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E5012.06.201931 Min

Wie können wir Kinder für MINT-Fächer und -Berufe begeistern?

Im Gespräch: Gesine Liese (Kinderforscher an der TUHH)

Titelbild zu E50: Wie können wir Kinder für MINT-Fächer und -Berufe begeistern? – Gesine Liese (Kinderforscher an der TUHH)

Worum es geht

Gesine Liese von den Kinderforscher an der TUHH erklärt, wie sie Kinder für MINT-Berufe begeistert – mit Alltagsfragen und digitalen Experimenten.

Gesine Liese ist Leiterin der Kinderforscher an der TUHH. Sie wuchs im Silicon Valley auf, studierte Mathematik und Chemie in Deutschland und gründete 2006 das Kinderforscher-Projekt. Ziel ist es, Kinder von Klasse 3 bis 13 für MINT-Berufe zu begeistern.

Das Projekt nutzt Alltagsfragen wie Pizzaboden oder Ketchup-Flaschen, um Naturwissenschaft und Technik spielerisch zu vermitteln. Experimentierkisten und die digitale Plattform Knifflix ermöglichen Lernen auch ohne physischen Besuch der TU.

Knifflix ist eine kostenlose, interaktive Plattform mit Videos, Experimenten und direktem Kontakt zu Forschern und Studierenden. Sie ist für Kinder ab acht Jahren und Erwachsene geeignet. Datenschutz wird durch keine Registrierung und vorherige Kontrolle von Inhalten gewährleistet.

Die größte Herausforderung ist die ständige Anpassung an rechtliche Rahmenbedingungen wie Datenschutz und Urheberrecht. Gesine Liese nutzt Vernetzung, wie das MINT-Forum Hamburg, und Kooperationen, um sich über digitale Bildung zu informieren.

Ursprüngliche Shownotes 12.06.2019

Fragt man Kinder und Jugendliche nach ihren Berufswünschen, so werden meist Berufe wie Lehrerin, Fußballspieler oder Polizistin genannt. Auch die Berufe der Eltern stehen hoch im Kurs. Der Grund: Andere Berufe sind unbekannt und den Kindern so fremd, dass sie keinen Bezug zu ihnen haben. Das gilt vor allem für technische und naturwissenschaftliche Berufe. Denn auf den ersten Blick haben diese nur wenig mit der Lebensrealität von Kindern zu tun.

Dabei können viele Alltagsfragen mithilfe von Technik und Naturwissenschaften beantwortet werden. Auch Kindern können diese Themen also nahegebracht werden – wenn sie auf anschauliche und leicht verständliche Weise vermittelt werden. Genau das haben sich die Kinderforscher an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) zur Aufgabe gemacht.

Im Interview mit Nils erklärt die Gründerin und Leiterin der Kinderforscher Gesine Liese, was ihr Projekt so besonders macht und wie sie es schafft, sogar Grundschüler für technische und naturwissenschaftliche Fragestellungen zu begeistern.

Mit dem Spirit des Silicon Valley

Die gebürtige Deutsche Gesine Liese ist als Kind mit ihren Eltern in die USA ausgewandert – in das heutige Silicon Valley, wo ihr Vater bei IBM gearbeitet hat. Bis zu ihrem High-School-Abschluss hat sie dort gelebt und der Spirit des Silicon Valley hat sie bis heute tief geprägt. Liese hat hautnah miterlebt, wie aus kleinen Garagen-Startups milliardenschwere Unternehmen wurden. Und sie hat gesehen, dass man alles schaffen kann, wenn man nur fest an sich und seine Ideen glaubt: „Wir alle, die in diesem Zeitraum zwischen 1968 und 1984 im Silicon Valley groß geworden sind, haben den Glauben, dass wir die Welt bewegen können.“ Und genau so gehe es ihr auch: „Ich möchte gerne die Welt verändern.“

Das ist Liese gelungen: Gemeinsam mit ihrem Mann Andreas Liese hat sie 2006 die Kinderforscher gegründet. Die Kinderforscher sind ein Projekt der TUHH. Das Ziel: Schülerinnen und Schüler von der dritten bis zur 13. Klasse für naturwissenschaftliche und technische Fragen zu begeistern, um so ihr Interesse an den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu aktivieren und zu fördern. Wie die Kinderforscher das schaffen? Indem sie durch praktische und alltagsnahe Experimente zunächst den Forschergeist der Kinder und Jugendlichen wecken und ihnen dann hautnah zeigen, wie an der TUHH an genau diesen Themen geforscht wird.

Kindheitserfahrungen kreieren

Der Grundgedanke dahinter ist simpel: „Jeder, der Ingenieure kennt, weiß, dass sie wahnsinnig gerne herumtüfteln“, sagt Lise. „Und wenn man sie fragt, wie sie auf ihren Berufswunsch gekommen sind, dann hört man oft, dass es an einer Kindheitserfahrung lag. Dass sie selbst gerne etwas gebaut haben oder mit dem Opa an Modelleisenbahnen gebastelt haben oder Ähnliches.“ Bei den Kinderforschern geht es genau darum, diese Kindheitserfahrungen zu kreieren und den Kindern Naturwissenschaften und Technik auf spielerische Weise nahezubringen.

