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E6113.11.201933 Min

Was kann der deutsche Mittelstand vom Silicon Valley lernen?

Im Gespräch: Robert Grimm (Multiversum Managementberatung)

Titelbild zu E61: Was kann der deutsche Mittelstand vom Silicon Valley lernen? – Robert Grimm (Multiversum Managementberatung)

Worum es geht

Robert Grimm von Multiversum erklärt, was der deutsche Mittelstand vom Silicon Valley lernen kann.

Robert Grimm ist Gründer und Geschäftsführer der Beratungsfirma Multiversum Managementberatung. Er hat über 25 Jahre Beratungserfahrung, darunter bei GE Capital. Sein Fokus liegt auf der Digitalisierung und der Umsetzung von Visionen in konkreten Veränderungen.

Im Silicon Valley hat Grimm über mehrere Wochen mit Start-ups, etablierten Unternehmen wie Google, Tesla und Salesforce sowie mit Forschern gesprochen. Er identifiziert die Antizipation von Technologieentwicklungen, eine Fehlerkultur und ein agiles Denken als zentrale Erfolgsfaktoren.

Für den deutschen Mittelstand sieht Grimm einen Mangel an zentralen Informations- und Austauschplattformen. Er plädiert für einen „Silicon Germany“-ähnlichen Hub, der Forschung, Mittelstand, DAX-Unternehmen und Start-ups zusammenführt – physisch oder digital.

Die größte Herausforderung für Unternehmen ist das Warten. Grimm rät, Digitalisierung nicht zu ignorieren, sondern systematisch einzuteilen: Muss man jetzt machen, später, oder gar nicht? Die Antwort liegt in klarer Einschätzung, nicht in Aktionismus.

Ursprüngliche Shownotes 13.11.2019

Was kann der deutsche Mittelstand von amerikanischen Start-ups lernen? Und lässt sich das Erfolgsmodell Silicon Valley auf Deutschland übertragen? Auf der Suche nach Antworten zu diesen Fragen ist Robert Grimm, Gründer und Geschäftsführer der Managementberatung Multiversum, mehrere Wochen durch das Silicon Valley gereist. Von seinen Erkenntnissen erzählt Grimm im aktuellen Interview auf „Wege der Digitalisierung“.

Der unbändige Glaube an Digitalität und Technik

„Was ist das Erfolgsrezept des Silicon Valley?“ Mit dieser Frage im Hinterkopf hat Grimm die verschiedensten Unternehmen im Silicon Valley besucht und analysiert – vom jungen Start-up bis hin zum milliardenschweren Konzern. Seine Antwort: Es ist vor allem der unbändige Glaube an die Digitalität und den Fortschritt der Technik, der als Antriebsmotor im Silicon Valley fungiert.

Grimm veranschaulicht das an einem Beispiel: Wenn ein Unternehmer eine Idee habe, werde im Silicon Valley typischerweise nicht lange darüber nachgedacht, wie die Idee heute umgesetzt werden könnte. Stattdessen werde antizipiert, welche Mittel und Möglichkeiten die Technologie in zwei Jahren biete, wenn das Produkt auf den Markt gehen und gelauncht werden soll. In diesem Zeitraum könne sich die Technik geradezu exponentiell weiterentwickeln, wie es etwa das Mooresche Gesetz zeige. Es sei dieses in die Zukunft gerichtete Mindset, das wirklich Großes ermögliche.

Ein weiterer Vorteil, den die Unternehmen im Silicon Valley vielen deutschen Mittelständlern voraushaben, ist laut Grimm die andere Art und Weise miteinander zu arbeiten: das agile, sehr flexible Denken und der andere Umgang mit Fehlern ebenso sowie das deutliche Herausstellen dessen, wofür ein Unternehmen steht und wofür es eben nicht steht, wie es exemplarisch Unternehmenslenker wie Elon Musk und Jeff Bezos vorleben.

Zudem ist das Silicon Valley räumlich sehr konzentriert. Die Start-ups und Unternehmen befinden sich in unmittelbarer Nähe zueinander. Entsprechend einfach ist es hier auch für Firmen, gute Mitarbeiter zu finden. Denn, genau wie die Unternehmen, konzentrieren sich auch die Fachkräfte auf das Silicon Valley. Sie wissen, dass sie hier die besten Chancen haben, um Karriere zu machen, aber auch um sich weiterzuentwickeln und die neusten Entwicklungen am Markt miterleben zu können.

Von der digitalen Provinz ins „Silicon Germany“?

Genau hier liegt ein wesentliches Problem des deutschen Mittelstands. Denn dieser ist oft im Hinterland verstreut. Eine der drängendsten Fragen lautet deshalb Grimm zufolge: „Wo liegt eigentlich das Silicon Germany?“ Und: Wie können wir die Voraussetzungen schaffen, um ein Technologie-Hub wie das Silicon Valley hierzulande zu ermöglichen?

Für Grimm steht fest, dass es mit einem WeWork-Space allein nicht getan ist. Zudem reiche es nicht aus, wenn sich bestimmte Branchen an einem Ort konzentrierten, wie es etwa in München mit der Automobil-Industrie der Fall sei.

