E8116.09.2020
Was müssen wir heute wirklich lernen?
Im Gespräch: Karile Klug (Haba Digitalwerkstatt)

Worum es geht
Karile Klug spricht über digitales Lernen für Kinder und warum wir heute anders denken müssen.
Karile Klug ist Geschäftsführerin der Haba Digitalwerkstatt. Sie setzt sich für die Entwicklung von Zukunftskompetenzen bei Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren ein. Ihr Fokus liegt auf spielerischem Lernen mit Medien und Programmierung.
Die Digitalwerkstatt arbeitet eng mit Schulen und Lehrkräften zusammen. Sie bietet Workshops für Kinder, Eltern und Erzieher an und fördert lebenslanges Lernen. Der Ansatz basiert auf dem Prinzip von Build, Measure, Learn.
Digitalisierung definiert Klug nicht als Ziel, sondern als Prozess der Anpassung. Sie betont, dass Kinder heute nicht mehr Inhalte, sondern Denkweisen lernen müssen. Dabei spielt Voice als natürliche Kommunikationsform eine Rolle, die mit Daten und intelligenten Systemen verknüpft ist.
Klug sieht in der aktuellen Situation eine Herausforderung: Die Balance zwischen technischer Entwicklung und menschlicher Entwicklung. Sie plädiert für Empathie, Transparenz und die Einbeziehung aller Beteiligten, egal auf welchem Stand sie sind.
Ursprüngliche Shownotes 16.09.2020
Können Roboter denken? Gibt es das Internet auch im Weltraum? Und wo wohnt eigentlich Alexa? Kinder stellen solche Fragen – und die HABA Digitalwerkstatt hilft ihnen dabei, sich den Antworten darauf eigenständig zu nähern.
Die Digitalwerkstatt versteht sich selbst als einen kreativen Bildungs- und Erfahrungsraum, in dem Kinder zwischen 6 und 12 Jahren die digitale Welt spielerisch entdecken können und wichtige Kompetenzen im Umgang mit neuen Technologien entwickeln. Zudem werden Online- und Offline-Workshops für Familien, Lehrkräfte, Erzieher_innen und Unternehmen angeboten.
Ziel ist es laut der Unternehmenswebseite, „dass alle Kinder in Deutschland an unserer digitalisierten Gesellschaft teilhaben können – unabhängig von schulischen Angeboten, dem Know-how der Familien, individuellen Stärken oder etwaigen Beeinträchtigungen.“
Im Interview mit Nils berichtet Karile Klug, Geschäftsführerin der HABA Digitalwerkstatt, über das Konzept dahinter und erklärt, welche Dinge Kinder heute wirklich lernen sollten und warum es gar nicht schlimm ist, wenn Lehrer_innen auch nicht immer Antworten auf alle Fragen haben.
Zusammenarbeit mit Schulen als wesentliches Element
„Wir kümmern uns um Zukunftskompetenzen von Kinder, vermitteln Medienwissen und helfen ihnen dabei, erste Programmier-Erfahrungen zu sammeln“, bringt Klug die Aufgaben der HABA Digitalwerkstatt auf den Punkt. Die Zusammenarbeit mit Schulen sei dabei ein wesentliches Element. Gleichzeitig habe die Digitalwerkstatt einen entscheidenden Vorteil gegenüber Schulen: Sie habe den Raum und die Freiheit, das Beste aus der Tech-Welt ausprobieren zu können, ohne dabei immer einen „langfristigen Blick“ behalten zu müssen, wie es etwa bei Schulen der Fall sei. Auch die Schulen profitierten aber letztlich von dieser Freiheit, denn die Ergebnisse würde die Digitalwerkstatt nutzen, um mit den Bildungseinrichtungen zu kooperieren. Das geschehe beispielsweise anhand von Lehrerfortbildungen oder Workshops an Schulen.
