E5324.07.201937 Min
Wie kreiert man eine starke Marke in digitalen Zeiten?
Im Gespräch: Anna Tränkner (MehrWert Images)

Worum es geht
Anna Tränkner von Mehrwert Images erklärt, wie Marken langfristig stabil bleiben und Digitalisierung im Branding sinnvoll genutzt wird.
Anna Tränkner von Mehrwert Images berät mittelständische Unternehmen bei der Markenbildung. Ihr Fokus liegt auf der tiefen Analyse von Unternehmenskultur, -philosophie und Mitarbeiterbindung.
Sie betont, dass eine fundierte Markenstrategie langfristig stabil bleibt. Digitale Veränderungen wie Webseiten-Updates oder neue Software sind Teil eines kontinuierlichen Prozesses, der aber nicht ständig neue Markenkonzepte erfordert.
Die Website ist nach ihrer Ansicht die zentrale Plattform. Sie muss die Unternehmenskultur, Produkte und Nutzen klar kommunizieren. Änderungen sollten sich auf Usability und Inhalte beschränken, nicht auf die Grundwerte.
Sie empfiehlt regelmäßige Weiterbildung über Konferenzen, Fachliteratur und Austausch mit Studierenden. Ein guter Ansatz ist auch die Zusammenarbeit mit Dozenten und jungen Experten.
Ursprüngliche Shownotes 24.07.2019
Durch die Digitalisierung wird die Welt immer schnelllebiger. Kein Wunder, dass viele Unternehmen Sorge haben, mit den Entwicklungen nicht Schritt halten zu können. Und das nicht nur in Bezug auf ihre Produkte und Dienstleistungen, sondern auch mit Blick auf ihre Kommunikation und Markenbildung. Viele Unternehmer glauben, ihr Branding stetig aktualisieren zu müssen, um den externen und internen Veränderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt, gerecht werden zu können.
Dabei muss diese Hetze gar nicht sein: Wer einmal ein umfassendes Branding seines Unternehmens vorgenommen hat, muss daran in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nichts mehr ändern. Davon ist die Markenexpertin Anna Tränkner überzeugt.
Tränkner ist Gründerin und Geschäftsführerin von MehrWert Images, einer Agentur, die KMUs bei Markenbildung und Markenkommunikation berät. Im Interview mit Nils erklärt sie, wie man eine starke Marke entwickelt, was ein langlebiges Branding auszeichnet und warum die Unternehmenswebseite dabei so wichtig ist.
Markenbildung von innen nach außen
Um ein starkes Branding und eine starke Corporate Identity zu kreieren, ist es laut Tränkner notwendig, das Marketing von innen nach außen aufzubauen. Konkret bedeutet das, dass das Branding auf die Unternehmensphilosophie, seine Kultur, aber auch seine Struktur abgestimmt sein muss. Zudem ist wichtig, dass auch die Mitarbeiter die Botschaft, die das Unternehmen transportieren will, kennen und verstehen. Im besten Fall können sie dann auch selbst als Botschafter der Marke eingesetzt werden.
Die Webseite als Basis
Wenn die Marke im Inneren geklärt und erfasst ist, kann diese im zweiten Schritt nach außen getragen werden. Das kann über die unterschiedlichsten digitalen und analogen Wege geschehen. Die Basis ist laut Tränkner aber immer die Unternehmenswebseite.
Der wohl größte Fehler, den man mit Blick auf die Webseite machen kann, sei es, die Website lediglich als Plattform für die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu verstehen. Denn die Webseite ist viel mehr als das. Tränkner zufolge ist sie „das Spiegelbild des Unternehmens nach außen“. Als solches ist es einerseits Aufgabe der Webseite, das Unternehmen ganzheitlich zu repräsentieren und dem Unternehmen ein Gesicht zu verleihen. Andererseits sollte sie die potenziellen Kunde dazu animieren, mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten. Sie muss den Wunsch wecken, mehr über das Unternehmen und sein Angebot zu erfahren, und sie muss zur Interaktion einladen.
