bisschen leichter, jetzt dieses Freelancer-Thema aufzugreifen. Ist es das eben auch, also was wir planen, ist es den Firmen und den Freelancern, einmal diese Suche nacheinander einfach mal einfacher und schneller zu gestalten. Weil wie funktioniert das heute? Also Freelancer sind oft so in irgendwelchen Excel-Listen versauern bei den Firmen und der eine hat noch irgendwie in einer Schublade oder noch in irgendeinem anderen Tool oder so einem schönen Rollerdecks.

So, und dann ist immer so die Frage, da kannten wir doch mal wen, wie hieß denn der Peter, wo ist denn der jetzt? Und dann, es gibt da so kein zentrales System in der Regel, wo diese Leute zu finden sind. Und wenn es da mal so eine Wahrheit gäbe, wo auch alle Kollegen in einer Firma reingucken können, um mal zu sehen, aha, siehst du, so, das war der doch. Und oh, guck mal, der ist aber gerade hier irgendwie bei jemand anders gebucht oder angefragt. Oder, oh, das ist ein Tagessatz, das ist jetzt vielleicht zu hoch. Also überhaupt mal diese Informationen transparent zu haben und kollaborativ verfügbar, ist etwas, was das einfach schneller machen wird. Der Prozess ist, ich brauche einen Freelancer und am Ende muss ich ihn irgendwie kontaktieren und ganz am Ende entscheidet immer noch irgendwie die persönliche Präferenz, weil auch bei Freelancern ist das wie bei Arbeitnehmern.

Meistens holt man nur jemanden, wo man auch ein gutes persönliches Gefühl hat und da findet dann schon nochmal ein Gespräch statt. Oder eben man holt sich diese Rücksicherung über jemand anderen. Auch ein ganz altbewährtes Prinzip, so im Sinne von, kann ich dieser Person vertrauen? Naja, kenne ich nicht, aber vielleicht, wenn ich jemanden finde, der den kennt und ich vertraue dem, dann kann ich das ja so übereck. So ein bisschen wie, ich muss mich daran erinnern, als meine Tochter in der Kita-Eingewöhnung war, da hat die Erzieherin zu mir gesagt, also die ersten Tage reden nur wir miteinander, damit ihre Tochter merkt, die Mama vertraut der Erzieherin. Das ist ein ganz wichtiges Fundament. Deswegen können Kinder anfangen, jemand Fremden zu vertrauen, weil sie sehen, aha, okay, Mama, das scheint ein guter Weib zu sein.

Ja, das stimmt schon irgendwie total. Und es ist auch so, wie es heute oft funktioniert, wenn ich einen Freelancer, ich habe es selber auch schon öfter, ich hatte viele UX-Freelancer, die ich in den letzten zwei Jahren suchen musste. Und dann habe ich mal jemanden gefunden. Und wenn ich dann rausfinde, der kennt aber den, frag doch mal, hatte ich sofort ein viel besseres Gefühl zu sagen, okay, wenn der sagt, der taugt was, dann ist okay. Und genau sowas können wir über Hallo Freelancer oder auch Xing einfach auch transparenter machen. Das ist im Moment so ein bisschen das Zufallsprinzip, weil ich mal jemanden gefragt habe und der hat mir dann beim Lunch erzählt, so ja, ja, frag doch mal den. Aber das ist für mich so eigentlich ein altbewährtes Prinzip, digital transparent machen.

Also ich finde, oft ist es ja einfach Informationen zugänglicher machen für alle und sichtbar machen. Und wenn ich nämlich sehe, dass die schon verbunden sind über Xing, kann ich da ja direkt anfragen und mir diese Sicherheit holen. Und für einen Freelancer hilft das genauso, wenn er weiß, ach, mein Kollege war schon mal bei der Firma, der will ja auch irgendwie ein gutes, spannendes Projekt machen. Als Freelancer will er sich auch rückversichern letztendlich. Und das ist so der Grundgedanke. Also wie können wir diesen Prozess schneller, effizienter gestalten, aber auch menschlicher? Also das Wichtige, was da ist, diese Verbindung, die Leute haben und das Vertrauen, was sie ineinander haben, irgendwie transparenter zu machen.

