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Spezial24.03.202033 Min

SONDERAUSGABE: Wie digitalisiert man Offline-Events in Zeiten des Corona-Virus über Nacht?

Im Gespräch: Lisa Glass & Christoph Haß (PwC)

Titelbild zu SONDERAUSGABE: Wie digitalisiert man Offline-Events in Zeiten des Corona-Virus über Nacht? – Lisa Glass & Christoph Haß (PwC)

Worum es geht

Lisa Glass und Christoph Haß von PwC erklären, wie sie das Offline-Programm 'Scale' in Zeiten von Corona digital umgestellt haben.

Lisa Glass und Christoph Haß von PwC sind für die Initiative 'Next Level' in Norddeutschland verantwortlich. Sie betreuen junge Unternehmen, insbesondere im Bereich digitale Transformation und Startups.

Sie haben das Programm 'Scale' initiiert, das Startups über mehrere Monate mit Mentoring, Masterclasses und Zugang zu PwC-Netzwerken unterstützt. Ziel ist die Skalierung von Unternehmen.

Aufgrund der Corona-Krise mussten sie das Programm auf eine digitale Form umstellen. Sie nutzten Tools wie Jamboards und Zoom, um Workshops und Networking digital zu ermöglichen. Die Veranstaltungen wurden in kleinere Sessions aufgeteilt.

Sie betonen, dass die digitale Infrastruktur von PwC und die agilen Arbeitsweisen der Startups entscheidend für den schnellen Wechsel waren. Die digitale Transformation bietet auch Chancen für mittelständische Unternehmen.

Ursprüngliche Shownotes 24.03.2020

Plötzlich ist alles anders: Durch die rasante Verbreitung des Corona-Virus mussten sich Unternehmen quasi über Nacht digitalisieren. Sie mussten ihren Mitarbeitenden das Arbeiten im Homeoffice gewähren, Offline-Events absagen und teilweise sogar ganze Geschäftsmodelle überdenken.

Doch wie schafft man es, ein Unternehmen in kürzester Zeit digital aufzustellen? Auf welche Herausforderungen muss man sich einstellen? Welche Tipps sollte man beachten? Und: welche Chancen kann die Krise bieten?

In unserer Corona-Sonderausgabe besprechen wir genau das mit Lisa Glass und Christoph Haß von PwC. Sie sind für das Thema digitale Transformation und Startups zuständig und betreuen die Initiative „PwC NextLevel“ für den Raum Norddeutschland. NextLevel bietet Startups verschiedene Programme, mit denen PwC den Gründenden hilft, ihr Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben. So beispielsweise das Programm Scale, das Lisa und Christoph initiiert haben.

Scale richtet sich an junge Firmen, die bereit sind für die Skalierung. Die Unternehmen werden über einen gewissen Zeitraum gecoacht, ihnen wird ein Mentor von PwC zur Seite gestellt, es werden Master Classes und Insight Sessions angeboten. Zudem bekommen die Startups Zugang zu Konzernen und anderen etablierten Großkunden von PwC.

Absagen, aufschieben oder anpassen?

Vor allem die persönliche Vernetzung und der enge Austausch spielen bei Scale eine zentrale Rolle. Genau diese Aspekte sind aktuell jedoch aufgrund von Kontaktverboten und Ausgangssperren besonders von den Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung des Corona-Virus betroffen. Entsprechend wurde zunächst debattiert, ob es nicht das Beste wäre, das ganze Programm abzusagen oder auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Doch dann kamen Lisa und Christoph zu einem anderen Schluss:

„Wir überlegten, dass es genau jetzt wichtig ist, weiter Unterstützung anzubieten“, so Lisa. „Denn gerade jetzt, wo die ganzen Messen und Events ausfallen, wird es für junge und wachsende Unternehmen schwierig, neue Leeds zu generieren.“ Deshalb hat PwC kurzerhand eine „Digital Edition“ des Scale-Programms ins Leben gerufen. Dabei werden nicht nur alle Sessions und Mentorings digital durchgeführt. Auch das Curriculum wurde an die besonderen Herausforderungen der Zeit angepasst. So wurden beispielsweise Themenblöcke zur Beschaffung von Fördermitteln oder zum Business Model Reviewing aufgenommen.

Die persönlichen Treffen und Netzwerkveranstaltungen sollen unterdessen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Nichtsdestotrotz wird das breite Klienten-Netzwerk von PwC auch im Laufe des Programms gezielt aktiviert, um wichtige Kontakte zwischen Startups und Investoren zu ermöglichen. Denn gerade für junge, noch weitgehend unbekannte Firmen sei es in Krisenzeit wie dieser eine enorme Herausforderung, mit potenziellen Investoren in Kontakt zu kommen. Wer sich bisher keinen Namen gemacht habe, habe es jetzt umso schwerer, erklärt Christoph. Genau deshalb sei es für Gründer so hilfreich, mit PwC zusammenzuarbeiten. Denn sie könnten von der Marke des Unternehmens profitieren.

Voraussetzungen für eine schnelle Umstellung

Dass PwC so rasch agieren und das Scale-Programm binnen weniger Tage umstrukturieren konnte, kommt nicht von ungefähr. „Wir haben sehr, sehr gute Voraussetzungen, was digitale Infrastruktur angeht“, so Christoph. Auch das interne Wissen in Sachen digitales Kollaborieren ist innerhalb der Firma in den letzten Jahren stark ausgebaut worden. Und schließlich sind auch die teilnehmenden Startups sehr agil und dynamisch. Da stelle das remote Arbeiten kein Problem dar. Für einige Firmen ist das Scale-Programm sogar gerade dadurch noch spannender geworden. Denn durch die Umstellung auf ein rein digitales Konzept werden nun auch Startups angesprochen, die nicht im direkten Hamburger Umkreis ansässig sind und sich die weiten Fahrten und damit verbundenen Kosten sparen können.