Trial and Error als wichtiger Bestandteil
Steht die Webseite als Dreh- und Angelpunkt des Brandings, können weitere Marketing-Kanäle hinzugezogen werden. Auch dafür ist die vorherige genaue Analyse des Unternehmens und seiner Kultur entscheidend. Denn pauschale Lösungen gibt es hier nicht. Welcher Marketing-Kanal zu welchem Unternehmen passt, ist von zahlreichen Faktoren abhängig, und häufig gilt es, bestimmte Kanäle und Methoden einfach mal zu testen. „Die Digitalisierung“, so erklärt Tränkner, „ist ein Faktor, der noch unüberschaubar ist – und das wird wahrscheinlich auch immer so bleiben.“ Kein Mensch könne sich Prozesse und Entwicklungen von A bis Z ansehen und herleiten. Daher beruhe die richtige Marketing-Strategie auch immer zu einem gewissen Teil auf Trial and Error.
Dauerbaustelle Digitalisierung?
Viele Unternehmer beunruhigt der stetige Wandel und die Ungewissheit, die mit der Digitalisierung einhergeht. Die Digitalisierung wird für sie, wie Tränkner formuliert, zu einer „Dauerbaustelle“. Hinzukommt, dass in der digitalen Welt ständig irgendwo ein Relaunch stattfindet und Produkte, Programme und Prozesse verändert werden.
Bedeutet das also auch für Unternehmen, dass sie permanent an ihrem Branding feilen und ihre Außenwirkung immer wieder überarbeiten müssen? Für die Marketing-Expertin ist die Antwort ein klares „nein“ – solange ein tiefgehendes und umfassendes Branding-Konzept erarbeitet wurde. Wenn die Unternehmensvision klar ist und man genau weiß, wo man mit dem Unternehmen hinwill, wird auch das Branding langfristig Bestand haben. Ein grundlegendes Rebranding muss dann laut Tränkner nur alle zwanzig bis dreißig Jahre stattfinden.
Die Webseite hat naturgemäß eine deutlich kürzere Halbwertszeit. Im Schnitt sollte diese Tränkner zufolge etwa alle zwei Jahre angepasst werden. Dabei gehe es in der Regel aber nicht um gravierende Veränderungen. Denn die Grundlagen des Brandings würden ja die gleichen bleiben. Es gehe vielmehr darum kleine Neuerungen an der „Fassade“ vorzunehmen und beispielsweise bei der Navigation und der Usability nachzujustieren. Von einer Dauerbaustelle kann dann also – zumindest mit Blick auf Markenbildung und Kommunikation – auch in digitalen Zeiten nicht mehr die Rede sein.
Viel Spaß beim Zuhören!
Links aus dem Interview:
Transkript
4.949 Wörter
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Hallo und herzlich willkommen zur 53. Folge des Podcasts Wege der Digitalisierung. Heute sitzt vor mir Anna Tränkner von Mehrwertimages. Wir sitzen in unseren neuen Büroräumen, das erste Interview, das wir in der Bremer Straße führen. Ich kenne Anna schon seit, ich würde sagen, fast zwei Jahren ungefähr. Bundesverband Mittelstand laufen wir uns alle acht Wochen über den Weg beim Entscheiderforum. Und heute bin ich ganz gespannt, was sie uns erzählen wird, was denn Digitalisierung im Kontext Markenbildung, wenn ich das richtig mit einem Wort ausdrücken soll, bedeutet. Also herzlich willkommen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für uns. Erzähl mal ein paar Worte, wer bist du, was machst du?
Danke Nils. Ja, genau, also was mache ich? Meine Agentur heißt Mehrwert Images, wie du schon sagtest, und wir machen Branding. Das heißt also, wir sorgen dafür, dass wir für die mittelständischen und kleineren Unternehmen, sagen wir mal, denen ein Gesicht verleihen. Ja, dazu ist es uns halt wichtig, dass wir nicht nur oberflächlich da herangehen, sondern wirklich mit den Unternehmern in die Tiefe gucken. Und das heißt, dass wir sowohl in die Unternehmungen einsteigen, was die Philosophie angeht, was die Unternehmenskultur angeht, was die Unternehmensstruktur angeht. Wir gucken uns die Mitarbeiter an. Wie sind die Mitarbeiter aufgestellt bzw. sind die überhaupt schon als Botschafter eingesetzt worden fürs Unternehmen?