Ja, das ist plausibel. Also ich habe ganz am Anfang mich gefragt, wie das zum Beispiel gegen Gulb oder Freelance.de oder sowas abgegrenzt wäre, aber das sind ja reine Projektmarktplätze. Also da gehe ich ja hin, um ein Projekt zu finden oder ich gehe da hin, um einen Freelancer zu finden. Aber die bieten mir genau nicht dieses Vertrauen. Das heißt, das ist im Prinzip der Unterschied, den ihr da einbaut.

Also Galp wird ja als Mittelmann aktiv. Also gut, Personaldienstleister oder so sind auch natürlich ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell. Aber das ist so ein bisschen wie stille Posten. In der Mitte geht immer noch mal irgendwas verloren, so mein Gefühl. und was wir öfter hören von den Freelancern ist, dann kriege ich so Anfragen, die passen überhaupt nicht. Der Mensch, der mich da gerade angerufen hat, der hat überhaupt keine Ahnung von Ruby on Rails oder was auch immer.

Man kennt den Unterschied zwischen Java und JavaScript nicht.

Genau, sowas. Und dann sind die ständig in so einem Aussortieren und man muss ja trotzdem nochmal ein Nein sagen und so, man will sich da auch nicht total vergraulen. Und ich glaube, dass dieser Mittelmann nicht unbedingt Not tut, sondern dass, also im Endeffekt wäre Xing natürlich auch ein Stück weit der Mittelmann, aber nur die technologische Plattform, die versucht, die eine Seite mit der anderen Seite zusammenzubringen und da zum einen natürlich über Qualifikationen gehen kann. Das können andere Plattformen aber auch, aber eben auch über das Netzwerk. Und zwar die soziale Nähe, die ich habe und weiß, wer schwimmt schon in diesem Kosmos. Und die meisten Leute suchen ja auch dann Regional-Freelancer.

Wenn man nicht nochmal, gut, wenn jetzt so ein Coach oder so für einen Tag anreist, den kann man vielleicht auch mal aus Wien anfliegen lassen. Aber jetzt, wenn ich mir hier einen Engineer für vier Monate oder so, der mit beim Team arbeiten soll, dann ist das ja in der Regel jemand hier aus dem Umfeld. Und die Projektmarktplätze, ja, das ist in der Tat so ein bisschen das alte Post-and-Pray-Modell, würde ich es nennen. Das haben wir auch im Angestelltenmarkt. Das ist so ein bisschen überholt, glaube ich, weil eben Arbeitnehmermarkt da ist. Das heißt, die sind nicht so, dass sie dann irgendwie stundenlang irgendwelche Postings durchlesen und sich von sich aus dann bewerben, sondern wir müssen irgendwie andere Wege finden, dass Firmen zu den Freelancern oder den Arbeitnehmern irgendwie kommen.

Von sich aus müssen die halt proaktiver werden als einfach nur, ich poste eine Stelle und dann kommt da schon irgendwas bei rum. Das ist im Projektmarkt nichts anderes, obwohl es da noch viel schneller gehen muss. Also Freelancer braucht man ja meist übermorgen. Während so ein Arbeitnehmer, da kann man ja auch schon mal ein paar Monate zu nur drauf warten, auf den Richtigen.

Jetzt frage ich mich gerade, Freelancer sind ja in der Regel Einzelpersonen. Das heißt, in der Regel sind Einzelpersonen, das heißt, da ist direkt der einzelne Mensch. Firmen sind ja am Ende auch nur eine Ansammlung von Menschen und MacBooks heutzutage. Aber wenn ich jetzt als Freelancer zu Xing gehen würde und ich sehe, ein Kumpel von mir hat auch mal als Freelancer bei Xing gearbeitet, kann sein, dass der in einer anderen Business Unit war und der hat da ein total cooles Erlebnis gehabt und ich würde auf diese andere Stelle gerade gar nicht passen. Und der nächste Schritt ist, wenn jetzt, weiß ich nicht, eine Firma sucht keinen Freelancer, sondern eine Agentur, weil sie ein größeres Projekt umsetzen will, wo ja auch am Ende immer zwei Menschen jeweils aus der einen und der anderen Firma zusammenkommen und sich irgendwo grün sein müssen.

Habt ihr da eine Lösung? Also jetzt weniger die Agenturschose, aber dieses Thema, die Firma, die einen Freelancer sucht, ist ja eigentlich auch ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen.