Um das zu erreichen, bieten die Kinderforscher viele verschiedene Projekte und Produkte an. So gibt es Experimentierkurse für Grundschüler, in denen sie im wöchentlichen Wechsel in ihren Klassenräumen experimentieren und Exkursionen an die TUHH machen, oder den Nachwuchscampus, der sich an ältere Schüler ab der achten Klasse richtet. Zudem bieten die Kinderforscher sogenannte Experimentierkisten an. In diesen Kisten werden Materialien zu spannenden Fragen aus dem Alltag zusammengestellt, etwa „Wie geht Hefeteig auf?“, „Warum fliegen Flugzeuge?“ oder „Wie wird Abwasser sauber?“. Mit den genannten Angeboten erreichen die Kinderforscher jährlich rund 1.000 Kinder und Jugendliche aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Tendenz steigend.

Kniffelix: Online-Plattform für das Experimentieren zuhause

Mit ihrem jüngsten Angebot Kniffelix wollen die Kinderforscher noch höher hinaus und noch mehr Kinder und Jugendliche erreichen. Kniffelix ist eine Online-Plattform, die die Experimente der Kinderforscher zu den Kindern und Jugendlichen nach Hause bringt. Liese selbst vergleicht Kniffelix mit den Lach- und Sachgeschichten aus der Sendung mit der Maus – jedoch mit einem wesentlichen Unterschied: Die Kniffelix-Experimente sind interaktiv. Auch hier gibt es zwar kurze Videos, in denen bestimmte Themen angesprochen, Fragen geklärt oder Berufsbilder aus dem MINT-Bereich vorgestellt werden. Die Zuschauer werden aber zwischendurch immer wieder dazu aufgefordert, selbst aktiv zu werden:

„Wenn ich fernsehe, dann sitze ich vor einem Fernseher. Wenn ich die Kniffelix-Plattform aufrufe, dann gibt es da erstmal ein kleines Video von zwei bis drei Minuten, um mich an eine Alltagsfrage heranzubringen. Zum Beispiel werde ich gefragt, welcher Pizzatyp ich bin, ob ich einen knusprigen Pizzaboden lieber mag oder einen fluffigen, weichen. Von da aus wird dann gefragt, wie das überhaupt mit dem Hefeteig funktioniert. Und dann werde ich vom Computer weg in die Küche geschickt, um das selbst mal auszuprobieren“, erklärt Liese das Konzept.

Interaktion und Mitmachen im Fokus

Darüber hinaus werden die Teilnehmer dazu animiert, Fotos von ihren Experimenten hochzuladen und eigene Experimentierideen vorzuschlagen. Anhand von Quizfragen können die Kinder und Jugendlichen ihr Wissen auf spielerische Weise testen und noch mehr lernen. Bei allem stehen der Austausch, die Interaktion und das eigenständige Ausprobieren und Aneignen von Wissen im Vordergrund.

Dabei ist laut Liese vor allem eines wichtig: der Spaß an der Sache. „Man sollte definitiv keine Scheu bei Kindern entstehen lassen“, sagt Liese. Viele Erwachsene hätten selbst Hemmungen in Sachen Experimentieren. Vor Dingen, die neu für sie sind, hätten sie häufig Angst. Kinder hingegen würden diese Angst nicht kennen. Deshalb sei es umso wichtiger, die eigenen Vorbehalte nicht auf die Kinder zu übertragen. Das gelte auch für Vorurteile und Stereotype, die man selbst möglicherweise im Kopf hat, etwa, dass Mädchen in bestimmten technischen Dingen nicht so begabt seien wie Jungen.

Ein gesundes Mittelmaß

Gleichzeitig warnt Liese vor einer zu starken Fokussierung auf das Technisch-Naturwissenschaftliche. Es sei zwar großartig, wenn man das Interesse an naturwissenschaftlichen Fragen in den Kindern wecken und sie für derartige Themen begeistern könnte. Dabei dürfe man aber nicht vergessen: Jedes Kind ist unterschiedlich und hat unterschiedliche Interessen. Wenn ein Kind also liebend gerne tüftelt und experimentiert, sollte man das fördern. Wenn es aber lieber mit Puppen oder mit der Spielküche spielt, dann ist auch das völlig in Ordnung. Grundsätzlich gilt laut Liese: Eltern sollten alles in Maßen anbieten, einen gesunden Mittelweg finden und Einseitigkeit vermeiden.

Viel Spaß beim Zuhören!

Links aus dem Interview:

Transkript

4.473 Wörter

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Hallo und herzlich willkommen zur 50. Folge des Podcasts "Wege der Digitalisierung". Heute sitze ich in den Räumen der TU Hamburg-Harburg bei Frau Gesine Wiesel, Leiterin der Kinderforscher an der TU. Wir haben uns kennengelernt über den Nachwuchscampus, den ich jetzt seitens des Wirtschaftsvereins verantwortet seit kurzem und ja das ist ein sehr spannendes projekt den nachrufcampus ist nur ein kleiner teil der kinderforscher und es geht im weiteren sinne auch um digitalisierung aber um viel mehr ich bin ganz gespannt was wir heute lernen vielen dank für die zeit erzählen sie doch mal ein paar worte wer sind sie was hat sie dahin gebracht wo sie heute sind was sind die