Für viele Mittelständler hingegen sind die neuen Anforderungen, die über Nacht auf sie hereingebrochen sind, eine enorme Belastung. Um künftig besser digital aufgestellt zu sein, sind laut Christoph deshalb zwei Dinge zentral: Erstens sollte sich Unternehmen darum kümmern, dass grundsätzlich die geeignete Infrastruktur bereitsteht. Und zweitens sollten sich intern in den Unternehmen digitale Sparringspartner etablieren. Dieses Konzept hat sich auch bei PwC selbst bewährt: Hier begleiten jüngere Kolleginnen und Kollegen die älteren Partnerinnen und Partner über einen längeren Zeitraum und geben ihnen Einweisungen in technische Innovationen und neue Prozesse.

Die wichtigsten Tipps für erfolgreiche digitale Workshops

Auch für das Abhalten von digitalen Workshops hat Christoph einige konkrete Tipps. So könne es sinnvoll sein, verschiedene digitale Räume parallel zu nutzen, sodass mehrere Sessions innerhalb einer Videokonferenz besucht und auch zwischen ihnen hin- und her gewechselt werden kann. Ein Tool, das derartiges anbietet, ist etwa Zoom. Zudem sind laut Christoph sogenannte Jamboards hilfreich: digitale Whiteboards, an die man virtuelle Post-Its pinnen kann.

Weiterhin sei es wichtig, große Workshops auf mehrere kleine Sessions aufzuteilen und eventuell sogar zwischendrin „Hausaufgaben“ aufzugeben. Und schließlich sei entscheidend, dass man verschiedene Tools und Services einfach mal teste, kombiniere und gemeinsam mit den Teilnehmenden anwende. Denn, so Christoph, auch die beste Technologie kann nur dann funktionieren, wenn sie auch tatsächlich nutzbar gemacht wird.

Viel Spaß beim Zuhören!

Links aus dem Interview:

Transkript

5.348 Wörter

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Hallo und herzlich willkommen zur ersten Corona-Sonderepisode des Podcasts Wege der Digitalisierung. Seit zweieinhalb Jahren haben wir alle 14 Tage eine Episode veröffentlicht. Dies ist die erste außer der Reihe. Das sind außergewöhnliche Zeiten, deswegen gibt es außergewöhnliche Themen. Heute führen wir einen Remote-Podcast. Mit im Gespräch sind Christoph und Lisa von PwC. Die beiden haben genau wie eigentlich alle anderen auch heutzutage das Thema Veranstaltungen, Kontakte zu digitalisieren, gerade in Bereichen, wo eigentlich persönlicher Kontakt sehr wertvoll und wichtig ist. Deswegen wollen wir heute ganz konkret darüber sprechen, wie man das machen kann, weil wir ein sehr schönes Beispiel haben, bei dem das gut gelungen ist.

Von daher herzlich willkommen. Vielen Dank, dass ihr euch in diesen turbulenten Zeiten die Zeit nehmt für dieses Gespräch. Ja, stellt euch doch kurz vor, für die, die zuhören, wer seid ihr, was macht ihr. Ja, auf geht's.

Ja, dann fange ich mal an. Lisa Glass ist mein Name. Ich bin seit circa zweieinhalb Jahren jetzt bei PLC und da für das Thema digitale Transformation und Startups zuständig. Der Schwerpunkt liegt bei mir auf den Themen Innovationsmanagement und auch Zusammenarbeit von Corporate und Startups, also zum Beispiel solche Themen wie Aufbau von Corporate Acceleratoren und Inkubatoren. Und bin in dem letzten Jahr auch immer zunehmend aktiv in unserer Next Level Initiative, bei der wir gezielt junge Unternehmen unterstützen. Und da übergebe ich an der Stelle am besten an Christoph.

Ja, auch moin, guten Tag von meiner Seite. Ich bin Christoph, bin seit auch knapp drei Jahren bei PwC, habe vorher selber eine junge Firma aufgebaut. Also ich komme aus der Startup-Szene und bin für unsere Next Level Initiative hier mit Schwerpunkt Norddeutschland zuständig. Wir haben das auf die Regionen in Deutschland aufgeteilt. Und hier im Norden versuchen wir halt verschiedenste jungen Firmen zu unterstützen. Das eine ist halt, sie unterstützen bei zum Beispiel Fragen rund um die Finanzierung, um Investments, dort dann auch den Zugang zu unseren etablierten Kunden, ob das Investoren ist, ob das Mittelstand ist, etc. herzustellen. Aber auch auf der anderen Seite dann halt auch bei allen Fragen rundum, wenn es ein bisschen komplizierter wird, junge Firmen zu unterstützen, wenn es international wird, etc.

Und das, was Lisa gerade gesagt hat, ist natürlich ein wichtiger Baustein, halt auch den Zugang unseren Kunden zu den Startups zu geben und dort Schulter an Schulter zusammenzuarbeiten. Dazu sind wir natürlich selber auch intern immer wieder dran, eigene Startups zu bauen. Da haben wir so welche Tools entwickelt, wie wir eine Unternehmensbewertung digitalisiert haben, etc. Oder jetzt gerade, wo wir auch vor einer großen Herausforderung stehen, ist, wir haben ein Art Accelerator-Programm gebaut, das heißt Scale, was, wie du Nils richtig gesagt hast, natürlich sehr stark auch der persönlichen Vernetzung drauf ist und da jetzt gerade Veranstaltungen sehr schwierig sind, haben wir da jetzt geguckt, wie wir das eigentlich, ja, trotzdem machen können und durchführen können und auch mit einem großen Mehrwert für die Gründer und Gründerinnen und das ganze Netzwerk durchzuführen, weil wir glauben, dass es wichtig ist, dass es jetzt trotzdem weitergeht und, ja, da ist bestimmt ganz spannend, mal zu hören, wie wir uns da jetzt so aufgestellt haben.