Also das Angebot richtig ist in der Tat an Einzelpersonen, nicht an Agenturen, weil da auch die Prozesse in der Regel anders sind. Mit so einem richtigen Pitch, da ist meist der Einkauf voll involviert, das geht über Wochen und so, da sind ganz andere Budgets auch nochmal im Spiel. Hier geht es wirklich so um Einzelfreelancer. Das Beispiel, was du sagst, das kann natürlich schon mal passieren. Der eine hat irgendwie eine super Erfahrung im Geschäftsbereich A und im Geschäftsbereich B findest du der andere dann total blöd. Das kann vielleicht schon mal passieren, obwohl ich glaube, dass meistens ja eine Kultur einer Firma sich schon irgendwie recht tiefgreifend durchsetzt. Das kann an verschiedenen Standorten mal ganz anders sein.

aber solange man irgendwie zeigt mit wem man da auch in Kontakt war, also das ist ja das eine, du kannst ja immer sagen der war bei der und der Firma aber du könntest ja sogar noch sagen hier über den und den Ansprechpartner oder in dem Geschäftsbereich und da muss man sich natürlich selber irgendwie Rückschlüsse ziehen können ob das jetzt vielleicht trotzdem spannend genug ist und ein Punkt den du noch ansprichst den wir auch wichtig finden, müssen wir nochmal gucken, wie wir den knacken, ist, dass man der Firma ein bisschen mehr Informationen up front aus der Tasche ziehen muss, aus der Nase ziehen muss, weil was ganz oft passiert heute im Prozess ist, der Freelancer kriegt einfach nur die Anfrage, hast du Zeit?

Und genau dann könnte er diese Entscheidung gar nicht treffen, weil er dann denkt, wofür denn? Also bei Xing gibt es ja auch ganz, Wenn wir jetzt einfach nur anfragen, willst du bei Xing als Freelancer sein, als Entwickler? Und da sagt er sich vielleicht auch so, ja, Data Science Team ist mal zehnmal spannender für mich, als, keine Ahnung, hier eine Migration von Pearl auf Ruby zu machen oder so. Und das passiert ihnen aber ganz oft wohl. Also das ist das, was wir im Research herausgefunden haben. Und das bringt dann Freelancer in so eine schwierige Situation. Weil wenn du dann später, nein, also sozusagen die Karte, ich habe keine Zeit, ist halt der einfachste Ausweg. Und wenn du vorher schon so grob Rahmenbedingungen kennst, dann fällt es viel leichter, schnell zu reagieren, zu sagen, ja, das wäre im Prinzip her spannend für mich oder nicht.

Und ich glaube, eine Firma kannst du dann immer eher kulturell als eines begreifen. Aber das Inhaltliche ist ja auch, was viele Freelancer sagen, die wollen sich auch weiterbilden. Das ist ja, wir wollen ja damit auch eine Art Lobby werden für den Freelancer. Die sind ja, die haben ja keinen People-Manager, der sich einmal im Jahr oder hoffentlich häufiger überlegt, wie er diese Person dann jetzt weiterentwickeln kann und was man noch für tolle Fortbildung machen könnte und so weiter. Sowas steht dem Freelancer ja nicht so uneingeschränkt zur Verfügung. Aber die haben oft klare Präferenzen, was sie dann eigentlich machen wollen. Und sich dann nicht für irgendwas buchen lassen, sondern schon das, was auch Spaß macht, ist dann wichtig.

Also deswegen müssen wir den Firmen da ein bisschen mehr vorab entlocken.

Und wenn ich das richtig verstehe, soll das aber so sein, dass die Firma direkt auf die Leute, auf die Freelancer zugeht. Weil also jetzt war ich ja auch lange Freelancer, bevor ich die Lionizers mitgegründet habe. Und ich habe in der Regel drei Anfragen von irgendwelchen Rekrutern pro Tag bekommen. Und da wusste ich ja, gut, wenn man ein bisschen dabei ist, weiß man schon, wer da am Ende hinter steckt, aber das heißt ja immer nur für einen renommierten Kunden aus Tralala suche ich. So und dann weiß man auch, je nachdem von wie vielen Leuten man die gleiche Anfrage am Tag kriegt, ist die Firma größer oder kleiner. Aber damit haben die Freelancer ja heute auf dem Weg noch viel weniger Informationen, als nur die Frage hat man Zeit.

dann steht da zwar vielleicht drin, welche Technologie und wie lange und ich weiß am Ende trotzdem nicht, ist das Xing oder wer die Verpasst.