kinderforscher mein name ist gesinne liese ich bin in deutschland zwar geboren, aber als ich anderthalb Jahre alt war, sind meine Eltern ausgewandert in das heutige Silicon Valley. Da hat mein Vater für die IBM gearbeitet, als sie da noch in ihren Anfängen war. Ich war klein und bin komplett in den USA groß geworden, was auch sehr stark die Kinderforscher und den Nachwuchscampus prägt und mein ganzes Tun. Als ich 18 Jahre alt war, hat mein Vater einen Ruf an die Universität Bonn bekommen und meine Eltern brauchten Hilfe mit meinem kleineren behinderten Bruder. Und so kam ich mit 18 Jahren nach Deutschland, habe hier dann mein Abitur noch ablegen dürfen, weil mein American High School Diploma nicht anerkannt wurde und habe dann hier in Deutschland Mathe und Chemie studiert, mein Staatsexamen gemacht und bin Lehrerin für Mathematik und Chemie von einer Ausbildung her, aber habe vor 13 Jahren die Kinderforscher an der TUHH gegründet.

Das ist ein Nachwuchsprogramm der Technischen Universität Hamburg, um Kinder und Jugendliche von der 3. bis zur 13. Klasse für MINT-Berufe zu begeistern. MINT heißt Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Und so versuche ich sehr herrensahen und mit sehr viel von meiner amerikanischen Art, von wie ich groß geworden bin, hier in Deutschland Menschen zu inspirieren, unsere Forscher von morgen zu werden. Und das ist das, was ich so heutzutage mache.

Ja, bevor ich jetzt die Frage stelle, die ich immer am Anfang stelle, können Sie noch ein paar Worte sagen, was die Kinderforscher machen, wie das funktioniert? Ich finde, das ist ein sehr spannendes Konzept und ich glaube, das sollten wir kurz vorweg schieben.

Also Kinderforscher begann, dann versteht man auch, warum Kinderforscher so aufgebaut ist, dass damals wollte das Präsidium der Technischen Universität überlegte, wie könnten wir eine Kinderuni machen als Technische Universität. Und jeder, der Ingenieure kennt, wissen die Tüfteln wahnsinnig gerne. Und wenn man Ingenieure fragt, wie sie dazu gekommen sind, einen solchen Beruf zu ergreifen oder so etwas zu studieren oder eine Ausbildung zu machen als Industriemechaniker oder ähnliche Sachen, dann hört man oft durch eine Kindheitserfahrung, dass man etwas gebaut hat, mit dem Opa Eisenbahn gespielt hat, selbst Sachen gerne ausgetüftet hat. Und so kam es dazu, dass als mein Mann mal einen Schulleiter fragte von der Grundschule unserer Kinder, ob gerne eine Gruppe Kinder mal an die Technische Universität kommen will, meinte der Schulleiter von der Schule in der Alten Forst, Herr Andreas Wiedemann.

Es wäre, man müsste dazu ein pädagogisches Begleitprogramm haben, weil der Abstand von einem Grundschulkind zu einem Forscher an der Technischen Universität sei zu groß. Ich war damals als Mutter zu Hause, aber durchaus fähig mit meinem Staatsexamen für Mathe und Chemie und habe gesagt, auch ein pädagogisches Begleitprogramm für eine Kindergruppe von Grundschülern, die die TU besuchen, das könnte ich mir vorstellen, aufzubauen und fing an, eine AG an der Schule in der Altenforst aufzubauen. Ich habe noch rumgefragt, wer könnte das mit mir machen und habe durch einen Zufall auf einer Gemeindefreizeit die Julia Hosung kennengelernt. Sie ist Absolventin der TU, ist Diplomverfahrenstechnikerin, war auch mit ihren Kindern zu Hause.

Und so haben wir einen Experimentierkurs aufgebaut. Wir sind in einer Woche an die TU gefahren mit 24 Grundschulkindern der Klasse 3 und 4, haben uns angeguckt, was machen die Forscher zum Beispiel im Institut für technische Biokatalyse. Und dann hatten wir immer eine Woche Zeit, was könnten wir nächste Woche mit den Kindern im Experiment machen, dass sie dann so ein Thema auch Herrn Sahnen noch näher gebracht bekommen in der Schule. Und das ist Biokatalyse. Kennen wir das? So ein schweres Wort. Ja, wir alle kennen es von der Hefe. Wer isst nicht gerne Brot? Wer isst nicht gerne Pizza? Und das wird mit Hefe hergestellt und das ist ein ganz typischer Biokatalysator. Also haben wir in der Woche drauf in der Schulküche ganz viele Gläser und Schüsseln zusammengesucht und haben eine Versuchsreihe gemacht, was bringt die Hefe im Teig eigentlich zum Gehen.