Digitalisierung als Prozess
Gefragt danach, was Digitalisierung für sie ist, hat Klug eine klare Antwort: Viele würden unter Digitalisierung eine sehr extreme Position verstehen. Entweder sei etwas analog oder es sei digital. Etwas dazwischen gebe es dann nicht. Klug hält diese binäre Interpretation für schwierig. Sie versteht Digitalisierung vielmehr als einen Prozess, den wir als Gesellschaft beschreiten, um neue Fähigkeiten zu erwerben und zu adaptieren. Es sei aber ein Prozess, der durchaus Verbesserungspotenzial habe. Und genau darauf – auf die Verbesserung der Digitalisierung – sollte deshalb ein besonderes Augenmerk gelegt werden.
Auch Lehrerkräfte dürfen Dinge nicht wissen
Dass wir uns alle gemeinsam in dem Prozess der Digitalisierung befinden, muss sich laut Klug auch in unseren Bildungseinrichtungen widerspiegeln. Früher sei Wissen von Generation zu Generation weitergegeben worden. Heute jedoch greife dieses Modell nicht mehr vollständig. Denn gerade in technologischen Belangen fehle der Elterngeneration oft das Wissen – schlicht deshalb, weil es bestimmte Technologien bisher noch nicht gab. Aus diesem Grund sei auch die Idee von der Lehrkraft, die „alles weiß und den Kindern erzählt, wie etwas zu machen ist“, veraltet.
Vielmehr müsse es heute zum Standard werden, dass Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit den Kindern lernen können, und die Idee des lebenslangen Lernens müsse wirklich gelebt werden. Zudem solle nicht mehr die reine Informationsvermittlung im Zentrum stehen. Stattdessen sollten die Lehrer_innen ihren Fokus darauflegen, den Kindern beizubringen, wie man lernt und sich an neue Bedingungen und Anforderungen anpasst.
Besinnung auf das Positive
Grundsätzlich würde die Digitalisierung so viele Chancen eröffnen, dass es wichtig sei, den Blick auf das Positive zu richten. Zwar würden die neuen technischen Möglichkeiten auch Gefahren bergen. Letztlich sei Digitalisierung aber immer das, was man daraus mache. Und die bisherige Entwicklung habe gezeigt, dass die unterschiedlichsten Bereiche enorme Fortschritte gemacht hätten und immer noch machten. Neben dem medizinischen Bereich hebt Klug dabei vor allem den Bereich Voice hervor, ein Gebiet, mit dem sie sich seit vielen Jahren intensiv beschäftigt.
Voice – also Sprache – sei die wohl „natürlichste Form der Kommunikation“, die wir „fast gar nicht lernen müssen.“ Und wenn wir es schaffen, in Zukunft mit Maschinen auf diese natürliche Art zu kommunizieren, dann kann das laut Klug das sehr viel bei der Handhabung von Maschinen vereinfachen und auch hinsichtlich Effizienz und Produktivität vieles verbessern.
Klugs Fazit in Sachen Digitalisierung lautet deshalb: Wir müssen als Gesellschaft unsere Entscheidungen bewusst treffen und insgesamt noch viel mehr lernen. Dann wird die Digitalisierung auch weiterhin eine positive Wirkung und einen positiven Impact auf uns alle haben.
Links aus dem Interview
Karile Klug online
- Arbeit: Website HABA Digitalwerkstatt
Wir machen Kinder digital stark
Filmtipp
- Her (2013) – Filmbeschreibung & Trailer
Webtipps
- Azeem Azhar’s weekly guide to the future
Das wöchentliche Lesen von Exponential View ist eine mentale Übung, um die Gegenwart aus einer multidisziplinären Perspektive von Wirtschaft, Technologie, Philosophie und Wirtschaft zu verstehen, um die Zukunft zu erklären. - Alain De Botton – School of life-Channel auf Youtube
- Esther Perel – Therapist, Author and Speaker
- Little Humans
Buchtipp
- The Power of Habit – Why We Do What We Do in Life and Business
Charles Duhigg
Zu diesem Gespräch passende Episoden & Tipps von Wege der Digitalisierung
- E030: Wie bringen wir Wissen über Digitalisierung in die Schulen? – Diana und Philipp Knodel (AppCamps)
- E48: Wie verändert Digitalisierung unser Lernen und unser Denken? (Teil 1/2) – Lisa Rosa (Landesinstitut für Lehrerbildung)
- E49: Wie verändert Digitalisierung unser Lernen und unser Denken? (Teil 2/2) – Lisa Rosa (Landesinstitut für Lehrerbildung)
Transkript
3.307 Wörter
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Hallo und herzlich willkommen zur 81. Folge des Podcasts Wege der Digitalisierung. Heute spreche ich mit Carile Klug. Sie ist Geschäftsführerin der Haber Digitalwerkstatt und wurde von Diana in der 30. Folge empfohlen, damals noch unter dem Stichwort, sie macht ganz viele coole Sachen mit Voice. Von daher werden wir heute über beides reden, denke ich. Carile, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst. Herzlich willkommen. Erzähl doch einfach ein paar Worte über dich. Wer bist du und was machst du mit Voice und bei der Digitalwerkstatt?