Genau. Im Prinzip war das ja auch der Auslöser. Also, Lionizers, wir machen mit bei diesem Scale-Programm. Darüber haben wir uns ursprünglich auch kennengelernt und, genau, es sollte eigentlich demnächst die Kick-Off-Veranstaltung sein. Aus Gründen wird die in der Form nicht stattfinden können. Ich würde sagen, erzähl doch einfach mal kurz, was war das Programm, als es ursprünglich erdacht wurde und wie sollte es da aussehen?

Ja, ich kann das gerne machen, beziehungsweise Lisa, wir können das ja uns ergänzend dann darstellen, also dieses Programm ist von Lisa und mir sozusagen initiiert worden mit hier im Norden, was verschiedene Schwerpunkte hat. Zum einen geht es darum, über eine bestimmte Zeit rum junge Firmen zu coachen, das heißt, mit bestimmten Masterclasses und Insight Sessions sie zu unterstützen, das sind Fragen rund um das Geschäftsmodell, Investorenfragen, also Investor-ready zu werden, wie gelingt eigentlich am besten der Zugang zu den Corporates, dort auch den Zugang zu den Corporates direkt auch herzustellen. Es gibt einen Mentor von PwC und wir machen dieses Programm auch mit vielen anderen Partnern und dort ist sozusagen die Idee, dass alle zusammen wir halt gezielt bis zu 10 Startups unterstützen über einen bestimmten Zeitraum mit dem Ziel, am Ende an der Skalierung zu arbeiten.

Viele junge Firmen haben Probleme, gerade nach dem ersten Investment und dann den nächsten größeren Schritt zu machen und dort an dieser Zwischenstelle wollen wir helfen und der Riesenmehrwert ist halt, wir als PwC beteiligen uns da nicht, das ist kein klassischer Accelerator oder ähnliches, sondern wir versuchen gezielt, nämlich das, was wir am besten können, das ist unser PwC-Netzwerk mit der Kombination aus Wissen, Wissentransfer von uns, von unseren Kollegen hier im Norden auf die jungen Firmen, die so zu unterstützen, dass sie halt skalieren können. zum einen Seite bei Kunden und zum anderen halt bei Investoren.

Jetzt hast du zwei genau spannende Stichworte gesagt, nämlich Netzwerk und Wissenstransfer, was letztendlich auch genau für uns der Grund war, bei dem Programm teilzunehmen. Also Investor Readiness ist für uns nicht so das Thema, weil wir halt, ja, wir arbeiten für den Mittelstand und jeder Kontakt, den wir irgendwo kriegen können, ist für uns ein wertvoller Kontakt. jetzt in Zeiten von Ausgangssperre und wer weiß, was noch so kommt, sind gerade Großveranstaltungen und sind letztendlich auch kleine Veranstaltungen, wo es um Mentoring und so weiter geht, halt nicht drin. Und ihr habt einen interessanten Weg gefunden, trotzdem an dem Programm festzuhalten. Und ich glaube, dass es nach wie vor einen großen Mehrwert bieten wird.

Wollt ihr da einfach kurz erzählen, Denn wie sieht das Programm jetzt aus, Stand heute? Und wie seid ihr da hingekommen? Und vor allen Dingen auch, wir sind gerade erst eine Woche und ein paar Tage in dieser besonders kriseligen Situation. Also wie habt ihr es geschafft, so schnell dieses Programm auf links zu drehen?

Ja, wir haben natürlich jetzt mit den ganzen Entwicklungen durch das Coronavirus uns auch die Frage gestellt, was machen wir? Sagen wir es ab, verschieben wir es oder bieten wir eine Alternative? Und haben dann die Köpfe zusammengesteckt und viel diskutiert und haben uns überlegt, dass es genau jetzt auch wichtig ist, weiter die Unterstützung anzubieten und quasi eine Scale Nord Digital Edition aufgelegt. Wie du eben gesagt hast, jetzt wo die ganzen Messen und Events ausfallen, wird es halt für junge und wachsende Unternehmen schwierig, neue Leads zu generieren. und wir glauben, dass wir dann an der Stelle hier tatsächlich wirklich noch gut unseren Beitrag leisten können und die Firmen unterstützen können und dann haben wir dementsprechend das Curriculum so angepasst, dass es eben auch aktuelle Herausforderungen mit aufnimmt, zum Beispiel einen Themenblock zur Beschaffung von Fördermitteln oder Business Model Review mit aufgenommen. Die Masterclasses und die Insight Sessions, die werden jetzt alle digital durchgeführt, auch das Mentoring und für das Abschlussevent, was quasi der Executive und Investor Evening, an dem wir eine kleine Pitch Session machen wollten und eine Startup Messe und Netzwerken im Anschluss ist momentan der Stand, dass wir das verschieben auf einen Zeitpunkt, an dem ein persönliches Treffen wieder möglich ist, werden aber im Laufe des Programms dennoch gezielt unser Netzwerk aktivieren und so versuchen eben wichtige Kontakte zu potenziellen Kunden und Investoren herzustellen.