Ist die Marke so weit durchgedrungen nach innen überhaupt, dass die Mitarbeiter auch überhaupt die Botschaft verstehen können? Und darauf basierend müssen wir natürlich viele, viele, viele Kriterien prüfen und viele Stellschrauben dann anfassen, um das dann überhaupt erstmal in Gang zu setzen.
Wir erleben es ja bei uns auch so, je mehr Leute wir hier werden, also wie spannend das ist, alle irgendwo mitzunehmen und alle zu Botschaftern zu machen. Jetzt bin ich ganz gespannt, es kommt ja immer nur die Eingangsfrage, was ist denn Digitalisierung in deinen Worten? Wie äußert sich das, was du machst, im Kontext der Digitalisierung? Also wie sehr ist es eine Hilfe? Wie sehr ist es auch ein notwendiges Übel? Also was hat Digitalisierung in deiner Arbeitsumgebung so zu suchen?
Also Digitalisierung findet, wenn wir erstmal von außen uns die Unternehmen ansehen, ist es schon mal ein sehr wichtiger Bereich, weil viele Unternehmen glauben, dass sie sehr digital schon aufgestellt sind. Und letztendlich haben wir dann während des Entwicklungsprozesses oftmals mit den Konflikten zu tun, in denen die gerade wegen der Digitalisierung feststecken. Wir sind natürlich keine digitalen Experten, wir sind keine ITler und so weiter. Wenngleich wir natürlich diese Stellschraube auch mit uns ansehen und zwar genau gucken, wo sind die digitalen Instrumente, die das Unternehmen verwendet, eine Hilfe und wo ist es, sagen wir mal, eher eine Erschwernis. Und wenn die Unternehmen, wenn da eine neue Software eingeführt wird, ist es immer so, oh Gott, das große Drama und dann fangen alle an zu rudern und ja, vor ein paar Jahren war es noch schwieriger.
Mittlerweile, finde ich, hat sich das schon ein bisschen geglättet. Mittlerweile gibt es auch schon Leute, die im Unternehmen darauf oder Mitarbeiter, die darauf eingestellt werden oder abgestellt werden, damit umzugehen. Und es werden Gott sei Dank Ressourcen von außen reingeholt, die das dann auch bewerkstelligen können. Nichtsdestotrotz findet ein Relaunch in der digitalen Welt statt, habe ich den Eindruck, dass Programme auf die Warenwirtschaft verändert werden, auf Distributionsprozesse angepasst werden und so weiter. Wir sind irgendwie natürlich nie Teil dessen innen drin, weil wir gehören ja nicht zum Unternehmen dazu, aber wir müssen immer irgendwie mit ein Auge drauf haben, wann dürfen wir die Unternehmen in welcher Form beanspruchen, wenn wir einen Relaunch machen beispielsweise.
Also wenn wir ein neues Branding aufsetzen, dann müssen wir das Tempo mitgehen, in dem die gerade sich befinden. Und das betrifft eben auch die Digitalisierung. Und oftmals ist es wie in Hamburg, wie wir unsere Baustellen ständig haben seit vier Jahren. So begleitet die Digitalisierung als Dauerbaustelle die Unternehmen, ist mein Eindruck.
Ja, das Gefühl kenne ich. Wir sind ja dann manchmal die, die irgendwo die Baustelle darstellen in dem Moment. Wenn du das so beschreibst, gibt es klassische Brennpunkte, wo du sagst, also du guckst automatisch in die ein, zwei, drei Ecken, ob da gerade irgendwo Digitalisierungsthemen anstehen oder ist das bei jedem Kunden, den ihr begleitet, anders?