Und so haben wir verschiedene Institute der TU besucht und haben dann immer anschließend überlegt, was für ein Experiment könnten wir dafür entwickeln. Nach einem Jahr, wo wir das gemacht haben, zwei Kurse, hat die TU gesagt, klasse, toll, wir hätten gerne das nächste Jahr fünf dieser Kurse in Hamburg laufen. Nun hatten wir beide Kinder und wussten gar nicht, wie wir das so machen sollten. Und dann haben wir den Sommer über gesagt, okay, wir schreiben das zusammen, wie wir es gemacht haben, stellen Material zusammen, bringen das den anderen Schulen und dann können Lehrer der anderen Schulen das auch machen, was wir machen. Die Grundschullehrer haben zwar in Hamburg meistens kein naturwissenschaftliches Studium hinter sich, aber wir haben gesagt, wenn wir das ganz allgemein verständlich machen, wie Was-ist-was-Bücher, dann kann das jeder, weil wem gefällt nicht Sendung mit der Maus, wem gefallen nicht Was-ist-was-Bücher, Also machen wir es in dieser Art. Wir gehen immer von einer Alltagsfrage aus.

Eine Alltagsfrage traut sich jeder zu, sei es ein Grundschullehrer oder ein Schüler. Ja, und daraus ist dann Bottomline Kinderforscher entstanden. Ganz viele Alltagsfragen von dem Alltag über das Experimentieren bis hin zu, was macht die Forschung an der Technischen Universität? Irgendwann konnten wir gar nicht mehr so viele Kinder an die TU bringen. Und dann haben wir überlegt, wir haben unsere Experimentierkisten, wir haben Ausleihexperimentierkisten erstellt, haben wir so gemacht, dass die auch alle ohne die Besuche an der Technischen Universität funktionierten. Und so haben wir Programme aufgebaut mit 300 Ausleihexperimentierkisten, die man einfach vor Ort in seiner Schule oder in seinem Mädchentreff oder wo immer man gerade ist, in jedem Raum durchführen kann mit 24 Kindern.

Und man kann dann einen Experimentierkurs einfach vor Ort machen oder man kann das kombinieren in einem Projekt, Experimentieren und Forscher, was wir haben, wo man zwischendurch auch Exkursionen an die Technische Universität macht. Und inzwischen haben wir in dieser Art über 1000 Schüler pro Jahr, die wir in Kursen haben in Hamburg, in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen, wo wir immer mit Schulen kooperieren. Also keiner kann sein Kind direkt bei uns anmelden. sondern wir arbeiten mit Schulen zusammen, da kann sich jede Schule gerne bei uns melden, www.kinderforscher.de, man kommt auf unsere Homepage und ein Lehrer kann sagen, hier, wie mache ich das, ist ganz unkompliziert und so fängt man an zusammenzuarbeiten.

Ja, Wahnsinn, im Prinzip so eine total klassische Start-up-Geschichte.

Ja, absolut. Wir haben auch in meiner Küche angefangen, in meiner Garage, in meinem Wohnzimmer. Es gibt auch einen Film vom NDR dazu, der vor 13 Jahren entstanden ist. Und ich sagte ja schon, ich bin im Silicon Valley groß geworden und Apple hat in der Garage angefangen. Hewitt Packard hat da ganz klein angefangen. Und was sind das heutzutage für riesige Unternehmen? Und all wir, die in dieser Zeit 1968 bis 1984 im Silicon Valley groß geworden, wir haben alle so einen Wahn, dass wir die Welt bewegen können. Also nicht nur ich, sondern auch andere, die ich von damals kenne. Meine Schwester ist auch ein bisschen so. Und von dem her, ja, daher, ich möchte gerne die Welt verändern. Ich möchte wirklich gerne was für die Welt tun.

Und daher habe ich das Kinderforscherprogramm aufgebaut. Wie gesagt, in unseren Projekten haben wir so 1000 Schüler im Jahr. Aber so komme ich dann auch schnell zum Thema Digitalisierung. Auch da habe ich überlegt, wie können wir über die Grenzen der Metropol Hamburgs hinauskommen. und da haben wir vor gefühlt drei oder vier Jahren hörten wir hier an der Technischen Universität, dass die Hamburg Open Online University ins Leben gerufen wurde und dass da Early Birds gesucht werden für digitale Projekte. Und da haben wir uns sofort gemeldet und haben gesagt, wir möchten gerne eine digitale Experimentierplattform machen, Wir möchten gerne, dass der ganze deutschsprachige Raum Kinderforscher erleben kann.

Da haben wir dann Fördermittel bekommen über die Hamburg Open Online University. Ich habe eine Mitarbeiterin eingestellt, die Stefanie Stelzer, und die hat von Null auf mit mir aus unseren Erfahrungen von Kinderforscher an der TUHH unsere Knifflix-Plattform geschaffen. Und da unter www.kinderforscher.de-knifflix kann man ganz viel experimentieren, man kann kleine Videos sich angucken, man kann Mitarbeiter der Technischen Universität kennenlernen, man kann Studenten der Technischen Universität kennenlernen und fragen, wie kommt man eigentlich dazu, dass man ein Schüler war und wie kommt man auf die Idee, sowas wie Bioverfahrenstechnik zu studieren. Oder auch ein Absolvent, wenn ich jetzt hier studiert habe und ich habe sogar promoviert, ich habe meinen Doktor gemacht, was kann ich dann danach machen und wie fühlt sich das an?