Ich glaube, wichtig ist halt an der Stelle, was du gesagt hast, wir haben halt überlegt, als wir uns dann letzte Woche da sehr schnell ad hoc getroffen haben, also digital getroffen haben, gefragt, was ist jetzt eigentlich das, was den Startups fehlt? Und einfach mal, das hört man zweimal wieder und es ist, glaube ich, auch eigentlich eine Binsenweisheit, aber zu sagen, vom Kunden her sozusagen denken. Und das große Problem, was Gründer jetzt oder junge Firmen nicht haben, die haben halt keine Brand, also die haben keine Marke und so eine Kaltakquise oder all solche Sachen, die generieren, ist für die ein enormes Risiko, nicht Risiko, aber eine enorme Herausforderung. Und da ist so die Frage, wie sollen die das jetzt eigentlich schaffen ohne eine Marke?

Man kann jetzt anfangen, bei LinkedIn oder so Leute anzuschreiben, aber in der aktuellen Situation doch teilweise sehr schwierig, speziell bei Investments. Weil sonst, wie treffen die sich sonst? Analog auf irgendwelchen Pitches und weiß der Kuckuck, wo auf Veranstaltungen, sowas, was du eben schon dargestellt hast. Das heißt, jetzt müssen eigentlich die jungen Firmen, um deren Zugang zu haben, brauchen sie eigentlich dafür einen Partner, der sie irgendwie damit reinbringt. Und da können wir halt diese drei Buchstaben, PwC ist halt eine Marke, eine Firma, die schon sehr etabliert ist und wir haben die persönlichen Kontakte zu ganz, ganz vielen. Und das halt seit Jahren schon. Und jetzt das halt ganz gezielt dafür zu nutzen und diese Barke PwC mit jungen Wachstumsunternehmen zusammenzubringen, ich glaube, das ist eine Win-Win-Situation dann wirklich für die Gründer und Gründerinnen, weil sie jetzt auf einmal einen Mehrwert bekommen, was sie vorher nicht hatten, vor allem in der aktuellen Zeit, weil sie halt diesen Zugang bekommen.

und wenn wir da irgendwie unterstützen können, wäre das, glaube ich, gut. Und wir haben es jetzt selber gesehen. Also wir haben eine sehr, sehr gute Voraussetzung, was digitale Infrastruktur angeht. Und man täuscht sich dann doch, was alles mehr digital und Webcam etc. geht. Also wir sprechen auch gerade darüber, wie wir eigentlich so Kreativ-Workworks digital abbilden. Ich glaube, da gibt es mittlerweile tolle Möglichkeiten, die da sind und wo auch Feedback-Sessions etc. von anderen Gründern eingelegt werden. und da haben wir auch jetzt Wege gefunden, wie dann trotzdem, wenn, sage ich mal, digitales Pitching und dann Feedback von anderen kommen kann.

Kannst du da ein bisschen konkret zu erzählen? Also ich denke, genau diese Lösungen sind das, was jetzt da draußen im Prinzip jede einzelne Firma umtreiben. Ich habe schon von einem Kontakt bei Kühne und Nagel gehört, das ist nicht mehr möglich, Headsets zu kaufen. Die haben irgendwie 200 Stück noch irgendwo her geordert, aber wir haben ja 18 Leute ins Homeoffice geschickt. Viele von denen waren nicht in der Lage, noch eins zu kriegen. Also es fängt ja bei diesen Basics an, aber hinterher diese, ja im Prinzip diese kulturellen Fragen und auch diese, die Offen, na gut, die Offenheit wird gerade einem aufgezwungen, dass man jetzt Homeoffice macht oder halt gar nicht arbeitet. Aber wie geht ihr jetzt an solche digitale Kollaborationen ran, damit halt am Ende immer noch Dinge fertig werden.

Also, ich glaube, PwC hat supergute Grundlagen gelegt in den letzten Jahren. Also, da ist so ein Stichwort, ich sage mal Google, nicht, dass Google der Halsbringer ist, aber wir haben halt, ist ja, glaube ich, der weltweit größte Google-Anwender und haben halt unseren kompletten eigenen Server, das ist der klassische Google-Account, den jemand anders hat, aber haben dort eine sehr, sehr gute Infrastruktur, um zu kollaborieren innerhalb der Firma. und jetzt gilt es halt, dieses interne Wissen, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, das auch mit unseren Kunden zu machen oder mit den Partnern und ich glaube, das matcht sich sehr, sehr gut, weil zum einen Startups sehr agil und dynamisch sind und grundsätzlich die Voraussetzungen haben.

Also ich bin mir relativ sicher, dass wir dieses Programm so nicht hätten durchführen können, wenn ich sage mal die Kundengruppe oder der Nutzer Mittelstand wäre. Weil mittelständische Unternehmen, wir sehen das an unseren anderen Tools, die wir auch entwickelt haben, das ist schon schwieriger. Ich habe heute auch mit einem gesprochen, der sagte, ja, wir haben das Problem, dass viele gar nicht überhaupt einen Laptop haben und gar nicht von zu Hause aus arbeiten können. Ich sag mal, wenn man jetzt die klassischen Startups an, die wir kennen und die auch bei dem Programm mitmachen, die haben halt alle, können die remote, digital von überall arbeiten und sind da halt sehr agil und dynamisch. Da können wir halt, weil wir in unserer Initiative Next Level, so wie wir uns da verstehen, ein Stück weit selber auch ein Startup oder wie Startups agieren und da sehr schnell und ad hoc arbeiten können. Und deswegen passt das. Wäre das jetzt halt, wie gesagt, eher der Mittelstand, die wir da adressieren, wäre es wahrscheinlich schwieriger, weil ich glaube, das ist ja das Tolle an der Gründerszene, die sind sehr kreativ.