Erstmal vielen Dank, dass du an mir gedacht hast und dass Diana an mir gedacht hat. Ich bin Carilla und wie schon von dir erwähnt, Also seit dem 1. April bin ich Geschäftsführerin in Hava Digitalwerkstatt. Wir kümmern um Zukunftskompetenzen von Kindern und wir bringen Medienwissen bei erster Programmiererfahrungen bei Kindern, die eher jünger sind, sechs bis zwölf Jahre alt.
Das ist ein total spannendes Thema und jetzt haben wir durch Corona ja auch live erlebt, was es bedeutet, wenn wir unsere Kinder nicht auf Digitalisierung vorbereiten und auch die Lehrer nicht. Wie sehr seid ihr mit dem klassischen Bildungssystem irgendwo im Kontakt oder ist das, was ihr da macht, quasi autark?
Das ist unsere, würde ich sagen, Stärke in die Harvard Digital-Werkstatt, dass wir einerseits haben einen Raum und Freiheit, das Beste aus dem Tech-World zu leben und Sachen auszuprobieren in Build, Measure, Learn Format, die also nicht unbedingt müssen diesen langfristigen Blick behalten, die zum Beispiel Schulen auf jeden Fall behalten müssen. Und wir dürfen dann mit den Ergebnissen in der Tat mit Schulen kopieren und die Ergebnisse dann mitteilen, erzählen. Auf jeden Fall sind wir da in engen Verbindungen mit Schulen, mit Lehrern, dadurch, dass wir nicht nur unsere Workshops Schulen anbieten, sondern dass wir auch immer mehr uns in Lehrerfortbildung Thema beschäftigen und unsere Erfahrungen einfach reinbringen.
Und ich finde, dass das wirklich eine Stärke, eine Einheit zu haben, wo diese Testen und Ausprobieren und das, was wir glauben, einfach umzusetzen, schnell und direkt passieren kann. Und so auch die beste Methodik von dem Tech World einfach mit reinzunehmen, nicht nur, lass uns sagen, die Konsequenzen.
Ja, cool. Aber also wenn es da den engen Kontakt zu den Schulen gibt, dann ist das, glaube ich, eine super Sache. Ich muss dran denken, ich habe vor einer ganzen Weile Lisa Rosa interviewt, die ist hier in Hamburg zuständig für Lehrerfortbildung und befasst sich auch ganz intensiv mit Digitalisierung. Und das Fazit von diesem sehr langen Gespräch war, in meinen Worten gesagt, es bringt gar nicht viel, den Kindern heutzutage neue Inhalte beizubringen. Also das Thema Medienkompetenz ist zwar wichtig, aber es löst das Problem nicht. Eigentlich müssen wir den Kindern heute beibringen, völlig anders zu denken, als das alte Schulsystem das so vorhat. Und das klingt so, als hättet ihr genau das vor, oder? Also diese Themen.