Wir sind in Labore gegangen und haben geguckt, woran forschen die promovierenden Studenten. Und wie gesagt, unser Vorbild dabei ist Sendung mit der Maus. Ich hörte, das Durchschnittsalter von Sendung mit der Maus ist 40 Jahre. und ja, das ist auch mein Ziel bei Kniffelix, also es ist ein Programm, was so verständlich gemacht ist, dass es kinderleicht ist, es ist für Kinder ab acht Jahre geeignet, aber Erwachsene lernen ebenso viel bei dem Programm, genauso wie die Lach- und Sachgeschichten bei Sendung mit der Maus, nur dass das halt interaktiv ist. Wenn ich Fernsehen gucke, sitze Ja, wenn ich die Knifflex-Plattform aufrufe, dann gibt es da erstmal ein kleines Video von zwei, drei Minuten, um mich an eine Alltagsfrage heranzubringen.

Zum Beispiel, was für ein Pizzatyp bist du? Hast du lieber einen harte und knusprigen Pizzaboden oder hast du lieber einen fluffigen, weichen Pizzaboden? Und wie macht man eigentlich Hefeteig? Und so beginnt das Ganze. Man wird dann weg vom Computer geschickt in die Küche und soll das mal ausprobieren. Man soll zurückkommen und kann sein Lieblingsrezept für Pizzateig, wenn man möchte, auch posten. Man muss das nicht. Man kann auch Fotos von wie man seinen Teig macht oder wie der aussieht oder wie die perfekte Pizza aussieht machen. Und dann wird man aber weitergebracht und da wird genauer gefragt. Hier, wenn man Hefeteig verwendet als seinen Pizzateig, wie funktioniert eigentlich die Hefe? und da kriegt man eine Experimentieranregung, wird wieder in die Küche geschickt, soll was Trockenhefe holen, ein paar Gläser und kann loslegen.

Man macht seine erste Versuchsreihe und merkt gar nicht, dass man inmitten der Naturwissenschaften steckt, weil es macht auch total viel Spaß. Man kann das mit Kindern machen, als Erwachsene machen, ist ganz egal. Und wie gesagt, dann gibt es kleine Quizze, man lernt alles Mögliche, aber es macht einfach Spaß. Man lernt ja auch bei Sendungen mit der Maus ganz viel. Und auch da, wenn man Fragen hat, kann man die Fragen in den Blog. Man kann auch Fotos hochschicken, man kann eigene Experimentierideen dazu posten. Und so haben wir nicht nur eine Pizza-Mission, sondern wir haben auch eine Mission zum Thema Ketchup. Jeder kennt es, man hat eine Glasflasche mit Ketchup drin, man will, dass etwas Ketchup rauskommt.

Zuerst kommt nichts raus, wenn ich sie auf den Kopf stelle, dann schlage ich hinten drauf. Und plötzlich habe ich den ganzen Teller voller Ketchup. Aber wieso eigentlich? Und wenn ich ein bisschen was von dem Wieso verstehe, wie kann ich bei der nächsten Grillparty der Profi sein und kann richtig geübt mein Ketchup da aus der Flasche holen? Und auch hier, man lernt ganz viel über Naturwissenschaft, Technik, was nicht neutronische Flüssigkeiten sind. Hört sich total hochtrabend an, aber kann jeder Kinder leicht verstehen. Wer hat nicht immer was von Isaac Newton gehört? Und was eine Flüssigkeit ist, weiß man eigentlich auch. Und so ist die Frage, was sind eigentlich Flüssigkeiten, die nicht so sind, wie Newton behauptet hat, dass Flüssigkeiten sind.

Und genau da landet man bei den nicht-newtonischen Flüssigkeiten. Also gar nicht so schwer.

Jetzt würde ich gerne auf den Begriff Digitalisierung einmal zurückkommen. Sie hatten ganz am Anfang gesagt, es geht um die MINT-Berufe. Da ist zumindest in dem Informatikanteil ja irgendwo Digitalisierung mit drin. Er ist auch in den anderen drin, aber Informatik ist das, woran die Leute denken, wie man Digitalisierung hört. Und das eine ist, jetzt muss man das irgendwo in die Welt tragen, was denn das eigentlich ist. Und andererseits haben Sie gerade schon gesagt, zum Beispiel mit der Kniffelix-Plattform nutzen Sie ja selbst die Tools der Digitalisierung, um selbst irgendwo über die physischen Boxen hinaus zu skalieren. Ich fange mal an mit der Frage, was ist denn Digitalisierung eigentlich in Ihren Worten, bevor wir auf die anderen Themen vielleicht noch ein bisschen eingehen.

Also für mich hat Digitalisierung etwas mit ganz vielen Einsen und Nullen zu tun. Und für mich hat das im Zeitalter, ich habe in der 10. 11. Klasse mit dem Informatikunterricht, in der 10. Klasse mit dem Informatikunterricht halt im Silicon Valley angefangen, wo wir wirklich hinter Computern saßen und lernten, Apple sagt Basic zu programmieren. Daher, das war für mich mein erster Begriff, was für mich Digitalisierung bedeutete. Das hieß etwas, was vielleicht in Papierform möglich war oder haptisch möglich ist, also mit einem Computer zu machen und zu übertragen durch damals Leitungen, heutzutage auch durch die Luft, Informationen zu übertragen und zu verbreiten und sammeln und zu erschaffen.

die halt durch die Mittel von Computer, Tablets, Smartphones heutzutage verbreitet werden. Und das ist für mich Digitalisierung.