Ja, das stimmt. Und genau das, ich glaube, dass die Firmen, die würden eigentlich auch gerne direkt in den Austausch gehen, aber wann schalten sie denn die Personalvermittler ein? Wenn eben die Zeit drängt und wenn der bestehende Prozess, dass ich telefoniere die jetzt alle durch, einfach zu viel Zeit frisst und dann lagere ich das halt aus. weil in der Regel sind wir vielleicht als Menschen auch irgendwie dann einfach bequem, würde ich mal sagen, weil es ist dann ja irgendwie nicht mein Geld, wenn ich da irgendwie in einer Firma sitze und ich habe halt Budget für einen Personalentwickler, Personalberater, sorry, und der schickt mir dann ja halt fünf Profile und dann muss ich mir ja die Arbeit nicht machen.

Wenn wir es schaffen, diesen Prozess so schnell zu machen, dass das nicht nötig wäre, glaube ich, würden viele Firmen auch gerne den Weg direkt gehen. Und deswegen ist da kommt wieder das digitale Effiziente mit rein, wenn wir es schaffen, da das Telefon so ein bisschen aus der Telefon und Excel so ein bisschen zu verdrängen und zu sagen, diese Anfragen, die passieren eben rein digital über irgendein Messaging-System. der Freelancer kann auch leichtgewichtig antworten, anhand von gewissen, weil er aber auch schon die Situation als Projekt einschätzen kann, dann würde die Firma ja ziemlich schnell Rücklauf kriegen und hängt nicht immer irgendwo und versucht ewig jemanden zu erreichen. Aber das ist das Spiel, in dem wir sind und wo man auch erstmal Bestehendes hinterfragen muss, verändern muss. Das ist ja auch der Prozess, der manchmal ein bisschen dauern kann. Gerade im B2B-Umfeld.

Das merkt man schon. Ich habe bei Xing fast, das ist mir neulich so aufgefallen, öfter, also stärker auf B2B-Produkten gearbeitet als auf B2C-Produkten. Und gerade in Firmen ist es halt oft nicht ganz so schnell. So eine HR-Abteilung, die sich da erstmal irgendwie umstellen muss in ihrem System oder wo dann immer noch der AI8 läuft oder sowas. Da ist es auch schwieriger, solche Veränderungen durchzuführen. Da müssen ganz viele mitgenommen werden, Prozesse umgeändert werden. Und wer entscheidet jetzt? Und wer hat das Budget? Da ist man manchmal nicht ganz so schnell wie jetzt mit einem Endconsumer-Produkt unterwegs.

Ja, das stimmt wohl. Andersrum ist das, glaube ich, da habe ich jetzt wirklich einfach viel persönliche Erfahrung. Das ist ein Thema, das ist total spannend und total wichtig. Also ich glaube, wenn das erstmal gut läuft, dann werden die Freelancer das so annehmen, dass die Firmen da einfach mitspringen müssen. Glaube ich schon. Ich habe, das ist schon drei, vier Jahre her, habe ich mal so ein bisschen nach Produktideen gesucht und einfach Zielgruppen recherchiert. Also jeweils so 200, 300 Leute angefragt und was ist euer größtes Problem? und habe unter anderem versucht, für Freelancer ein Produkt zu bauen. Ich habe also irgendwie 300, 400 Software-Freelancer aus Hamburg angeschrieben und gefragt, wenn ich euch über Nacht einen Wunsch erfüllen könnte, was müsste ich tun?

Da kam wirklich 99% Antwort, schaff mir diese Hettern da vom Hals. Also, ich glaube, ihr seid da an was Gutem dran.

Doch, also Und wir glauben das auch, also wir haben das, der Research war ziemlich deutlich auch und das deckte sich, was auch schön war so in dem, in so einem Akquisitionsprozess jetzt mit Asap Industries, da merkt man ja auch, da tastet man sich ja am Anfang so ein bisschen an der ran und dann guckt man mal, man erzählt schon mal, was habt ihr denn so gelernt oder wie seht ihr denn die Dinge und so. Und da haben wir schnell gemerkt, dass wir da auch sehr, sehr ähnliche Erfahrungen haben und ähnlich drauf schauen auf eben diese Probleme. Da gibt es reelle Probleme, die man lösen kann. Und das ist ja so für mich als Produktmensch das Schönste, was es geben kann. Also andersrum, das ist schlimmer, als wenn jemand sagt, ich habe da überhaupt kein Problem.