Ja, vielleicht meine Antwort dazu wird so vielleicht zu philosophisch, aber ich glaube, wenn man überlegt, was lernen, wie ist das entstanden beim Menschen? Also das ist Übertragen von Informationen von Generation zu Generation. Und schon dort in diesem Begriff, man merkt, wie das nicht unbedingt vollständig relevant ist. NASA so heutzutage, wo vielleicht die vorherige Generation oder Elterngeneration oder sogar zehn Jahre jüngere Personen hatten nicht die Technologien oder das Wissen, den die NASA so jetzt übertragen sollten. Und deshalb ist es relativ, würde ich sagen, normal, dass dieses Wissensübertragung nicht stattfindet. Und ich glaube da also konzeptionell müssen wir auch teilweise adaptieren unseren Denken, dass da gibt es eine Person, die alles weiß und erzählt Kinder, wie das zu machen ist, sondern dass wir wirklich leben, dieses Konzept von lebenslanges Lernen und Adaptation.
Du hattest am Anfang gesagt, du hast dich immer irgendwie mit dem Thema Innovation und neuen Themen befasst. Du hast auch gesagt, dass du dich mit dem Thema Gesellschaft und Adaption von Digitalisierung als Gesellschaft befasst. Wenn man das alles zusammennimmt, wie würdest du denn dieses große, schwammige Wort Digitalisierung in deinen Worten versuchen zu definieren?
Ich glaube, wir verstehen unter Digitalisierung sehr häufig eine sehr extreme Position. was ist auch relativ typisch für alles digital und von 0 zu 1 einfach von analog zu digital. Ich glaube, da liegt auch Teil des Problems, alles wirklich in so einer binary Interpretation zu haben. Und die Wahrheit, glaube ich, für Digitalisierung liegt irgendwo zwischendurch. Es gibt Digitalisierung oder digital grundsätzlich als jetzt Konzept, ist eine Maßnahme, ist eine Erweiterung zu uns als Menschen, zu unseren Fähigkeiten. Und ich glaube, ich möchte sehr gerne Digitalisierung definieren als einen Prozess, den Gesellschaft eingeht, neue Fähigkeiten für sich zu adaptieren und reinzunehmen, zu bewerten, zum Nutzen, irgendwelche Verbesserungen.
Und ich glaube, das ist in der Tat ein Prozess und nicht ein Ziel. Und ich glaube für mich, das ist sehr wichtig, das so zu verstehen und deshalb Gedanken zu machen, wie wir diesen Prozess besser gestalten. Weil wenn man sieht das als Ziel und der Prozess offensichtlich jetzt hackt, dann vielleicht konzentriert man zu sehr auf dem Ziel, anstatt auf dem Prozess uns zu konzentrieren. Genau, und das ist für mich, wie ich möchte digitalisieren, also definieren.
Das Bild finde ich total schön, dass es ein Prozess ist, den wir als Gesellschaft beschreiten, um neue Fähigkeiten zu adaptieren. Da stellt sich jetzt mir direkt im Anschluss die Frage, Welche Fähigkeiten und warum tun wir das? Mit welchem Ziel?
Ja, da hätte ich der Weiße sehr gute Frage, wo ich, weiß nicht, ob ich spontan eine sehr schlaue Antwort geben könnte. Aber ich glaube, wenn man jetzt nicht nur negativ das jetzt betrachtet und prägt, wir können in der Tat heutzutage, ich mag diese Perspektiven, die nicht nur jetzt die letzten paar Jahre schauen, sondern wirklich historisch auch ein Stück weit weiter hingehen und sehen die Perspektiven, die in der Tat im Verhältnis zu der Geschichte auch sehr positiv sind. Also zum Beispiel sowas, was jetzt von Verfügbarkeit von Informationen ist. Also so einerseits diese Filter nicht dabei zu haben, also oder diese Möglichkeit zu haben, dass jeder darf sich ausdrücken und jeder darf in dem Sinne eine Audience haben und gewinnen und Sachen auszusprechen.