Wichtig sei vielmehr die Überschneidung verschiedener Bereiche. Zudem sei die Möglichkeit des Austauschs zwischen Start-Ups, Wissenschaft und großen DAX-Unternehmen ein entscheidender Innovationstreiber. Ob Berlin dafür den geeigneten Nährboden liefert, ist laut Grimm zumindest fraglich.

Grundsätzlich kann sich der Unternehmensberater zwar auch einen digitalen Ort des Austauschs vorstellen. Zumindest in der nahen Zukunft sei das Physische aber nicht wegzudenken: „Virtualität in jeder Form schafft ja auch eine gewisse Präsenz“, so Grimm. „Wenn man sich dann per Hologramm unterhält, kann ich mir das sehr wohl vorstellen.“ Bis es so weit sei, müsse aber eine Zwischenlösung her, bei der die persönliche Begegnung eine wichtige Rolle spiele.

Die Grundweisheit der Digitalisierung: „Warten kostet!“

Eine weitere Herausforderung, mit der deutsche Mittelständler zu kämpfen hätten, sei der richtige Umgang mit der Digitalisierung. Zwar sei es falsch, nun in puren Aktionismus zu verfallen. Gleichzeitig müsse jedem Unternehmer aber klar sein, dass warten kostet. Viele Unternehmenslenker würden die aktuellen Trends lieber noch eine Weile beobachten, anstatt zu handeln. Dieser Stillstand sei aber genauso verkehrt wie der Aktionismus. Stattdessen müssten sich Firmen Klarheit darüber verschaffen, wo ihre Reise hingehen soll – und dann behutsam die sicheren nächsten Schritte gehen.

Viel Spaß beim Zuhören!

Links aus dem Interview:

Transkript

4.869 Wörter

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Hallo und herzlich willkommen zur 61. Folge des Podcasts Wege der Digitalisierung. Heute sitzt vor mir Robert Grimm vom Multiversum. Wir haben uns kennengelernt vor einigen Monaten, ist es schon fast her, beim Entscheiderforum vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft. Jetzt sitzen wir hier. Robert hat ganz viele spannende Erfahrungen gemacht zum Thema Digitalisierung und wird uns dazu gleich ein bisschen mehr erzählen. Vielen Dank, dass du hier bist für deine Zeit. Danke, dass ich hier sein darf. Danke für die Einladung. Erzähl doch mal ein paar Worte zu dir, zum Multiversum und was habt ihr mit Digitalisierung im Hut?

Genau. Ja, zwei, drei Worte zu mir. Ich bin Familienvater von drei Kindern, komme aus Hamburg, bin leidenschaftlicher Hamburger und mache Beratung schon. Eine ganze Zeit, ich glaube irgendwas um die 25 Jahre, in unterschiedlichen Unternehmen und ehemalig bei GE Capital angefangen mit dem Thema. Und ja, heute seit zwölf Jahren Gründer und Geschäftsführer der Multiversum GmbH. Multiversum, vielleicht als Begriffsklärung vorweg, steht für Multi. Viele versere Sichtweisen, das ist so ein bisschen unser Credo neben unserem Subtitle Make Visions Work. Das heißt tatsächlich auch aus Visionen konkreten Wandel zu machen. Und im Grunde genommen beschreibt das auch schon vieles, was wir so tun. Wir beraten unsere Kunden im Hinblick auf die neue Welt, die neuen Herausforderungen.

Sprich Digitalisierung als Kernstichwort, das du mir jetzt ja auch schon gesagt hast, steht bei uns auch im Fokus. tatsächlich zu transformieren, zu überlegen, wo steht man, welchen Herausforderungen steht man gegenüber, wie kann man sie meistern mit Methode, natürlich mit entsprechender Unterstützung von uns beispielsweise. Und es geht immer los mit einer gewissen Einsortierung, wo stehe ich eigentlich, also Standortbestimmung und Ausblick, wo soll es denn eigentlich hingehen, auf welche Ziele soll es einzahlen, wie ist der Weg dahin, und zwar sehr, sehr konkret und mit eben dieser besagten Methode. Wir sind branchenunabhängig unterwegs, wir sind in diversen Branchen, also wir haben uns nicht auf eine Branche spezialisiert.

Wir sind der Meinung, unsere Methode oder unser Ansatzpunkt findet überall Anklang und kann überall funktionieren. Wir machen auch klassische Beratungsdisziplinen wie einfaches Prozessmanagement, Optimierung, Sourcing, also Outsourcing, Insourcing, Change Management. Das ist vielleicht so das, was man als Unternehmensberatung immer in der Auslage hat und auch braucht. Und es ist ja nicht alles anders und neu. Also insofern, das machen wir auch. Aber klar legen großen Fokus eben auf diese neuen Themen der Digitalisierung.