Man sieht jetzt ja auch gerade, was da alles so passiert draußen, auch für wie Startups helfen können gegen die Corona-Krise. Und ich glaube, das ist so ein bisschen das, was wir uns zum Nutze gemacht haben. Und auch viele Startups sagen zu uns auch als Feedback, hey, das ist vielleicht sogar jetzt noch interessanter, weil wir hatten auch ein paar dabei, die aus Bremen oder Hannover etc. mitfahren wollten oder mitmachen wollten und die sagen jetzt, hey, jetzt können wir es ja auch komplett digital machen, wir sparen uns Rüstkosten, es ist effizienter und sind trotzdem in einem Austausch, also die sind da schon gewohnt, dass es sowas stattfindet, dieses Thema Remote-Arbeiten.

Ja, und ich finde, man sieht an dieser Krise eben ganz deutlich, wie wichtig oder was für einen wichtigen Beitrag die Digitalisierung zum Aufbau von Resilienz in Unternehmen, also sprich der Widerstandsfähigkeit gegenüber exogenen Schocks leisten kann. Also wie du es auch schon angesprochen hast, einerseits der ganze Teil IT, Architektur, Infrastruktur und andererseits eben aber auch die Anwendung von neuen Arbeitsweisen und eine Kultur, die eben agile und flexible Zusammenarbeit im Team möglich macht. Und seitdem ich bei PwC bin, ist das quasi Daily Business bei uns, remote mit Kollegen in Frankfurt, Köln oder wo auch immer zusammenzuarbeiten. Und das hilft dann eben ungemein jetzt, wenn man da keine große Umstellung hat in der Arbeitsweise.

Und wenn man da drauf schnell reagieren kann, dann hilft das auch im kulturellen Sinne, dass wir relativ flache Hierarchien haben und Vorschläge auch von Mitarbeitern, weil sie bottom-up eingebracht werden können, ohne dass es sehr viel starre bürokratische Hürden in den ganzen Prozessen gibt. Wir sind natürlich immer in der Abstimmung auch mit den verschiedenen Ebenen bei uns, aber wir haben trotzdem wirklich relativ viel Autonomie in der Ausgestaltung von unseren eigenen Programmen und jetzt digitalen Veranstaltungen.

Also, jetzt ist das natürlich ein Vorteil für all die Firmen, die da schon vor Jahren mit angefangen haben. Ich habe wirklich ganz konkrete Beispiele aus dem IT-Alltag gehört von anderen Geschäftsführern, dass die einfach, also die haben zwar ein VPN, dass man von außerhalb arbeiten kann, letztendlich aber immer noch per VPN auf einem Server, der bei denen im Büro steht. Die haben aber gar nicht genug Lizenzen, dass alle Leute gleichzeitig von außen in dieses VPN reinkommen. Und dann ist es auch nur eine relativ schmale ADSL-Leitung, das heißt, von außen ist die Bandbreite massiv geringer, als wenn alle im Büro sind. Das sind natürlich so die Anfangsprobleme. Wer komplett auf Google oder irgendeinen anderen Cloud-Anbieter gesetzt hat, hat da erstmal ein leichteres Spiel. Wer nicht mal Laptops verteilt hat, hat im Prinzip ganz verloren gerade.

Also wenn ihr jetzt so an eure größeren Corporate-Kunden denkt und so die einen, die sich da vielleicht sehr gut positioniert haben und die anderen, die sich gerade schwer tun, jetzt gerade muss jeder reagieren. Also wir können perspektivisch alle nicht mehr in einem Büro rumsitzen. Irgendeinen Weg muss jeder finden. Gibt es da irgendwie die ein, zwei, drei richtig guten Soforttipps für die, die es noch nicht umgesetzt bekommen haben? Also was würdet ihr als erstes tun, wenn ihr das Thema bei euch neu umsetzen müsstet?

Ich glaube, dass man jetzt erweitern und dass man halt dort sofort dargestellt hat mit den Kollegen und Kolleginnen, was eigentlich überhaupt die Möglichkeiten sind. Was wir zum Beispiel auch gemacht haben im Vorfeld, das finde ich ganz cool, das kann man jetzt halt schwer sagen, wenn jetzt die Situation vorher noch nicht da wäre sozusagen, aber was wir früher mal gemacht haben, ist, wir haben so digitale Sparrings-Partner gebaut. Das heißt, dass wir junge Kollegen und Kolleginnen haben, die dann zum Beispiel ältere Partner quasi als Sparrings-Partner begleitet haben über einen bestimmten Prozess und über eine bestimmte Zeit und immer wieder mit denen Austausch hatten in den letzten Monaten.

Und das war eigentlich ganz cool, weil die halt deutlich besser damit klargekommen sind, mit diesen ganzen Neuerungen. Und das war für unsere älteren Partner vielleicht, die da noch nicht so viel. Und für die war das halt super cool, dass die halt einfach mal testen könnten, was da halt passiert ist sozusagen mit diesen ganzen Lösungen. Und da konnten die sich halt einfach ausprobieren und damit rumprobieren. Also dieses Thema Sparringspartner, digitaler Sparringspartner, das hilft, glaube ich, sehr. Ja, ich weiß nicht, Lisa, was du noch vielleicht Erfahrung hast.

Die Idee finde ich total super. Und die lässt sich ja im Prinzip auch jetzt von jedem umsetzen, auch wenn schon alle zu Hause sind. Das ist vielleicht dann eventuell ein bisschen mehr Delegationsaufwand, das einmal zuzuteilen. Ich habe das tatsächlich von meinem Bruder gehört. Der ist Professor an der Uni in Göteborg. Und die haben jetzt auch, obwohl in Schweden die Schulen noch offen sind, haben die auch jetzt das komplette Vorlesungswesen auf digital umgestellt. Und er hat jetzt den Job gekriegt, dass er morgens zwei Stunden jeden Tag Einweisungen in digitales Vorlesunghalten gibt, und zwar für sein Kollegium. Weil er auch einer der Jüngeren ist. Und jeder, der da aufgeschlaut werden will und muss, lernt von ihm, wie man das so umsetzt.