Es ist eigentlich bei jedem Kunden anders, weil je nachdem, wo der seine Prozesse hat, also ein Tischlereibetrieb, der hat ganz andere Digitalprozesse am Laufen und kann die auch ganz anders integrieren, weil sie natürlich dann auch entsprechend Konstrukteure und Handwerker haben, die das schon auf der Bedienerseite ganz anders mit im täglichen Anwendungsprozess schon integrieren können. Da brauchen wir auch gar nicht weiter reinzugucken. Aber im Handel beispielsweise oder im produzierenden Gewerbe oder im Handel vor allem, ja, da ist schon noch eine andere Sache. Da sind wir dann schon darauf angewiesen, in welcher Geschwindigkeit kann der Kunde eigentlich mit uns arbeiten und in welcher Geschwindigkeit können wir eigentlich, ab wann überfordern wir auch den Kunden dann.
dieser digitale Faktor ist auf jeden Fall ein extrem wichtiger Faktor da an der Stelle. Natürlich wenden wir auch noch mal die Digitalisierung. Wir selber sind ja auch Anwender wiederum. Wir machen ja auch Online-Marketing. Da haben wir in unserem Team einen super Profi, der nichts anderes tut, als sich mit diesen digitalen Welten ständig zu beschäftigen. Da haben wir das natürlich integriert in unseren eigenen Prozessen noch mal. nochmal eine andere Sichtweise auf die digitale Welt an der Stelle.
In die Richtung hätte ich jetzt genau fragen wollen. Also du hattest ganz am Anfang gesagt, ihr guckt, ob die Mitarbeiter eurer Kunden schon Botschafter des Unternehmens sind. Das geht jetzt natürlich auch offline, aber klassischerweise fällt mir dabei ein, man guckt, dass alle irgendwo ein einheitliches Xing-Profil haben und man schult die Leute darin, dass jeder irgendwo bei Twitter, Facebook, ich weiß nicht, was ein sinnvolles Auftreten nach außen hat.
Genau, ja.
Da würde mich jetzt interessieren, sind die paar Stichworte, die ich gelernt habe, ist es das schon? Oder gibt es da noch wiederum Themen, an die man vielleicht intuitiv nicht denkt? Also ich meine, viele Leute behaupten, wir sind digitalisiert, weil sie sich eine Facebook-Page angelegt haben. So einfach ist es ja nicht.
Nee, das ist...
Angenommen, ich würde jetzt bei Null stehen und überlegen, ich möchte gerne meine ganze Markenbotschaft, Kommunikation auch digitalisieren und ich möchte meine ganze Mannschaft mitnehmen. Wie würde ich das machen? Also was muss ich da alles beachten?
Naja gut, also die Beispiel, fangen wir mal gar nicht so weit an, dass wir schon im Social-Media-Bereich sind, fangen wir mal erstmal bei der eigenen Website an. Das ist ja erstmal die Basisstation und diese Basis, die ist so wahnsinnig entscheidend, wie die aufgestellt ist. Und da arbeiten, sagen wir mal, Konzeption und digitale Welt sehr eng miteinander zusammen. Und da finden sich auch die Strukturen der Unternehmung ganz stark wieder. Also eine Webseite ist eben nicht eine Repräsentanz der Produktwelt, sondern eine Webseite bedeutet eben, dass alles komplett einmal präsentiert wird und kommuniziert wird vor allem. und auch auf diesem digitalen Kanal natürlich in Interaktion mit den Kunden geht.
Das heißt, wenn man das geschafft hat, dann ist es richtig und alles, was man davon nicht geschafft hat, ist einfach neben der Spur. Das muss man klar so sagen, weil dann bewegen wir uns rückwärts in alte Zeiten zurück, in Anfängen der Digitalisierung und der Websites. Das findet heute kein Verbraucher mehr, kein User mehr lukrativ. Da muss man sich ständig und das eigentlich quasi jährlich, mindestens zweijährlich, spätestens alle zwei Jahre sozusagen anpassen, digital. Denn das Kaufverhalten verändert sich, das Look and Feel ändert sich. Es ändern sich aber auch gesellschaftlich sehr stark Werte und Eigenschaften, die man immer wieder auch neu überprüfen muss und anpassen muss und auch mal wieder bei sich im eigenen Unternehmen hinterfragen muss.