Jetzt hast du gesagt, zwölf Jahre Multiversum, noch viel mehr Jahre Beratung. Jetzt kommt wie immer an dieser Stelle gleich die Frage, was ist Digitalisierung in deinen Worten? Vielleicht magst du die so ein bisschen mit dem Fokus beantworten. Was ist Digitalisierung, wie du es heute beschreiben würdest und wie hat sich das vielleicht auch gewandelt über die Jahre? Also mein Eindruck ist, das ist heute ein extremes Modewort geworden. Das war aber nicht immer so. Ich glaube aber, die Themen, die man heute dahinter versteckt, waren eigentlich schon immer da. Ich glaube, das ist sicherlich heutzutage fast die spannendste Frage,

was ist Digitalisierung? und vielleicht auch die dringendste Frage im unternehmerischen Umfeld, darauf eine eigene Antwort zu haben, vielleicht sogar. Eine allgemeingültige ist sehr schwer, glaube ich, zu definieren. Ich gebe dir recht, ich glaube, vor einigen Jahren noch war Digitalisierung eher tatsächlich den einen oder anderen Prozess zu digitalisieren, also viel kleinteiliger. Heute ist, ich glaube, das Ziel darüber viel größer geworden. Was meine ich damit? Ja, von einem vielleicht analogen Produkt zu einem digitalen Produkt zu kommen, bedeutet gleichermaßen eigentlich die Definition eines gesamtneuen Marktes. Das heißt, die Chance, sein eigenes Produkt, was auch immer sein mag, eben auf einem anderen Marktplatz anzubieten.

Und das folgt natürlich gewissen anderen Regeln und Herausforderungen allen voran, überhaupt mal auch Skill in die Richtung aufzubauen. Wenn ich einen technischen Experten für irgendein Produkt habe, dann kann das in der analogen Welt sein, muss es aber nicht in der digitalen Welt sein. Also es ist eine Chance und jeder Unternehmer sollte entscheiden, ob er auf diesem Markt aktiv sein will und muss sie unter anderen Gesichtspunkten natürlich prüfen, ob das ein Markt ist und welchen Gesetzgebungen und Herausforderungen folgt dieser Markt. Also das wäre für mich in der Nutshell beschrieben, was ist Digitalisierung, das heißt durchaus eine riesengroße Chance, so sehe ich es auch immer, ist keine Bedrohung, aktiv zu werden und eben zu schauen, was kann ich mit dem Produkt, was ich habe, auf der digitalen Ebene vielleicht anders machen und vielleicht habe ich andere Chancen.

Gleichermaßen natürlich aber auch die Gefahren, die einem herschwingt. Ist der analoge Markt denn morgen nicht mehr da oder eben doch?

Jetzt sind wir Softwareentwickler und ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass Leute mit einer sehr konkreten Vorstellung bei uns ankommen, was sie haben wollen und dass das dann hilfreich ist, einen Schritt zurückzutreten und zu fragen, was ist denn das Problem, das ihr lösen wollt? Und wenn man das dann verstanden hat, kommt man gemeinsam mit dem Kunden oft an den Punkt, dass die Lösung, die sie wollten, gar nicht die Lösung für das Problem ist und wir eine gemeinsame, viel bessere Lösung finden, die oft auch günstiger und schneller umzusetzen ist. Was sind denn so die Probleme, mit denen eure Kunden zu euch kommen? Beziehungsweise kommen die überhaupt mit einem Problem oder wollen die eigentlich auch ein Stück Commodity und ihr müsst diesen Schritt zurücktreten?

Also das ist, glaube ich, sowohl als auch. Das ist auch eine Reflexfrage, die wir gerne stellen, ist, auf welches Ziel zahlt das eigentlich ein, um eine Orientierung zu haben, wo führt denn das hin und wie groß ist das Problem, was ich A habe und was ich damit lösen will und wird es das Problem umfänglich lösen oder eben nur partiell und ich glaube gerade aus der Softwareseite, das kennst du zu Genüge, gibt es den großen Unterschied zwischen Symptom und Problem und ich muss aufpassen, dass ich nicht nur Symptome damit behebe und das nicht ursächlich ein Problem tatsächlich zu fassen bekommen, um es zu lösen. So Ad 1 und Ad 2 auch die Vermischung häufig zu einem strategischen Thema. Das ist noch nicht mal vielleicht ein Problem, sondern ich will mich irgendwo hin entwickeln.

Der aus meiner Sicht das größte Problem oder das größte Fehler, der gemacht wird, ist auch ein gewissermaßen ein bisschen Aktionismus zu sagen, okay, ich muss da jetzt auch, weil der Konkurrent doch eben das auch tut und ich will nicht der Letzte sein, ich muss das jetzt irgendwie trendmächtig auch tun. Und da sich zu besinnen und zu sagen, wo will ich eigentlich hin mit meinem Unternehmen und auf welches Ziel zahlt das ganz konkret ein. Klar, dennoch ist man teilweise ein Teil eines größeren Komplexes und teilweise heißt es auch nur einfach umsetzen, tun wir auch. Das ist nicht die Frage. Wir hinterfragen nicht immer alles und müssen nicht auf alles eine Antwort wissen. aber wir stellen die Frage auf jeden Fall

in unserem Vorgespräch hast du erzählt, dass du eine Weile im Silicon Valley verbracht hast und da mit den Größen und den nicht so großen Größen den kommenden Größen gesprochen hast und dass du so ein bisschen destilliert hast, was du hast auch gesagt, alle sagen, dass sie ins Silicon Valley gehen dass das gar nicht alle tun und dass nicht alles gut ist, was von da kommt. Und dass aber schon auch gute Sachen von da kommen, an die man sich mal halten könnte. Gibt es da Sachen, die du jetzt hier erzählen kannst?