Also es gibt mega viele Vorteile, besonders wenn ich zum Beispiel meine eigene Geschichte und Perspektive beibringe. Ich bin aufgewachsen in die ehemalige Sowjetunion, wo dieser Filter war auf jeden Fall nicht eine positive Filter, also was Informationen angeht. Ich glaube nicht, dass so in anderen Systemen, das ist immer nur positiv, aber auf jeden Fall, ich habe erlebt, das, was definitiv war, ja, sehr negativ. Und natürlich haben wir Hausaufgaben, wie wir alternative Filter von Informationen einstellen und wie wir entscheiden, was ist wahr, was ist nicht wahr und was ist relevant als Perspektive und nicht relevant. Dort wieder, also der Prozess ist so wichtig und ist so wichtig, das so neu zu überlegen und zu sagen, okay, wie bauen wir Vertrauen also an Informationsquelle in dem neuen Struktur.
Und ich glaube, da ist es wieder dieser ganze Marshall-McLuhan-These, dass wir immer mit jenem neuen technologischen Entwicklung oder Medienentwicklung nehmen, dass durch die Brille von Vergangenheit oder durch die Formate von Vergangenheit und versuchen, diese Formate sozusagen zu adaptieren, anstatt Sachen neu zu denken. Ich glaube, das ist wirklich, wo das hakt. Aber ich bin wieder zu dem Prozess und nicht zu dem Grund gegangen. Ich verstehe das. Warum? Ich glaube, weil es gibt, es ist eine Tool und Maßnahme, die ganz viel Potenzial für sehr viele positive Entwicklungen hat. Ob das jetzt so Meinungsfreiheit sind oder positive Entwicklungen im medizinischen Bereich oder wenn man so den gleichen Voice nimmt, was alles man dort erreichen kann.
Aber auch kommt, wie alles Menschliche, mit auch eine Möglichkeit, das negativ umzusetzen. Und ich glaube, dort müssen wir als Gesellschaft einfach schlauer werden und unsere Entscheidungen bewusst zu treffen. Also wie wollen wir das umsetzen, dass es positives Wirkung und positiver Impact auf unsere Eile hat?
Vielleicht ein Stück konkreter, du hast eben nochmal das Wort Voice gesagt. Mit welchem Ziel wurden diese Voice-Themen verfolgt? Also du hast dich ja für unterschiedliche Arbeitgeber und auch freiberuflich damit auseinandergesetzt. Was war deren Vision dabei? Warum Voice?
Also deren Vision und dann auch natürlich meine Vision ist immer mit Voice gewesen, dass das wahrscheinlich die natürlichste Form der Kommunikation ist. Also was wir sozusagen fast gar nicht lernen müssen. Natürlich lernen wir das als Kinder, aber also wenn man Interaktion nimmt und überlegt, was ist für uns am einfachsten? Natürliche Sprache ist dafür natürliche Sprache. dass es natürlich ist und kommt von sich. Und ich glaube, das ist also was in Voice auf jeden Fall, der das Versprechen ist, was alle auf jeden Fall sehr gerne zugreifen. Ob es so weit ist, dass wir den also in dem Sinne umsetzen können, ich glaube absolut nicht. Aber wenn man den Film Her oder so andere ähnliche Konzepte geschaut hat, Also man sieht auf jeden Fall den Versprechen und den Potenzial, wie wir in die Zukunft mit Maschinen kommunizieren können.
Was jetzt Umsetzung betrifft, ist es auf jeden Fall noch ein sehr weiter Weg, der auch hat viele Gedanken zu machen. also zum Beispiel spannende Sachen in Voice sind, dass unsere Stimme ist so wie ein Fingerabdruck, sehr unikal, also da sprechen wir auch gerade in dem Form und es ist zu erkennen, also für den menschlichen Ohr sehr eigenartig und es gibt auch Forschung und Potenziale, die also Voice-Metadaten nutzen, um zum Beispiel gesundheitlichen Themen anzugehen und Diagnosen schaffen, die durch andere diagnostische Kanäle im medizinischen Bereich vielleicht viel, viel später geschafft sein können. Also das ist sehr offensichtlich, wo dort liegt der Potenzial und wo dort liegt das Gefahr, also das irgendwie schlecht umzusetzen, schlecht zu nutzen.