Wo so lustige Sachen bei sind, dass er sagt, dann kommen da seine Kollegen teilweise im Morgenmantel. ins Bild und er sagt, das solltet ihr vielleicht den Studis gegenüber nicht tun. Ja, also das Einmaleins-Soll haben wir bei uns auch nochmal intern,

wie man sich eigentlich da so ein bisschen verhält in so ein paar Regeln. Videokonferenz, wenn man nichts sagt, dann auf Mute stellen und so ein paar Sachen ist da, glaube ich, an der Stelle ganz wichtig, dass man da so ein bisschen das Einmaleins beherrscht. Aber auch wichtig ist, finde ich, dass man auch, wenn dann auch, dass alle bitte auch die Kamera dann auch anmachen, weil das auch deutlich persönlicher ist dann auch. Ja.

Ich bin jetzt ja aus völlig egoistischen Gründen noch ganz interessiert. Du hast gesagt, kollaborative Workshops digital, dass ihr da schon Konzepte habt. Ideen. Ideen?

Genau. Also wir sind gerade da in dieser Überlegung. Es ist total schwierig. Wie kann man eigentlich sowas machen? Wir testen es, glaube ich, jetzt an ein, zwei Kundenprojekten. Was, glaube ich, grundsätzlich interessant ist, das ist auch wiederum eine Frage, Technik. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, verschiedene Räume auch zu nutzen. Das heißt, dass es dann verschiedene Sessions in einem, ich sag mal, Videokonferenz gibt. Ich glaube, zum Beispiel Zoom ist so ein Anbieter, der sowas auch anbietet oder auch andere, wo man dann halt dann auch, ich sag mal, Hopping machen kann von einer Session zur anderen. Und auf der anderen Seite, was wir zum Beispiel ganz cool finden, ist, wie es gibt, das ist jetzt auch nur, weil ich von Google das sagen kann, als Beispiel, weil wir das jetzt bei PwC nutzen, dann gibt es so welche Sachen wie Jamboards.

Das ist dann so eine Art digitales Whiteboard, wo man dann halt auch Notizen hinlegen kann, als wenn wir das sozusagen vor einem Whiteboard machen, als wenn wir das jetzt an der Pinnwand machen bei anderen Kreativ-Workshops. Und das Spannende ist, diese Gems sozusagen, diese Gem-Boards, die könnte man halt auch freigeben im Vorfeld eines solchen Videokonferenzen. Das heißt, jeder kann dort einzelne Post-its, digitale Post-its sozusagen ablegen. Und dadurch kann man halt versuchen, das sozusagen nachzubauen, diese Sessions, wo man normalerweise, wenn wir mit unseren Kundenprojekten dann vor der Wand stehen und dort Post-its mit Ideen dran machen, kann man das halt quasi über so ein digitales Jamboard dann machen.

Das ist bestimmt nicht das gleiche 1 zu 1 Ersetzung, aber das ist eine Möglichkeit und ich glaube, was wir halt auch hier machen, ist dann wieder kurze Stops und auch in unserem Programm, wo wir dann Hausaufgaben aufgeben und dann mehrere kleine Abstände machen. Also es wird halt nicht so sein, dass wir acht Stunden uns in einem digitalen Workshop dann befinden, sondern es wird viel mehr kleinere Sessions geben. Und ich glaube, das ist auch ein spannender Ansatz und ich glaube, der auch umsetzbar ist.

Ja, die Idee finde ich gut. Also ich kann mir auch schwer vorstellen, sechs Stunden vor meinem Laptop zu sitzen und konzentriert dabei, in einem Workshop zu sein. Das heißt, das auf mehrere kleinere Sessions aufteilen, macht, glaube ich, total Sinn.

Ja, und so kann man, glaube ich, trotzdem ja ans Ziel nachher kommen. Es ist ein bisschen ein anderer Weg. Und ich glaube, die wichtige Frage, so wie wir uns das bei Scale jetzt auch gefragt haben, was ist die Zielsetzung und wie kommen wir da hin? Und jetzt haben wir halt mal einen anderen Weg genommen und sind da sehr zuversichtlich, dass das funktioniert.

Cool, die Jamboards schaue ich mir mal an. Da bin ich ganz gespannt.

Also da bieten die mittlerweile echt viel an. Und ich glaube, das ist auch die Idee generell, ob das jetzt Google oder wer auch immer ist. Es geht nicht nur um Technologie, sondern es geht um die Kollaboration auch von verschiedenen Tools und Services, wo man Sachen einsetzen kann, wo man sich dann einbringt. Und das ist, glaube ich, cool, dass man halt diese technologischen Möglichkeiten einfach mal ausprobiert, die anwendet und sie dann halt auch kombiniert mit den Personen und das ansetzt. Weil jede Technologie, es kann nur so gut sein, wie sie dann auch umgesetzt wird und nutzbar gemacht wird. Also ich will sagen, wenn wir gemeinsam an Präsentationen, an Projekten arbeiten, dann ist es halt auch wichtig, dass alle das dann auch nutzen, auch konsequent nutzen, das ist dann wiederum auch sehr, sehr hilfreich.

Wenn es nicht passiert, dann hast du halt wieder eine Abbruchkante an so einem Projekt und das dann auch wiederum nicht passt. Also ich musste mich da auch erst dran üben. Da kann Lisa auch ein Lied von singen, dass wir ganz am Anfang, als wir die ganzen Sachen ausgeübt haben, dass wir da auch erst wieder alle reinkommen mussten, dass wir so einen Weg hatten, wie wir dann auch gemeinsam arbeiten dran.