Klar. Also vielleicht erstmal Trigger dieser Reise war für mich nicht nur, dass ich von Haus aus ein neugieriger Mensch bin und gerne mich mit solchen Dingen beschäftige und wissen will, wo geht denn der Trend hin und warum geht er denn da hin, etc. Aber auch die Fragestellung, die ich von unseren Kunden gehört habe, was ist eigentlich Multiversum-Standpunkt, was ist eigentlich euer Advice, eure Beratung uns gegenüber, egal welcher Kunde, was sollten wir denn jetzt tun mit all den neuen Themen, die aus dem Silicon Valley da hochkommen. Und irgendwann unweigerlich der Entschluss zu sagen, na gut, Dann muss ich mal an die Wiege der Innovation treten, wie man so schön sagt. Und ja, die Erkenntnisse über einige Wochen dort gesammelt, querbeet von Startup bis größerem Unternehmen, Google, Tesla, Facebook, Salesforce, LinkedIn etc., IBM Watson, aber eben auch in vielen kleinen Bereichen, in kleinen Startups hinterfragt, was treibt euch ein?

Was ist euer Erfolgsrezept? Wie geht ihr eigentlich vor? Was ist sozusagen der Parameter, der euch triggert, zum Ziel zu kommen und dann irgendwann mal ein potenzielles Unicorn zu werden, was gar nicht mehr so unique ist. Ja, ich glaube, um die 70 mittlerweile im Silicon Valley oder mehr. Heute spricht man ja schon von Decatcorn. Das heißt, das heißt mal Unicorn, ja, eine Milliarde präbörslich bewertetes Unternehmen ist ein Unicorn. Und zehn Milliarden spricht man jetzt schon, was natürlich gewaltig sind. Und eigentlich Unicorn, weil es eigentlich ein Fabelwesen ist, gar nicht gibt. Aber dort gibt es das. Das heißt, irgendwas machen sie richtig. Und wie gesagt, sehr, sehr viel ist auch falsch.

Also ich glaube, da sollten wir schon dabei bleiben, wie wir hier unterwegs sind. Als größtes Merkmal sicherlich unsere kritische Haltung. Das ist teilweise ein bisschen unterrepräsentiert aus meiner Sicht. Also insofern, das würde ich auf jeden Fall beibehalten wollen, für uns oder uns wünschen würden, dass wir das beibehalten. Allerdings auch dieser unbändige Glaube an Digitalität, das heißt an die Technik. Und diese zu extrapolieren oder zu antizipieren, das ist, glaube ich, eines der größten Erfolgsrezepte. Das heißt, als Beispiel, wenn ich heute eine Idee habe, sie nicht mit den heutigen Mitteln umzusetzen, sondern zu antizipieren, wenn ich in zwei Jahren damit auf den Markt gehe oder das launche, zu sagen, wo stehe ich in der Technologie.

Und wer das Moorische Gesetz kennt, Verdoppelung der Speicherbarer, Halbierung des Preises alle zwei Jahre, hat eine Idee davon, dass das exponentiell sein kann. Und das heißt, in zwei Jahren wird die Technologie so weit sein, dass sie vielleicht mit KI oder Ähnliches eben ein Produkt an den Markt bringen kann. Und das ist das Erfolgsrezept. Weil wenn ich das nicht tue, bin ich in zwei Jahren eigentlich schon mit einem veralteten Produkt unterwegs. Und das ist so in deren Überlegungs-Setup mit drin. Und ich glaube, das ist ein Großteil eben deren Vorteil, dass sie das tun. Neben vielleicht auch einer anderen Art und Weise miteinander zu arbeiten, also das Kulturelle, was einmal angesprochen wird, und vielleicht einen kleinen Trugschluss aufzuklären, das hat nichts mit Kultur zu tun, das, was wir hier so kennen und eben immer eine Reflexhandlung, naja, das ist eine ganz andere Arbeitskultur, das ist damit nicht gemeint, sondern das ist dieses agile Denken und dieses viel flexibler Denken, eben wie Fehlerkultur und so weiter.

Es gibt ja ganz viele Attribute, über die wir immer lesen. Das ist damit gemeint und im Endeffekt, wenn man so ein bisschen in die jüngere Generation schaut, ist das da schon vollkommen angekommen. Ich glaube, das ist auch ein Thema, also damit umzugehen, flexibler zu arbeiten, wie gesagt, Fehler zuzulassen, klarzumachen, wofür das Unternehmen steht. Also wofür es auch nicht steht, ist auch eine Sache. Guckt man sich den Elon Musk an oder sowas, jeder weiß, wofür er steht. Das heißt, wenn man für Tesla arbeitet, weiß man, worauf man sich einlässt, ob man es mag oder nicht, aber man hat die Chance, das zu tun. Ich glaube, das ist auch symptomatisch dafür. Und das sind ja alles so Größe, Jeff Bezos, wie sie ja heißen, die da auch relativ als Frontman stehen und klar machen, wofür sie stehen oder eben nicht.