Und genau deshalb finde ich auf jeden Fall so Aspekten von Voice sehr, sehr spannend. Was jetzt den Interface angeht, da der Challenge ist auf jeden Fall nicht nur in dem Interface selbst, sondern auch das alles, was hinter dem Interface liegt. Weil also wenn man merkt, wie wir kommunizieren miteinander, also zum Beispiel vergleicht ein Interview im Format von Podcasts und ein Interview im Format von, also schriftliches Interview, fast alles, was wir oder ganz viel von was wir kommunizieren, ist entwickelt in dem Sinne schwarz auf weiß gelesen, so die Information zu konsumieren. Und deshalb also der Herausforderung ist also unsere Kommunikation Kommunikation in so ein natürlicheres Format umzusetzen, weil wir sprechen anders, als wir lesen und wir denken dann anders und bearbeiten diese Information anders.
Und da kann man wirklich, also du als Podcaster kannst sicher den Unterschied sehr gut beobachten. Was ist gesprochene Information und wie viel muss ich das bearbeiten, um dir einen relevanten Antwort zu geben, auch wenn du nicht alle Parameter in deiner Frage, also so mit einer robotischen Stimme rein diktierst. Ich muss auch den Kontext viel besser verstehen und deshalb für mich, Voice ist sehr, sehr stark verbunden mit Daten und schlaue Systemen, die, also ich will nicht Machine Learning oder AI nennen, aber schlaue Datenbearbeitungssysteme, die uns auch sehr gut den Kontext anbieten können, um das also effektiv zu machen.
Also ich finde das total spannend, weil es halt jetzt konkreter ist durch deine Erfahrung mit Voice. Aber wenn ich das zurückführe auf die Frage, also warum diesen Prozess gehen, mit welchem Ziel. Also ich meine, Maschinen haben wir Menschen schon seit jeher benutzt. Also ich glaube, die ältesten Funde von Menschen, da gab es auch die ersten Funde von irgendwelchen Werkzeugen. Das heißt, wir haben unsere Werkzeuge immer irgendwie mit uns mitentwickelt. Und wenn du jetzt sagst, also Voice ist halt die natürlichste Form der Kommunikation, dass wir jetzt versuchen, mit unseren Maschinen auf die natürlichste Weise reden zu können, dann steckt da ja schon die Motivation hinter. Also wenn es für uns das Natürlichste ist, dann macht das vieles einfacher.
Genau.
Cool. Was ist denn deine größte Challenge gerade aktuell? Also du bist bei der Digitalwerkstatt relativ frisch eingestiegen.
Also genau, das ist mein größter Challenge auf jeden Fall, besonders also zu kombinieren, Einstieg in so eine Herausforderung mit die Harvard Digital-Werkstatt und Homeschooling, Home-Kindergarten, jetzt demnächst auch Ferienbetreuung für meine beiden Kinder, wo wir alle gemeinsam sehr, sehr, sehr positiv daran arbeiten. Und es gibt auch super viele positive Aspekte davon. Also wo wirklich ich, ja, das ist einfach zu viele zu nennen. Also ob das jetzt, wie der Homeschooling läuft, also wie viel besser ist das, als jeder erwarten könnte. oder wie viel Verbindung haben wir mit unseren Kindern geschafft, dadurch, dass die kennen auch, was wir den ganzen Tag machen und können sehr gut beobachten, was Arbeit ist und an welchen Themen wir arbeiten und wie involviert die sind in das, was wir machen.
Also super viele positive Aspekte, aber auf jeden Fall auch eine riesen Herausforderung. Gleichzeitig beruflich ist auf jeden Fall Nase so der, Ich glaube, in Bildung, Thema Digitalisierung ist so relevant wie noch wahrscheinlich nie. Und dort sich zu orientieren und zu schauen, was ist am relevantesten, was wir Eltern, Kinder, Schulen anbieten können. Also dort agil dabei zu bleiben und zu beobachten, wie es sich entwickelt und zu beobachten, dass man also mit den richtigen Inhalten kommt, genau zu diesen Personen, die bereit sind, diese Inhalten wahrzunehmen. Also ich glaube, das ist auf jeden Fall eine sehr spannende Herausforderung, wo ich wirklich nicht nur sehr viel Respekt habe, aber sehr gespannt bin, wie das sich weiterentwickelt, weil ich sehe da super viel Potenzial und super viele Möglichkeiten, die ich aus dem Tech-Branche mit reinbringen kann, wieder von diesen Best Practices, wie man das betrachtet und denkt.