Und die Märkte ändern sich, also die Märkte im weitesten Sinne, also offline wie online, das ist ganz egal. Aber es gibt immer Verschiebungen und da muss man sehr wach sein und nicht nur das gucken, was sich gerade bewegt, sondern auch noch dahin schauen, wohin könnte es gehen, damit man überhaupt in eine Innovation hineinkommt. Und diese Innovation, die man gedanklich hat, sagen wir mal, in der Konzeption, überhaupt eine Webseite nach vorne zu bringen, sprich das Unternehmen nach draußen zu transportieren oder die Produkte, die Innovation muss sozusagen dahingehend mit einfließen, dass man sich vorstellen kann, was ist der neueste Trend gerade und auf welches Pferd wollen wir da überhaupt setzen, was könnte sich verstärken, was nicht, wohin geht die Gesellschaft womöglich da an der Stelle, wohin geht die Käuferschicht an der Stelle, was könnten die Interessen sein in den nächsten zwei Jahren von den Kunden, wird das Thema Umwelt stärker, ist Nachhaltigkeit schon wieder ein Buzzword und so weiter.
Also da gibt es so Inhalte, die man wirklich ganz stark diskutieren muss und auch am besten in Workshops erarbeiten muss, damit man Bilder aufmachen kann. Was sind die Zielgruppen? Was machen die wirklich aus? Was interessiert sie wirklich? Und dann entsprechend zu gucken, wo stehen wir? Welche Produkte haben wir? Welchen Nutzen können wir den Kunden denn wirklich damit geben? Und wenn man das alles erarbeitet hat, dann kann man dann später darauf aufsetzen, die Website, also die digitale Kommunikationsmöglichkeit. So würde ich das jetzt mal formulieren. Genau, das wäre erstmal die Basis.
Da frage ich mich jetzt ganz spontan, also das, was du gerade beschrieben hast, ich meine auch Webseiten sind jetzt keine neue Erfindung, sondern gibt es schon einen Tag länger, aber diese ganze Arbeit, die war doch eigentlich immer schon wichtig, oder? Also nur weil ich das vielleicht heute angehe, weil ich akzeptiert habe, ich muss mich um Digitalisierung kümmern. Und dann stelle ich fest, damit ich eine vernünftige Webseite habe, muss ich mir diese ganzen vorgeschalteten Gedanken machen. Das war ja vorher auch schon so. Also das hätte ich ja auch in den 70ern schon machen müssen, lange bevor jeder eine Webseite hatte. Oder stimmt das nicht? Kam man lange Zeit klar, ohne sich diese konzeptionellen Gedanken zu machen?
Also die konzeptionelle Gedanken müsste man sich, denke ich, grundsätzlich machen. Aber die Zeit ändert sich ja. Also die Zeit ändert sich, das Verhalten der Menschen ändert sich, die Wünsche ändern sich. Und das ist kein One-Way-Ticket sozusagen, sondern das ist wie eine Riesenmatrix zu betrachten eigentlich. Und wenn sich an der einen Stelle was verändert, dann verändern sich mindestens an zwei, drei weiteren Stellen wieder was mit. Und so haben wir natürlich über die Jahrzehnte jetzt auch, die Werbung ist eigentlich noch ein recht junges Unterfangen. Und Marketing oder Branding in diesem Sinne, es beruft sich ja eigentlich erst auf ein paar Jahrzehnte genau genommen. Es hat ja noch keine wahnsinnig hohe Historie.