Jetzt frage ich mich so ein bisschen. Das eine ist, ich stecke in der Technik drin. Ich hatte ja im Vorgespräch auch schon gesagt, an vielen Stellen fehlt mir dann vielleicht noch die Kreativität, mir das auf eine bestimmte Branche vorzustellen. Wie lässt sich das anwenden? Nichtsdestotrotz ist es mein täglich Brot, mit diesen technischen Möglichkeiten mich auseinanderzusetzen. Das ist ja ein Thema, im Silicon Valley stelle ich mir das vor, das ist sehr konzentriert, Das ist ja räumlich keine gigantische Veranstaltung. Wenn da eigentlich jeder das lebt und atmet, dann weiß man, was geht und was morgen und in zwei Jahren gehen wird. Wenn ich mir hier den deutschen Mittelstand vorstelle, dann ist der teilweise im Hinterland verstreut.

Die haben sowieso schon Probleme, Fachkräfte zu finden. Wie kriegen wir es denn hin, um am besten es in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln, aber erstmal die Frage zu beantworten, wie kriegt man das denn hin, dass hier alle Leute, die wissen müssen, wie muss das Produkt in zwei Jahren aussehen, dass die überhaupt über die technischen Möglichkeiten Bescheid wissen.

Also der Vorteil, der im Silicon Valley besteht, by the way, um vielleicht auch das nochmal klar zu sagen, Das sind ja vielerseits Europäer, die dort einfach den besseren Nährboden finden, um ihre High Skills auch einzusetzen zu können. Und Silicon Valley mit den Tech-Firmen weiß auch ganz genau, wie sie die da rüberkriegen. Das heißt, wir reden da gar nicht von einem mehr oder minder amerikanischen Phänomen, aber das sind eigentlich alles gute Europäer, viele Deutsche, die man dort sieht, die einfach wissen, dass sie da besseren Erfolg haben können. Ich glaube, dass die große Frage eigentlich danach besteht, wo ist eigentlich das Silicon Germany? Wo ist denn eigentlich unser Silicon Valley?

Um dem Mittelstand zu ermöglichen, zu einem Bereich zu gehen, um sich zu informieren. Also das heißt, Mittelstand, der kann ja nicht mal eben mit Silicon Valley. Das ist ja ein Wahnsinnsaufwand. Aber ich glaube, jetzt mal um auf Deutschland zu gucken, Europa geht das Gleiche. Es passiert da ja auch ein bisschen was, siehe in Paris Station F oder in Russland Skolkovo. Also es gibt schon so ein paar kleinere Hubs, die sich entstehen, aber in Deutschland fehlt er eben. Da ist es nun auch nicht mit einem WeWorkspace getan an irgendwelchen Stellen oder ein bisschen konzentrierter dann in München. Da geht es um Automotive. Es geht darum, die Überschneidung der Bereiche ist interessant. Also das ist eben nicht wieder die Spezialisierung für einen gewissen Bereich, sondern was macht denn zum Beispiel Automotive mit Finance?

Was kann man da für ein neues Produkt entwickeln? Und das sind die entscheidenden Dinge. Und wie gesagt, für den Mittelstand, um darauf nochmal zurückzukommen, eine Anlaufstelle zu haben, um sich erstmal zu informieren und vielleicht auch Dienstleistungen fertig zu bekommen, ohne sich den notwendigen Skill einzustellen, sondern zu sagen, okay, das ist ein Service out of the plug oder ähnliches. Aber genau, wie du sagst, überhaupt eine Möglichkeit haben, dieses in Anspruch zu nehmen. Und die Frage ist sehr, sehr berechtigt. Und es ist höchste Zeit, dass wir da deutlich mehr daran nachdenken, wie kann sowas eigentlich aussehen. Und ich wäre ein großer Befürworter, wenn das irgendwann mal entstehen würde.

Vorgedacht im Konzept habe ich das tatsächlich schon mal.

Aber das heißt, zum Verständnis, Also Silicon Valley ist ja einfach ein in der realen Welt existierender Ort. So ein Mittelständler, der irgendwo hinter Tupfing seine Fabrik hat und da in der Region Arbeitgeber par excellence ist und so, der zieht ja nicht mit Sack und Pack um, weil jetzt sich alle Leute vor den Toren von Berlin sammeln. Hältst du es für möglich, diesen Ort irgendwie digital oder teildigital zu schaffen? Also ist das zum Beispiel eine Plattform, die irgendwie von allen Seiten befeuert wird? Oder muss das wirklich physisch existieren?

Ich glaube, für eine ganze Zeit lang wird man das physische nicht ganz wegdenken können. Denn wir sind noch sehr auf Personen fokussiert. Was in Zukunft sein wird, kann ich mir das sehr wohl vorstellen. Virtualität in jeder Form schafft ja auch gewisse Präsenz, wenn man sich per Hologramm dann unterhält oder sowas. Aber das ist noch nicht. das kann ich mir sehr wohl vorstellen. Für den Zwischenschritt wird es eher auch was mit persönlicher Begegnung zu tun haben, aber sehr konkreter oder konzentrierter. Berlin fängt ja so ein bisschen an, in diese Richtung zu denken. Aber genau darum geht es. Und das ist nicht nur für den Mittelstand so, sondern auch Experten suchen auch diese Nähe. Also das heißt gar nicht mal nur der Kunde, sondern auch Experten wissen ganz genau, wenn ich nach Hintertupfung gehe, das mache ich zwei Jahre, dann bin ich eigentlich outdated.