Dann sitzt du da und denkst so, ja, und jetzt? Oder man sagt so, ja, ist schön, aber ich weiß überhaupt nicht, was ich damit anfangen soll. Und ich glaube schon, dass wir hier eine echte Chance haben. mein Mann ist selber auch Freelancer also kann ich das gleich nochmal austesten ob ihm das auch was bringt

ja perfekt, wenn der sich abends nicht mehr über die Headhunter aufregt auf einmal neue Themen muss ich ausdenken ja, stimmt ja also ich glaube wir könnten uns jetzt noch ganz viel um Freelancer drehen, ich weiß aber nicht ja, wir sind ein bisschen abgedriffen, sorry ich weiß nicht, wie da ganz spannend ist für die Leute, die zuhören gestiegen sind. Aber ich glaube, wir haben auch das Thema Digitalisierung und Netzwerke eigentlich ganz gut beleuchtet. Also, ich fand das sehr spannend. Dann würde ich jetzt einfach zu meinen drei Abschlussfragen kommen. Falls du nicht noch irgendwas erzählen willst, wo ich keine Frage zugestellt habe.

Ich bundle es irgendwie in deine Abschlussfragen rein. Mal gucken, wie ich es da unterbringe.

Okay, ja. Schieß mal los. Dann. Ich habe eine Idee, was die Antwort sein könnte, aber was ist denn das nächste große Thema, das du im Zuge der Digitalisierung hier umsetzen willst?

Ja, genau. Also das haben wir damit, glaube ich, gerade beleuchtet. Das ist auf jeden Fall mein Thema für die nächsten paar Jahre und das ist was, was ich persönlich beeinflussen kann. Deswegen habe ich da natürlich wahnsinnig viel Bock drauf. Ja, Punkt.

Ich werde das auf jeden Fall alles verlinken. Also ich denke, alles, was man jetzt schon sehen kann, kann man hier in den Shownotes nachher auch sich dann angucken. Ja, super. Cool. Okay, vorletzte Frage. Hast du eine Quelle, die du gerne empfehlen möchtest, wie du dich irgendwie auf dem Laufenden hältst? Zu Digitalisierung im Weiteren.

Nein. Aber weißt du, wo ich das so sage? Das ist was, was mich selber schon so ein bisschen umgetrieben hat die letzten Jahre. Ich bin nicht so der Typ, der ständig Fachlektüren am Wochenende verschlingt oder jeden Tag Blogs liest. Und erst dachte ich immer so, ist das irgendwie ein Thema? Weil das muss man doch wollen. Und ich habe dann irgendwann für mich festgestellt, das ist völlig okay. Ich kann auch mit Leidenschaft in meinem Produktfeld unterwegs sein, ohne immer sozusagen den größten Trend bis ins Detail zu verstehen. Also zum Beispiel, ich habe mich immer noch nicht wirklich mit dem Blockchain beschäftigt oder so, aber ich vertraue da zum einen auf Leute um mich herum, die mir sonst irgendwie, wo dann irgendwie mal so ein, ey, jetzt ist es die Zeit reif, dass wir da irgendwie in diese Richtung denken.

Und ich glaube, es ist okay, dass das Leute sind, die da mit noch mehr Leidenschaft dabei sind, weil man muss ja immer gucken, was kostet Energie, was man so aufwendet und was kriegt man dafür zurück. Und ich habe für mich so festgestellt, ich bin eigentlich jemand, der eher Inspiration zieht aus fachfremderen Themen. Also ich lese gerne mal so ältere Klassiker oder so. Ich habe zum Beispiel Brave New World gerade nochmal gelesen oder Der kleine Prinz lese ich aktuell. Und ich finde, da kann man immer viel draus ziehen, wenn man wieder so aus dieses Thema von Empathie für Menschen und was sind so, da gibt es schon Dinge, die man transferieren kann. Oder politische Satire ist was, was mich auch sehr, also ich, in Amerika ist das, finde ich sehr, sehr stark.