Und genau, und wieder, diese Digitalisierung als Prozess zu betrachten und alle dort zu treffen und alle dort anzugehen, wo die Personen sich gerade finden. Also wenn ich jetzt zum Beispiel vor Lehrer spreche, also es gibt Lehrer, die schon relativ weit sind und schon wirklich coole Ideen haben und coole Umsetzungen gemacht haben in Richtung Bildungsdigitalisierung. Und es gibt auch Lehrer, die noch ganz am Start sind. Und ich glaube, also Digitalisierung als Prozess ist auf jeden Fall ein Change-Prozess. Und ich glaube nicht, dass im Change-Prozess wird man irgendwas erreichen, wenn man nur durch Stress und Aufbau und Druck angeht, angeht, sondern also mit Empathie und mit Mitgefühl und mit sehr guten Beispiele und konkrete Umsetzungen und wieder das zu leben, lebenslanges Lernen und auch zu zeigen, wie wir zum Beispiel weiterhin lernen und unseren Prozess transparent zu machen.
Das ist auf jeden Fall eine sehr, sehr tolle Herausforderung und auch eine Herausforderung.
Glaube ich, kenne ich. Also wir haben auch zwei kleine Kinder hier rumspringen. Wir haben gerade an dem Hackathon Wir für Schule teilgenommen. Da bin ich gespannt, was da für coole Impulse noch rauskommen. Ja, dieses Thema, wie bringt man heute die Inhalte so den Kindern bei, dass sie einen morgen auch weiterbringen, also finde ich total spannend. Von daher, ich habe vorhin ja auf der Homepage von der Digitalwerkstatt geguckt, die Inhalte sind total cool. Also wünsche ich euch alles Gute, dass da möglichst viele Kinder coole Sachen lernen.
Vielen Dank. Vielleicht wollen wir da auch gemeinsame Ideen entwickeln, was wir da gemeinsam noch umsetzen könnten.
Ja, gerne. Vorletzte Frage für heute. Gibt es Quellen, die du nennen kannst, die wir in die Quellenliste aufnehmen wollen? Du hast den Film Hör schon genannt, zum Thema Voice. Den habe ich mir schon notiert.
Also mit dem Thema Digitalisierung, also jetzt, ja, großer betrachtet, ist eine Newsletter, also von meiner Sicht einer der besten Newsletter, den ich eher gesehen habe, von Azim Azhar. Ich hoffe, das ist so ausgesprochen. Ich kann das natürlich noch zuschicken und wir hoffentlich irgendwo in die Notizien auch noch transparent machen. Genau. Und das ist so ein Newsletter, der so wirklich berichtet über alle Entwicklungen und den also in Tech-Branche und also weitdenkende Entwicklungen und dann also durch die Brille von also so sehr stark durch Umsetzung. Das finde ich immer sehr, sehr spannend. Genau, dann auf jeden Fall jetzt vielleicht ist es nicht so sehr Tech verbunden, aber ich finde auf jeden Fall sehr spannend, besonders in die Corona-Zeiten, den Podcast von Michael Gervais.
Der ist eine Sportpsychologe und setzt sich oder analysiert die Themen von nicht nur Digitalisierung, sondern auch jetzt Umgang mit stressigen Zeiten, mit Corona-Zeiten, grundsätzlich Leadership, Change, Management und so weiter. Da finde ich sehr interessante Punkte, die vielleicht auch aus ganz unterschiedlichem Bereich sind. Also grundsätzlich finde ich immer, das, was kommt, nicht unbedingt direkt von Menschen, die in der Industrie tätig sind. Das ist sehr spannende Perspektiven. Ich empfehle immer, für persönliche Sicht, also von alles, was drumherum uns passiert, Alain de Gauton und alle Inhalte, die er macht mit School of Life und YouTube-Kanäle. Das ist wirklich unsere Welt heutzutage, aber grundsätzlich und unser Leben durch die Brille von Philosophie zu betrachten und anzuschauen.