Weil ich da zu weit weg bin von meinem Netzwerk, was mich wiederum inspiriert und weiterbringt. Du sitzt hier auch mitten in der Metropole, was wir da vielleicht recht geben. Und ich glaube, das ist interessant. Deswegen ist dieser Marktplatzgedanke, glaube ich, ein elementarer und der dann hinterher vielleicht virtuell sein kann, vollkommen klar. Aber dieser Marktplatz zu entstehen, wo man hingehen kann, wie eine Messe sich informieren kann, was gibt es denn so konzentriert, wird, glaube ich, erstmal der Vorschritt dazu sein. und sich das allerdings dann nicht zu sagen, ich muss neben die Messe ziehen, glaube ich, das braucht man nicht. Aber man kann sich informieren und sagen, okay, du bist der richtige Partner und so wird sich, glaube ich, auch Beratung verändern, also eher, dass es ein Partnergeschäft wird, sich dann die Lösung zu holen.

Und im Mittelstand eher zu sagen, ich kaufe mir eben die Komplettlösung und das etwas größere DAX-Unternehmen sagt, na gut, ich baue eine Kompetenz auf vielleicht.

Ja, das ist eine spannende Frage. Also ich erlebe es ja bei uns, was wir durch Austausch gewinnen, also wie viel Wissen einfach nur über Netzwerke an uns herangetragen wird, was man gar nicht jetzt aus Blogs oder Büchern bekommen könnte. Aber ja, da ist Deutschland sicherlich ein ganz...

Und wenn man zurückschaut auf das Silicon Valley, das ist durch einen Riesenzufall entstanden im Grunde genommen. Das war in den 50er Jahren eigentlich zwei Vorreiter, die immer wieder genannt wurden. Das ist ein Dekan von der Stanford University gewesen und ein größerer im Bereich Halbleiter-Technologie. und Dekan hat in den ungenutzten Raum in der Stanford University den Studenten, die sich selbstständig machen wollen, zur Verfügung gestellt für den kleinen Mietzins und hat die auch gecoacht. Und William B. Shockley ist jemand gewesen, der eigentlich sich von seiner Frau von der Ostküste in die Westküste zu seiner Mutter zurückgezogen ist und dort mit Halbreitertechnologie sich selbstständig gemacht hat.

eben Schockley-Semikondukters. Allerdings war ein sehr großer Eigenbrückler und hat seinen Mitarbeitern misstraut und die dann irgendwann auch mehr oder weniger rausgeekelt. Und die haben dann Fairchild gegründet. Daraus ist dann eigentlich eine viel größere Bandbreite an Halbleitertechnologie. Und ein Journalist hat daraus dann eben Silikat, Silicon Valley, draus gemacht. Daher das Stichwort oder das Nickname dazu. Aber im Grunde genommen hat das Silicon Valley nichts ausgezeichnet. Da haben sie Orangen angebaut. Und strategisch lag es auch nicht mitten in den USA oder Ähnliches. Und hat dadurch den Nährboden gefunden. Durch zwei Dinge. Technologie und niedriger Mietzinsunternehmertum. Hewlett Packard als erstes Unternehmen, was da entstanden ist.

Genau so. Hat sich zudem entwickelt. Und ich glaube, dass das ganz durchaus replizierbar ist. Und es fängt eben auch mit einem Niedrigzins an. Und da sollten wir natürlich schauen. Ist Berlin da die richtige Wahl ist? Aktuell weiß ich es nicht. Aber es bedingt sich eben auch durch universitären Mittelstand, Start-up-getriebenen und DAX-Unternehmen. Das ist so ein Vierer-Verbund, der sich an einer Situation finden muss und sich gegenseitig zu befruchten und weiterzuentwickeln. Jeder hat was von dem anderen. Und Universitäre eben generiert die Startups, die Startups, die den Kunden, Mittelstand, DAX-Unternehmen hat. Und Universitäres, was wiederum Forschung und Entwicklung gemacht, auch geschließen durch große DAX-Unternehmen.

Und das kann funktionieren unter dem Deckmantel vielleicht der Region.

Ja, das ist spannend. Also da passiert, glaube ich, gerade in Harburg hier ganz viel. Die TU ist da ja sehr aktiv in Richtung Forschung, gerade auch Luftfahrt. Ja, das ist ein spannender Blickwinkel. Also dass im Prinzip dieser Austausch von wirklich Forschung, Mittelstand, DAX, Konzern, also dass du eigentlich alle Ecken brauchst, dass man gar nicht jetzt sagen kann, wir gehen in die Schanze und da sitzen die ganzen coolen Gründer. Die alleine reißen das nicht. Aber die DAX-Konzerne alleine, denen fehlt halt der Input, das frische Blut.