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Wir haben ja unser Start-up Seon, mit dem wir seit Jahren arbeiten. Die sind alle nach Südafrika gezogen, irgendwann frühzeitig im Prozess. Das heißt, wir bilden hier die Entwicklung, während das Leben sich auf dem anderen Ende der Welt abspielt. Ich kenne das aus eigener leidvoller Erfahrung, wie wichtig das ist, dass da alle konsequent gut kommunizieren. Wenn da einer nachlässt und am anderen Ende des Globus fragt man sich, und leben die eigentlich noch oder was passiert? Ja. Okay. Also ich finde, das sind total spannende Impulse und ich finde, das ist einfach ein schönes Beispiel, dass innerhalb von wenigen Tagen so ein großes Programm komplett umgestellt werden konnte und dass es immer noch einen großen Mehrwert bieten wird.

Ich denke, aus Zeitgründen sollten wir jetzt dem Ende entgegenkommen. Habt ihr, nein anders, ich gehe mal zu meinen Abschlussfragen über und ich bin gespannt, ob in diesem speziellen Kontext da noch neue Ideen kommen. Meine erste Schlussfrage ist ja immer, habt ihr ein Thema, an dem ihr gerade ganz akut arbeitet? Da wäre jetzt die Frage, gibt es über die Digitalisierung von Scale hinaus ein weiteres akutes Thema, an dem ihr dran seid?

Lisa, hast du was? Ich hätte sonst eine Idee auf jeden Fall

Ja, also von meiner Seite ist es erstmal natürlich jetzt unter diesen erschwerten Bedingungen versuchen so weit wie möglich Business as usual zu machen, die ganze digitale Kommunikation zu organisieren damit klar zu kommen, die ganze Zeit nur digital und nicht mehr analog mich mit den Leuten zu treffen Und trotzdem natürlich weiter eine gute Motivation zu haben, bei dem ganzen Chaos außenrum.

Auf jeden Fall, weil es bei mir ganz konkret, was ich auch noch spannend finde, ich mache sehr viel Fundraising-Projekte mit Startups und das ist auch nochmal so ein Punkt jetzt zu gucken, eigentlich ab wann halt Unternehmen wieder sich bei diesen Themen zu öffnen sind, wie man halt mit den Unternehmen jetzt darüber kommuniziert, über diese Themen, weil wenn jetzt ein Unternehmen mit der Zeit investieren möchte in Startups, dann ist es natürlich auch wichtig, auch mal persönlich zusammensetzen. Wir haben jetzt einen konkreten Fall, wo ein Investment stattfinden wird, ohne dass es innerhalb von kürzester Zeit, ohne dass sie sich kennengelernt haben, weil es wirklich jetzt digital zum Schluss war.

Also es geht und da muss man, glaube ich, gute Wege finden und auch wir jetzt im Rahmen des Programms, wie man eigentlich jetzt diese, ich sage mal diese, ja in Anführungsstrichen Lieferkette, also Startups, Investments etc. aufrechterhalten kann, weil auch die Fonds, andere haben ja trotzdem, wollen ja noch weiter investieren, weil sie auch Auflagen haben und wie man das jetzt auch zusammenbringt, finde ich ein ganz, ganz spannendes Thema. Und weil da ja viele auch jetzt Herausforderungen haben und auch Investoren abspringen, wie man da jetzt trotzdem weiterhin da so die Kette aufrecht erhalten kann.

Ja, genau. Und dann vielleicht auch, weil es gibt ja schon das eine oder andere Projekt, wo es um Zusammenarbeit mit Startups geht, die jetzt erstmal pausiert werden und da auch mit den Leuten weiter in Kontakt zu sein und denen zu sagen, natürlich ist das Kerngeschäft erstmal Priorität in solchen Krisensituationen, aber eben das nicht aus dem Auge verlieren, dass eine Diversifizierung oder auch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle eben auch helfen kann, in solchen Situationen besser aufgestellt zu werden.

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Da sehe ich aus unserer Perspektive gerade, dass unsere Anfragen massiv hochgegangen sind seit Anfang letzter Woche. Also ich glaube, vielen Leuten wird jetzt bewusst, dass da Digitalisierung im Prinzip jetzt eigentlich nur der Weg aus der Krise sein kann.

Ja, also das ist vielleicht auch nochmal ein ganz kurzes Beispiel. Sorry, was ich total spannend finde, ich bin auch engagiert in, ja, sowas wie Wirtschaftsjunioren ist das, das ist ein Netzwerk aus Unternehmern etc. Und viele, die jetzt immer analog verkauft haben, müssen sich auf einmal Gedanken, wenn sie halt weiter existieren wollen, wie geht jetzt eigentlich PayPal bei mir oder solche Fragen. wie kann ich jetzt auf einmal irgendwie also Bezahlvorgänge anders darstellen, Online-Shop und so weiter und so fort, also von den kleinen Cafés angefangen oder anderen kleinen Restaurants, Bars, etc. und ja, das ist auch eine Riesenchance dahinter, denen geht es natürlich allen sehr, sehr schlecht und das ist auch echt dramatisch, was da teilweise passiert, auf der anderen Seite wenn die das jetzt schaffen, können die glaube ich da sehr gestärkt daraus zurückgehen, weil sie auf einmal sich ganz anders aufstellen, also ich hatte gestern ein Gespräch Da ging es irgendwie darum, die Buchhandlung, dass sie jetzt weiter lieferfähig ist und Bücher und die haben in kürzester Zeit einen kleinen Online-Shop aufgebaut, so eine lokale, regionale Buchhandlung, wo sie ganz besondere Bücher online shoppen kann.

Das ist schon cool. Und halt Chance ist da natürlich die Digitalisierung, wenn man das vorantreibt und da eigene E-Commerce-Lösungen baut und entwickelt.