Und wenn Sie jetzt an die MINT-Begrufe denken und im Prinzip, also jetzt hatten Sie diese Beispiele genannt, das waren jetzt eher die Biochemie.

Ja, Mathe, Naturwissenschaft, Technik, also außer der Informatik.

Genau. Und in welche Richtung würden Sie sagen, ist es sinnvoll und notwendig, heute Schülerinnen und Schülern dieses Thema Digitalisierung nahezubringen? Was sollte man als Schüler heute lernen in der Grundschule, in der Mittelstufe?

Man sollte lernen, überhaupt eine Offenheit zu haben für Computer. Wie gesagt, für mich, wenn ich von Computern spreche, dann sagen wir mal gleich, ich meine gleich die Tablets und die Smartphones mit. Nur das ist jedes Mal so kompliziert, die alle mitzubenennen. Also mit Computern meine ich halt alles. Und man sollte definitiv gar keine Scheu bei Kindern entstehen lassen, ich kann das nicht. Und das gilt für alles, was MINT ist. Also Kinder haben auch keine Angst, sie haben keine Angst vorm Experimentieren und Kinder haben auch keine Angst vorm Computer oder vor Smartphones oder so. Und nur sehr viele Erwachsene, also die Eltern und die Großeltern, haben heutzutage noch Ängste, was nicht zu verschaffen oder nicht zu verstehen.

Und ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir diese Angst gar nicht erst auf Kinder übertragen. Auch diese Vorurteile, ob Mädchen das dann können werden oder Jungs, oder vielleicht werden es Mädchen schlechter können oder schlechter verstehen. Ich denke, da sollten Erwachsene ihre eigenen Ängste mal zurückstellen. gar nicht erst so viel damit anfangen. Und gleichzeitig, genauso wie man nie auch die Chemie oder die Biologie oder so in den Mittelpunkt gestellt hat, finde ich, sollte man auch nicht Computer und Digitalisierung und alles in den Mittelpunkt von Kindererziehung stellen. Und alles, wovon man zu viel macht, ist nicht gut, von dem ja in der Regel. Und so leiden ja auch manchmal Leistungssportler in anderen Bereichen in ihrem Leben von ihrem Leistungssport.

Natürlich bringt Leistungssport ihnen sehr viel, aber es schränkt sie auch irgendwo ein. Und genauso sehe ich es mit der Digitalisierung oder mit dem Zugang von Kindern und Jugendlichen vom Internet. Also alles in Maßen, alles in einer natürlichen Menge und keine Extreme schaffen. Also das finde ich. Gerade gestern habe ich mich mit meiner Mutter unterhalten. Die hat ein kleines Kind, ich würde mal sagen, der war drei Jahre alt und war ganz aufgeweckt. Und da meinte sie, siehst du, Gesine, der ist bestimmt nur so aufgeweckt, weil seine Mutter ihn bisher von allen Geräten ferngehalten hat. Und da habe ich gesagt, nein, das würde bedeuten, dass als du groß geworden bist, dein Abi müsste ein Klacks gewesen sein, weil du hattest ja diese ganzen Geräte nicht.

Und daher, du bist ja ohne diese ganzen Geräte groß geworden. Also müsstest du hochintelligent sein. Und Tatsache ist so leicht, viel meiner Mutter ihr Abitur nicht. Sie träumt immer noch von ihrem Abitur. Und von dem her, daher, es kann nicht daran liegen, dass Kinder in ihrer Entwicklung entweder besonders schlau oder besonders unschlau sind, weil sie zu viele oder zu wenig Geräten ausgesetzt werden.

Das glaube ich einfach nicht. Aber ich denke, die Sache mit dem Mittelweg ist eine gute...

Eine natürliche Menge. Und nicht nur das, was für ein Kind spielt, vielleicht wahnsinnig gerne Eisenbahn, Modelleisenbahn. Und daher, so wie das Spaß macht und es fürs Kind auch noch gesund ist, sollte es ruhig Modelleisenbahn spielen können. Und es gibt vielleicht das ein oder andere Kind, was schon recht früh irgendwie einen ganz besonderen Draht hat zu irgendwas, was man in dem Bereich Digitalisierung tun würde. Ich meine schon allein die Elektro-Eisenbahn gibt es auch schon digitalisiert. So ist es nicht. Auch digitale Schaltung von Weichen und weiß der Kuckuck was. Das heißt, es kommt ja darauf an, wo fange ich überhaupt an, es anzuwenden. Und ich finde für solche Kinder, die sich früh für Elektronik und Technik oder so begeistern, da kann man früher mit manchen Sachen anfangen.

Aber wenn ein Kind sich stattdessen für Puppen oder für eine Spielküche oder für den Spielplatz begeistert, dann sollte es auch das machen können und auch alles im Maßen. Also ein Kind, was ausschließlich auf dem Spielplatz groß wird, wird auch irgendwas verpassen.

Ja. Sie haben gerade den Begriff Anwendung genannt. Ich finde, das ist eine gute Überleitung zu der Frage, wie nützt denn Digitalisierung dem Kinderforscherprojekt? Kniffelix haben Sie schon genannt. Das ist ein Projekt, sage ich mal.