Exakt. Also wie gesagt, wenn ich mit großen DAX-Unternehmen eben auch spreche, die auch nicht in Ballungszentren mitten angesehen sind, die sagen es auch, die kriegen auch schwierig den High-Skill tatsächlich, obwohl sie gut bezahlen, weil es nicht unbedingt eine monetäre Sache ist. Sondern, wie gesagt, jemanden aus seinem Umfeld so rauszureißen, sodass der auch weiß, na gut, in zwei Jahren bin ich dann eben nicht mehr ein State of the Art. Jeder, der darüber nachdenkt, wird es nicht tun. Und das ist, wie gesagt, im Silicon Valley der riesen Vorteil. Da muss man in der Haustür weitergehen, ist man beim nächsten. Und dadurch repliziert sich das natürlich auch. wie gesagt, das ist etwas größer. Und so groß ist das Silicon Valley gar nicht. Das ist 4000 Quadratkilometer, das ist rein mein Gebiet.

Also es ist gar nicht so groß. Schweige denn von den 2,8 Millionen, die da leben. Das ist nicht viel. Inklusive San Francisco. Also das ist schon alles, und wenn sie da unterwegs sind, das ist alles, duckt sich ein bisschen weg. Das ist wie eine Reihenhaussiedlung. Also das ist, hat mich auch erstaunt, Da nicht jetzt die Großstädte zu sehen, sondern eigentlich alles sehr ländlich. Sehr hochpreisig, logisch. Ja, gut, das hört man. Das hört man und die verdienen alle ziemlich gut. Und deswegen, wie gesagt, entweder findet man in diesen Top-Tech-Firmen Anschluss oder man gründet eben selber. Dann ist das neue potenzielle Unicorn geboren.

Was ist denn deine große Challenge, wenn du all das zusammennimmst und eure Kunden, Klienten mit ihren Themen ankommen? Was wollt ihr da als nächsten großen Schritt angehen?

Also auch wir in der Beratung müssen uns die Frage gefallen lassen oder nicht nur gefallen lassen, sondern sie uns selber stellen aktiv. Wie disruptieren wir uns selber beziehungsweise was ist denn das nächste Beratung? Also wie sieht denn die Beratung aus in der Digitalisierung beispielsweise? Und wie verändert sie sich denn? Und aus meiner Sicht geht es in die Richtung, dass man mehr und mehr eben der Lösungspartner für ein Unternehmen wird. Das heißt nicht sagt, okay, ich habe jetzt hier einen Projektleiter oder einen Excel-Spezialisten und der hilft dir dann irgendwas, sondern tatsächlich die Lösung zu projizieren und auch den Kunden genauer zu verstehen, den Herausforderungen und gemeinsam eben vielleicht eine Abgrenzung zu finden und zu sagen, das lösen wir für euch.

Und das dann in irgendeiner Form zu einem definierten Preis. Und das kann aus meiner Sicht natürlich auch nicht nur durch Handarbeit und durch Brainwork funktionieren, sondern eben auch durch digitale Themen. Stichwort KI. Also das ist für einen großen Zeitraum eben auch noch eine Lösung sein wird, die durch Mensch und Technologie gefüttert wird. Bedienen wir uns ja heute auch schon. Eine Excel-Tabelle ist auch schon nichts anderes als das. aber natürlich in ganz anderer Form. Da wird die Reise, glaube ich, hingehen. Größte Herausforderung für den Moment ist aus meiner Sicht, die Unternehmen, ich glaube, die Grundweisheit der Digitalisierung, das Warten kostet. Das heißt auch zu sagen, jetzt loszulegen und auch tatsächlich zu starten.

Nicht im Aktionismus, vollkommen richtig, aber loszulegen, nicht zu warten. Und das sehen wir im Moment gerade viel. Auf der einen Seite, dass der Kunde sagt, Ich warte lieber nochmal ein bisschen ab, mal gucken. Vielleicht gibt es ja einen neuen Trend oder einen anderen Trend oder vielleicht ist das Drama hier auch immer vorbei und dann ist das die große Blase, die geplatzt ist. Glaube ich eben nicht. Das wird ja gegen Gang der Dinge sein, auch immer mit dem Tempo. Mal schauen, denke auch das. Und auf der anderen Seite ist, also dieser Stillstand, auf der anderen Seite auch viel Aktionismus. Und da so ein bisschen Klarheit zu kriegen und zu sagen, Moment, geht mal sichere nächste Schritte. seid euch sicher, wo die Reise hingeht, das bei den Kunden auch tatsächlich so durchzukriegen.

Und zu sagen, okay, dann direkten Dialog.

Ja, kenne ich. Dieses Warten kostet, finde ich, einen guten Spruch. Ich habe mit einem Vorstand, Geschäftsführer von so einer großen etablierten Versicherung letztens gesprochen. Der hat gesagt, sein Aufsichtsrat, die stehen auf dem Standpunkt. Wir haben zwei Weltkriege und zwei Währungsreformen durchgestanden. Die Digitalisierung geht auch vorbei. finde ich fraglich, die Ansage.