Ja. Ja, im Prinzip Noten macht erfinderisch, kann man da wieder einfach sagen. Genau. Okay. Gibt es Quellen, die ihr gerne nennen wollt, die wir verlinken können? Also ich denke, Scale natürlich werden wir verlinken und die Tools, die du genannt hast, auch. Aber darüber hinaus, wer jetzt gerade gezwungen ist, Veranstaltungen oder andere Dinge spontan zu digitalisieren, wo könntet ihr eurer Meinung nach hilfreiche Infos finden?

Also ich vielleicht ein bisschen weiter gedacht würde ich sagen, dass es generell für alle interessant ist, auch sich jetzt mal nach so Hackathons umzuschauen, zum Beispiel was es da so gibt, wo man selber auch so seinen Beitrag leisten kann. Also so ein bisschen den Solidaritätsgedanken hier ein bisschen weiter in den Vordergrund bringen. Da gab es ja zum Beispiel den Wir-Versus-Virus-Hackern, der auch von der Bundesregierung gefördert wurde. Da mal zu sehen, wie kann ich vielleicht digital trotzdem der Gesellschaft noch irgendwie was zurückgeben. Und da gibt es auch sehr viele interessante Challenges, die dort bearbeitet wurden, um mit den Herausforderungen jetzt durch das Coronavirus umzugehen.

das ist vielleicht ganz interessant, um sich da das ein oder andere mal anzuschauen.

Das ist eine coole Idee, werde ich verlinken.

Ja, genau das hätte ich auch gesagt und ansonsten bauen wir zum Beispiel gerade auch an so einer Technology Map, wo wir alle Startups, die irgendwie was gegen oder die Überwältigung von Corona sozusagen was machen können, dass wir darauf verlinken. Das sind, glaube ich, auch so spannende Sachen und ansonsten, glaube ich, echt so Podcasts, die total auch interessant sind, wo man irgendwie, hätte ich auch noch so zwei, drei Ideen, die man sich einfach mal anhört, wo man sich mal beschäftigt oder auch, ich sag mal, lesen, ob das Gründerszene ist, ob das T3N oder viele andere sind, wo man halt, glaube ich, auch ganz tolle Infos rausziehen kann, wo man mal so ein bisschen was

drüber Okay. Ja, cool. Dann würde ich sagen, letzte Frage für jetzt und hier. Gibt es jemanden, den ihr gerne in einem der folgenden Interviews ausgefragt hören würdet.

Ja, also ich promoviere nebenbei auch noch im Bereich Politikwissenschaften, deswegen habe ich immer persönlich auch ein sehr, sehr starkes Interesse, da die politische Perspektive zu hören, gerade auch jetzt, wenn es darum geht, so schnell immer Entscheidungen zu treffen. Ich glaube, das ist Sinn.

Ja, das ist spannend. Hast du da jemanden Konkretes? Also in den letzten beiden Interviews, die online gegangen sind, habe ich mit Aaron Stenitzky gesprochen. Der ist promovierter Politikwissenschaftler. Und da haben wir ganz konkret über Digitalisierung, Demokratie und den Begriff der Freiheit gesprochen. Also super spannendes Gespräch, aber halt sechs Wochen vor Corona aufgenommen. Da wussten wir nicht, was jetzt auf uns zukommt. Hättest du da jemanden, der ganz konkret zu diesen heute interessanten Fragestellungen was sagen könnte?

Ich fände es zum Beispiel total spannend, jetzt neben PwC-Kollegen den Daniel Barke von WorkGenius, der selber einen Podcast auch gibt und der ein Unternehmen gebaut hat, der Freelancer bei Ad-Hoc-Zeiten an Unternehmen vermittelt. der ist glaube ich super spannend dafür, weil der quasi nur auf Basis von New Work etc. sozusagen das Unternehmens- und das Geschäftsmodell entwickelt hat und entsprechend hier ganz ganz tolle Mehrwerte glaube ich darstellen kann und der jetzt eigentlich Digitalisierung jetzt erst recht auf Basis von Corona und von daher glaube ich wäre das eine super spannende Person, die da ganz viel mitglieden kann, also Daniel Barke von

Work Genius. Cool, das ist gewünscht wurde, den ich schon interviewt habe. Ich muss die Frage nachschlagen, aber irgendwann letzten Sommer habe ich schon mit ihm gesprochen. Aber ja, möglicherweise ist das aber eine spannende Sache, ihn jetzt nochmal zu interviewen, weil er sicherlich jetzt einen völlig neuen Blickwinkel noch beizutragen hätte.

Könnte ich mir vorstellen.

Cool, ich klingel ihn einfach mal an. Den Kontakt habe ich. Okay, ja cool. Dann würde ich sagen, sollten wir das jetzt an dieser Stelle zu einem Ende bringen, weil, glaube ich, alle gerade mehr als genug Zeit mit digitaler Kommunikation zu bringen. Außerdem sind die Bahnfahrten weggefallen, um Podcasts zu hören. Ja, vielen Dank euch beiden für eure Zeit und für den ganz spannenden Einblick. Also ich glaube, dass das wirklich eine super interessante Sache ist, um jetzt ein wirklich konkretes, anschauliches Beispiel zu haben, wie Digitalisierung von so einem Offline-First-Format funktionieren kann. Ja, das war die erste Sonderepisode des Podcasts Wege der Digitalisierung in Zeiten von Corona. Ich habe mit Lisa und Christoph von PBC gesprochen.

Ich hoffe, dass ihr was gelernt habt, dass da vielleicht jeder was von mitnehmen kann. Ganz vielen Dank für eure Zeit und bis zum nächsten Mal. Ich sage auch vielen Dank.

Ja, danke ihr und wir freuen uns schon auf das Wiedersehen digital im Programm.

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