Also so Dinge wie The Daily Show oder so, falls ihr das was sagt. Also mit solchen Dingen beschäftige ich mich eher. Ich bin dann immer eher auf so politischen, gesellschaftlichen Themen unterwegs und ziehe daraus aber Inspiration oder versuche auch manchmal so Brücken in meinem Kopf dann zu bauen. Aber ich könnte jetzt nicht die fünf Quellen sagen, wo man sich jetzt am besten über Digitalisierung nochmal aufschlauen könnte. Im Produktmanagement habe ich natürlich so die Klassiker auch gelesen und störe schon mal so ab und an in den relevantesten Blogs hier. Aber ich bin nicht die richtige Anlaufstelle für den Blog, von dem du noch nie gehört hast.

Okay, ich werde Brave New World verlinken. Auch ein schönes Buch. Okay, letzte Frage. Wen würdest du gerne mal in einer späteren Folge hier im Podcast hören, den ich unbedingt interviewen sollte?

Genau, da versuche ich jetzt mal in einen Punkt von ihm reinzubuddeln. Ich hatte nämlich so überlegt, was mir mal so in letzter Zeit für ein digitales Produkt untergekommen ist, was ich spannend fand. Und das ist ein Produkt namens GetSafe. Vielleicht kannst du da ja sogar mal jemanden von interviewen. Ich weiß gar nicht genau, wo die sitzen. Aber was die machen, die gehen in so eine traditionelle Branche wie die Versicherungsbranche und bieten sowas wie eine Standardhaftpflichtversicherung rein über eine mobile App an. Die haben zwar die Munich Re irgendwie hinter sich als Dienstleister, aber das Produkt, was du kaufst, ist komplett digital. Also alles läuft eben nur über die App. und dadurch, dass sie eben wahrscheinlich viele Kosten sparen im Vergleich zu klassischen Versicherern, die dann ihre Versicherungsagents in allen möglichen Städten haben, die dich dann nochmal beraten und mit zig verschiedenen Versionen zuballern, ermöglichen es dir dann als Versicherer oder Versicherter sogar einen Teil zu spenden.

Also wenn du deine Versicherung nicht nutzen musst in dem Jahr, hast kein Haftpflichtfall, dann kannst du einen Teil an eine Charity oder so deiner Wahl spenden. Und das finde ich spannend. Also warum fand ich die so gut? Weil ich glaube, das sind Firmen, die zum einen Dinge wieder transparenter machen. Also gerade so die Versicherungsbranche oder so. Da wirst du ja kirre, wenn du mal verstehen sollst, warum brauchst du jetzt das und das und mit welcher Absicherung. Und du weißt irgendwie nie so richtig, kann ich dem jetzt vertrauen, der mir jetzt gerade das da versucht zu verkaufen und das einfach mal zu simplifizieren, zu sagen, hier, wir haben dir ein gutes Paket geschnürt, da ist es. Und dann aber auch als westliche Firma trotzdem einen gesellschaftlichen Dienst leistet.

Also das ist nicht nur rein auf Profit und wie können wir irgendwie nach unserer Marge immer durch die Decke jagen, sondern ich glaube, dass so Firmen hier in unserem Raum da auch eine Verpflichtung haben, davon was zu teilen. Und solche Geschäftsmodelle würde ich mir mehr wünschen. und von so jemandem, der sich das überlegt hat, würde ich gerne mal einen Podcast hören.

Okay, sehr spannend. Ich gucke mal, wo die sitzen, ob ich die persönlich fürs Mikro kriege oder ob ich dafür doch ein digitales Tool verwende. Ja, vielleicht. Ja, cool, bin ich gespannt. Die hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Vielen Dank für den Clip. Gerne. Okay, ja, dann ganz vielen Dank für deine Zeit, für dein Wissen. Ich fand das sehr spannend.

Sehr gerne.

Okay, ja.

Danke fürs Vorbeikommen.

Ja, sehr gerne. Das war das 36. Interview Wege der Digitalisierung mit Mirja von Xing. Alles, was wir so genannt haben an Quellen und Links und so weiter, werde ich in den Shownotes verlinken auf wegederdigitalisierung.de. Wenn es euch gefallen hat, teilt das gerne auf Twitter oder Facebook oder Xing. Ja, unbedingt. Schreibt mir einen Kommentar, schreibt mir eine E-Mail, ruft mich an, wenn ihr dazu Fragen habt. Und ja, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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