Es ist eine kostenlose digitale Experimentierplattform für jedermann zugänglich. Das ist die eine Möglichkeit. Zweitens, was wir schon seit recht langem haben, ist natürlich unsere Homepage, also www.kinderforscher.de, womit wir versuchen, mal kriege ich Bewerbungen von Menschen, die sehen, wir haben eine Stelle ausgeschrieben oder wir haben immer wieder öffentliche Veranstaltungen, wo man mit der ganzen Familie kommen kann. Zum Beispiel demnächst am 5. Juni 2019 hier an der TU um 17 Uhr. So können Menschen darüber auch erfahren. Dann haben wir eine Facebook-Seite Kinderforscher an der TUHH, wo man auch, weil bei der Homepage muss man ja hingehen, um auf die Informationen zu stoßen, wann ist die nächste Veranstaltung.

Wenn man uns auf Facebook liked, dann tun wir unsere Einladung halt auf Facebook-Veröffentlichungen. Dann wird man darauf hingewiesen, dass die nächste Veranstaltung kommt. Und ansonsten haben wir für die älteren Jugendlichen, also ab der 8. Klasse bis zum Abitur, unseren Nachwuchscampus. Und auch da unter www.nachwuchscampus.de haben wir nochmal eine separate eigenständige Homepage mit Informationen. oder wir gehen und besuchen ganz viele Unternehmen und lernen Unternehmensmitarbeiter und Auszubildende kennen. Und da veröffentlichen wir zum Beispiel Filme, dass Leute, die nicht mit waren auf der Exkursion, können anhand der Filme, die wir da veröffentlichen, dann auch daran teilnehmen und sehen, was hat eigentlich die eine oder andere Klasse, was haben die Jugendlichen da gemacht und gelernt.

Und daher haben wir diese Sachen und auch über die Homepage von der Nachwuchscampus, diejenigen, die an Projekten teilnehmen. Da gibt es einen passwortgeschützten Bereich, wo dann auch die ganzen Lehrmaterialien für die Lehrer, die in dem Bereich arbeiten, sind. Und wenn man mit uns zusammenarbeitet, sagen wir, was ist das Passwort? Und dann kommt man so an nochmal weiteres Unterrichtsmaterial. Auch bei Cliflex findet man jede Menge Unterrichtsmaterial als Lehrer. Da gibt es einen Bereich für Pädagogen, wo auch Arbeitsblätter und Anleitungen sind zum Downloaden. Aber wie gesagt, beim Nachwuchscampus ist es noch in einem passwortgeschützten Bereich, weil ich da an meine rechtlichen Grenzen aufstoße.

Was darf man alles, was darf man nicht? Und bevor ich was öffentlich verbreite, da bräuchte ich da Rat, wenn jemand da mal Lust und Interesse hat, sich bei uns zu engagieren. Bitte sehr. Ich bin immer offen, Neues zu lernen.

Ja, das ist vielleicht sogar eine gute Überleitung zu der Frage, was ist denn so die größte Herausforderung im Kontext der Digitalisierung? Würden Sie da diese Datenschutz-Urheberrechtskiste nennen oder gibt es noch eine größere Sache, an der Sie da gründen?

Genau, in mancher Art und Weise hat sogar die Datenschutzrichtlinie uns auch nochmal geholfen. Also früher musste man sich bei Knifflix registrieren, um teilzunehmen. Seit der Datenschutzverordnung haben wir alles so stark umgestellt, dass man sich da, es ist alles nach dem Jugendschutzgesetz, aber man muss sich nicht mehr registrieren, was gerade im Kinder- und Jugendbereich ganz toll ist, dass sich da keiner registrieren muss. Aber dennoch, es darf nichts, alles, was gepostet oder hochgeladen wird, kontrollieren wir, bevor es online geschaltet wird. Und so stellen wir sicher, dass es absolut nichts Problematisches auf der Seite gibt. Aber was definitiv für uns eine riesige Herausforderung ist, ist zu wissen, A, was ist immer rechtlich okay, was ist rechtlich nicht okay, auch wenn wir versuchen, mit anderen zusammenzuarbeiten oder Quellen interessante Sachen zu veröffentlichen.

Wie soll man das machen? Das ändert sich auch dauernd. Und generell, also mir persönlich fällt schwer, mit diesen zig Programmen zu wissen, wie geht man mit WordPress um und diese ganzen Programme, die man dann nach und nach alle lernt und damit umgehen zu können, um immer mehr zu erschaffen, da am Laufenden zu bleiben, schaffe ich nicht. Daher stelle ich dann Mitarbeiter ein. Und daher ist wirklich da die Herausforderung für mich, die große Bandbreite an Wissen zu lernen. Ja, das löse ich dadurch, dass ich immer wieder versuche, neue Projekte einzuwerden, neue Partner zu finden, mit denen wir zusammenarbeiten können. Und dadurch Mitarbeiter einzustellen oder mit den Mitarbeitern von anderen zusammenzuarbeiten, dass man so Wissen teilen kann.

Und da ich gerne digitale neue Lehr- und Lernmethoden schaffe, komme ich gerne in Kontakt mit Menschen, die im digitalen Bereich Sachen erschaffen möchten. Ich mache nicht über Jahre hinweg Sachen, die beständig sind, die ich ins Leben gerufen habe, die gut laufen, wie unsere Kinderforscherkurse, die versuche ich immer weiter zu betreiben. Aber ich habe großes Interesse, jedes Jahr auch Neues mehr, breiter zu schaffen. Und das ist gerade digital super möglich.