Das finde ich auch sehr, sehr spannend. Und genau. Und das ist wieder zu dem Prozess Digitalisierung und was es mit uns macht. Ich glaube, der Arbeit von Esther Perel sehr wichtige Arbeit ist, weil wieder das geht zu den kleinsten sozusagen gesellschaftlichen Einheiten sowie Beziehungen zwischen Partner persönlich oder Beziehungen zwischen Founder, Partner. Ich glaube, und besonders das durch die Brille von unserem Welt und Digitalisierung und so weiter. Die Talks bei Southwest von Esther Perel sind auf jeden Fall was sehr Spannendes, was ich empfehlen kann. Genau, in die digitale Bildungsthema habe ich neulich als Elternteil auch entdeckt, einen Kurs Little Humans. Sehr, sehr spannende Inhalte, nicht immer nur mit Digitalisierung zu tun haben, sondern auch mit Eltern sein und alle Perspektiven, die dort möglich sind.
Aber es sind viele. Aber sehr, sehr gut gemacht, gut umgesetzt und sehr coole Inhalte. Also, ja, jetzt so die letzte große Sache und auf jeden Fall wieder, also Digitalisierung vielleicht nicht direkt jetzt die Thema dort, aber den Buch Habits.
Oh ja, das ist ein Highlight.
Das ist auf jeden Fall ein sehr großer Highlight von mir in letzter Zeit. Genau, kann ich auch sehr gut empfehlen. Ich überlege jetzt, was noch ist bei mir auf dem Nachtisch. Aber ich glaube, das ist wirklich jetzt so die Highlights in letzter Zeit.
Ja, cool. Also ich finde das wunderbar vielfältig. Also das geht ja wirklich auf ganz viele verschiedene Lebensbereiche ein. Ja, wir werden das auf jeden Fall alles verlinken. Also wer jetzt das eine oder andere nicht so direkt bei Google findet, kann einfach in die Quellenliste gucken oder auch in die Shownotes von dieser Episode. Da wird das alles verlinkt sein. Dann die letzte Frage für jetzt und hier. Gibt es jemanden, den du gerne in der späteren Folge ausgefragt hören würdest?
Auf jeden Fall das Founder-Team von Clou. Das ist eine App für Frauen, also Frauengesundheit. Und ich würde auf jeden Fall dort die Founders empfehlen, Ida Tin und Hans VV, also so den mal zu interviewen. Genau. Und sonst kann ich noch überlegen und nachher kommunizieren.
Ja, cool. Klingt total spannend. Werde ich mal Kontakt aufnehmen. Sehr gut. Gut, ja. Also ich glaube, wir haben total spannende Themen besprochen über die halbe Stunde. Ich finde immer noch diese Definition, Digitalisierung ist ein Prozess, den wir als Gesellschaft durchmachen, um unsere Fähigkeiten zu verbessern. Das finde ich großartig. auch nach 81 Episoden lerne ich jedes Mal noch was Neues. Also, total cool. Ganz vielen Dank für deine Zeit, für dein Wissen. Und ja, euch allen da draußen, vielen Dank fürs Zuhören. Das hier war die 81. Folge im Podcast Wege der Digitalisierung mit Karele Klug. Wie eben schon gesagt, alles, was wir an Quellen genannt haben zwischendurch, wird in den Shownotes verlinkt.
Guckt da gerne rauf. wegederdigitalisierung.de und wie immer, teilt das Ganze gerne in den Netzwerken eures Vertrauens, kommentiert, schreibt uns, gebt uns Verbesserungsvorschläge und ja, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Untertitelung des ZDF für funk, 2017 Vielen Dank.