Ja, die finde ich auch fraglich, weil ich meine, egal wo man hinguckt, es wird genau das Thema sein. Es löst ja auch vieles, also es gibt ja auch viele Vorteile, also sehr, sehr viele Vorteile dadurch und sicherlich auch Nachteile, das ist nicht von der Hand zu weisen und Probleme. Aber die Welt entwickelt sich dahin, ob wir wollen oder nicht. Und selbst wenn wir in Deutschland sagen, das sitzen wir aus, der restliche Teil der Welt wird nicht so denken. Und das wird irgendwann überhand nehmen. Und dann wird es eben nichts anderes mehr geben, außer das und das abzuwarten. Ich glaube, das ist wahrscheinlich der größte Fehler, den man machen kann. Aber man sollte sortieren. Ich denke, Innovation oder Digitalisierung findet damit statt, dass man das einteilt in, Muss ich machen? Muss ich machen, aber nicht jetzt.

Und muss ich nicht machen. Und das in regelmäßigen Abständen immer wieder zu durchleuchten. Und egal, über was man redet, genau danach einzusortieren. Man muss nicht immer alles machen, aber man muss auch nichts machen. Es gibt auch die Möglichkeit zu sagen, Moment, das nehme ich mal einen Hold. Ich kann nicht alles immer sofort machen, das ist immer wichtig. Ich parke das vielleicht für nächstes Jahr und sage, das nehme ich mir nochmal auf Wiedervorlage. Oder auch zu sagen, nee, und der Teil, den mache ich jetzt mal ganz bewusst nicht. Das ist vollkommen legitim. Aber Innovation, wie gesagt, entsteht, indem man genau das tut und es nicht negiert und sagt, da gucke ich lieber nicht hin und bewerte es mir am liebsten auch gar nicht.

Tu so, als wenn es nicht da wäre. Es ist da. Ich glaube, mit so einer Einsortierung sieht man schon deutlich schärfer und kann für sich herausfinden, was muss man denn als Unternehmen tun.

Ja, das klingt gut. Welche Quellen würdest du empfehlen, wie man sich da so ein bisschen auf dem Laufenden halten kann?

Also gut, gutes Buch oder sowas gibt es sicherlich auch zahlreiche. Vielleicht, was mich inspiriert hat, war auch in der Zeit im Silicon Valley die Singularity University. Das ist, also neben Stanford und Berkeley, die wissenschaftlich unterwegs sind, eigentlich eher eine Universität, eine private Universität, die sich auf das Business explizit konzentriert und dort auch Vorträge gibt. Kosten leider auch ein bisschen Geld, aber ansonsten ist es sehr inspirierend. und die Akteure dort, das sind aus meiner Sicht absolute Vordenker. Und da gibt es einen Deutschen, den ich dort kennengelernt habe und auch guten Kontakt habe und der mich sehr inspiriert hat, der Pascal Finett. Und er hat auch eine eigene Webseite und auch in YouTube einige Vorträge, denen man mal zuhören kann.

Finde ich auf eine sehr uns verwandte Art und Weise, deutsche Art und Weise, mal eben einen Ausblick in die Zukunft gibt und auf das, was auf uns zukommt und wie sich die Welt vielleicht auch morgen drehen wird. Keiner kann es ja sagen, aber man kann es ja mal vorsichtig versuchen und er das auf eine sehr aus meiner Sicht empfängliche und gute Art und Weise tut. Also das würde ich empfehlen. Also ich nehme einen großen Teil meiner Inspiration daraus und teile auch vieles, was er sagt. Und ja, gut, neben unserer Webseite, die ich natürlich auch, oder unsere Beratung, die wir natürlich in einem ähnlichen Duktus anbieten. Würde ich natürlich auch empfehlen, ist klar, aber vielleicht das Erstgenannte als Ideenquelle.

Ja, cool. Also ihn dem Namen nach kannte ich nicht, die Singularity University kenne ich. Da stehen auch hier zwei, drei Bücher im Regal von Profs von denen. Doch, ja, cool. Dann letzte Frage für heute und hier und jetzt. Gibt es jemanden, den du in einem späteren Interview gerne hören würdest?

Ja, warum eigentlich nicht? Vielleicht mal ein Unternehmen, Darwis, so nennen sie sich. Das sind drei deutsche Gründer, die Silicon Valley gegründet haben. Das heißt, auch relativ gestreamlined aufgestellt sind Tech-Unternehmen und Jan-Philipp Mohr, der CEO davon, mal seine Sichtweise zum Gang der Dinge und zur Digitalisierung einzufangen, ist sicherlich hochinteressant. hochinteressant. Das muss man fragen, aber ich glaube, das ist jemand, der das ja nun jeden Tag atmet und weltweit unterwegs ist und Lösungen anbietet und auch so von seiner Unternehmensstruktur so aufgestellt ist.

Okay. Ja, spannend. Ich werde mal versuchen, ihn vor das Mikro zu kriegen. Okay. Ganz vielen Dank für deine Zeit und dein Wissen. Ich habe, wie jedes Mal, ganz viel gelernt.

Großartig.

Ja. Das war das 61. Interview im Podcast Wege der Digitalisierung mit Robert Grimm von der Multiversum GmbH. Ganz vielen Dank für deine Zeit, dein Wissen. Vielen Dank fürs Zuhören. Wie immer, teilt das Ganze gerne in den sozialen Netzwerken. Schreibt uns Kommentare, schreibt uns E-Mails, wenn ihr Wünsche, Verbesserungsideen oder gerne auch Lob habt. Bewertet uns bei iTunes.

Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüss.

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