Wie würden Sie da empfehlen, wie man sich auf dem Laufenden halten kann? Gibt es da besondere Quellen, die Sie gerne nennen und empfehlen?

Also, dass ich Neues lerne. Ich selbst lese immer noch gerne Bücher, wobei ich lese die Bücher durchaus digital dann, also auf meinem Smartphone oder auf meinem iPad. Ein Buch, was ich da sehr inspirierend finde, ist Creating Innovators. In diesem Buch sind auch so QR-Codes, da kann man dann auch die Leute, die diese Artikel geschrieben haben, näher kennenlernen. Bei den Creating Innovators geht es darum, wie kann man heutzutage Kinder erziehen und Angebote machen, dass die Kinder von heute die Erfinder und Schaffer von morgen sind, gerade in dieser schnelllebigen Zeit. Und wie gesagt, das Buch finde ich sehr faszinierend und regt mich immer an. Ansonsten bin ich jemand, der sehr gerne vernetzt ist, sich halt auch einfach mit Leuten unterhält.

Und ja, eine Person hier in Hamburg gibt es die Petra Vorsteher, also die ist CAO bei Smato, einem Mobile-Unternehmen hier in Hamburg und in San Francisco. Wir haben uns kennengelernt in San Francisco in ihrem Unternehmen, was sie dort mit dem Ragnar Kruse, also ihrem Lebenspartner, zusammen gegründet hat. Und die hat mich schon mit ganz vielen Menschen zusammengebracht. Ich habe schon ganz viele Vorträge gehalten, gehe überall rum, komme so mit Menschen in Austausch, Vernetzung. Dann eine andere tolle Quelle, wo ich viele Ideen und wo wir viel zusammenarbeiten, ist in dem MINT-Forum von Hamburg. Es gibt unter www.mintforum.de, das ist die Vereinigung von allen möglichen außerschulischen Lernorten hier in Hamburg.

Und all wir Macher von MINT-Projekten sind zu finden auf dieser Art Homepage. Das wird unter anderem vom Körperforum, von der Joachim-Herz-Stiftung, vom LI Hamburg mindestens betrieben. Und die Körperstiftung ist aber auch dabei, solche regionalen MINT-Regionen anderswo in Deutschland aufzubauen und so mit der Zeit die alle zu vernetzen. Und das ist auch im Jahr, es gibt immer zwei Netzwerktreffen im Jahr. Also wer Interesse hat, kann sich da melden und sich auch anmelden für den Newsletter. So erfährt man dann davon. Und wie gesagt, da gibt es ein Mint Bar Camp zum Beispiel dem nächsten September. Da wird man auch unter dem Mint Forum darüber informiert. Das sind so diverse Orte, wo ich mich so informiere.

Ja, spannend. Das Mint Forum kenne ich noch nicht.

Das sollten Sie kennenlernen, unbedingt.

Das ist eigentlich die letzte Frage immer, ob Sie jemanden kennen, den Sie gerne hier im Podcast hören würden. Ich gehe fast davon aus, dass die Petra Vorsteher da schon der Kandidat wäre, oder?

Genau, die Petra Vorsteher ist der Hamburg Ambassador zu Silicon Valley. Und somit hat wahnsinnig viele Firmenkontakte im Silicon Valley, kennt da sehr viele Menschen, kennt hier in Hamburg sehr viele Menschen und hat da schon sehr viel geschaffen. Sie ist auch hier mit der Technischen Universität, leitet sie zusammen ein Alumni Chapter und hat auch sehr enge Kontakte hierhin. Und wie gesagt, eine ganz spannende Frau kennenzulernen, auch immer ganz toll. Frauen in der IT und sie hat auch schon sehr viele Frauen dazu bewegt, Richtung IT zu gehen. Und ist auch ein Kooperationspartner in unserem Nachwuchskampfprojekt schon seit vielen Jahren. Durch eine Begegnung in San Francisco. Das finde ich immer so ganz genial.

Man lernt sich in San Francisco kennen und arbeitet dann hier in Hamburg zusammen. So soll es sein. International.

Ja, dann werde ich mal versuchen, Sie möglichst schnell vor das Mikro zu kriegen. Das ist eine der kommenden Episoden dann mit ihr stattfindet.

Würde mich freuen. Ich bin dann dabei als Zuhörerin.

Perfekt. Ja, ganz vielen Dank. Ich würde sagen, das war ein sehr spannendes Interview. Das war das 50. Interview im Podcast "Wege der Digitalisierung" mit Gesine Liese vom Kinderforscherprojekt der TUHH. Ganz vielen Dank für das Interview.

Ich danke. Hat Spaß gemacht, sich zu enthalten.

Ja, dann hoffe ich, dass es auch Spaß gemacht hat zuzuhören. Alle Quellen, die wir genannt haben im Laufe des Gesprächs, verlinken wir wie immer unter dem Artikel wegederdigitalisierung.de. Das hier ist das 50. Interview. Teilt das Ganze gerne wie immer in den sozialen Netzwerken. Schreibt mir E-Mails, kommentiert auf dem Blog. Und ja, hoffentlich bis bald zum nächsten Mal. Musik Musik

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