Natürlich könnte man jetzt behaupten, im Mittelalter gab es auch schon immer die Aushängeschilder, jeder Handwerker hatte sein Emblem und so weiter. Ja, richtig. Aber dass die Medienwelt so funktioniert, wie sie heute funktioniert, ist, dass wir Zielgruppen haben, die wir auf mehr als nur die Demografie einstufen können. dass wir mittlerweile eine Kultur haben, wo Kinder schon zu einer Käuferschicht gehören, wo Teenager zu einer Käuferschicht gehören. Das haben wir mal gerade erst seit 30 Jahren. Das ist in den 80ern irgendwie massiv nach vorne katapultiert worden. In den 70ern hatte ein Kind noch nichts zu sagen. Definitiv nicht. Und heute haben wir das, dass jedes Kind schon McDonald's kennt.
Das ist reines Branding, was stattgefunden hat. Und zwar im allergrößten Stil. Und da wird auch keiner mehr einen Schritt rückwärts gehen. Das braucht man sich nicht mehr vorzustellen, sondern das Rad wird sich immer noch weiter drehen. Und so wird Branding auf mittlerweile Zielgruppen ausgeweitet, je nachdem auch in welcher Gesellschaftsschicht wir uns bewegen. Wir sind heute viel, viel individueller als in den 80ern, wo noch Mainstream-Verhalten an der Tagesordnung war. Da gab es ja die ersten Peergroups überhaupt in den 70ern, dann in den 80ern. Das wurde stark gelebt und die politischen Gesinnungen sind einhergegangen mit gesellschaftlichen Statements sozusagen und darauf hat sich auch die Medienwelt angepasst.
Und andersrum, die Medienwelt hat wiederum diese Dinge auch mit vorangetrieben. Das ist ein in sich greifendes Instrument geworden. Und darum kann man nicht sagen, dass man in den 70ern jetzt die gleiche Konzeption oder Webseite gab es ja ohnehin noch nicht. Aber sprechen wir mal von den 90ern beispielsweise. Die Webseite in den 90ern hätte keine Gültigkeit mehr. Kennen wir auch alle aus alten Filmen. Und wenn du überlegst, dich würde so ein, wie heißt der hier noch, King Kong-Film oder sowas, aus den 50er, 60er Jahren nicht mehr vom Hocker hauen, da musst du schon ein bisschen mehr auffahren heutzutage. Also die Ansprüche und die Gewohnheiten, all diese Dinge verändern sich einfach. Und so verändern sich eben auch Kaufverhalten.
Ich finde das, was du gerade erklärt hast mit dem Branding und Marketing und dass das eine relativ neue Sache ist, verstehe ich total, habe ich so noch nie gesehen in der Form, aber macht Sinn. Wie würdest du sagen, ist die Veränderung der Medienwelt getrieben oder beeinflusst durch Digitalisierung? Also wie sehr geht das Hand in Hand? Wir haben alle erlebt, dass es irgendwann die ersten Online-Zeitungen gab und heute verdient eigentlich kein Verlag mehr mit Print. irgendwie genug Geld. Das ist ja auch ein Prozess. Und das Branding, das du beschrieben hast, ich meine, McDonalds hat auch schon vorher angefangen, bevor sie Webseiten und Smartphone-Geschichten hatten. Ist das einfach nur noch katapultiert worden durch Digitalisierung und schneller und radikaler geworden?
Oder war das, wäre das ohne Digitalisierung ganz anders gekommen oder gar nicht so doll?
Also katapultiert worden, mit Sicherheit gab es, da kennst du dich besser aus, wann katapultiert wurde, aber mit Sicherheit gab es 2004, 2005 ja einmal diesen wahnsinnigen Einschnitt im Internet und einhergehend dann noch mal, dann haben die sich ja noch mal erholt und dann ging es erst richtig noch mal los. Und ich glaube, von da an ist es einfach kein Aufhalten mehr, weil für mein Empfinden ist es so, dass eher ein Inneinandergreifen ist. Und das sind schließlich die Menschen, die das Internet machen. Und ob nun Algorithmen ohne uns auch laufen mittlerweile oder nicht, das ist ja nochmal eine zweite Frage. Aber letztendlich sind wir noch diejenigen, die das steuern und das nutzen. Und ich habe noch nicht den Eindruck, dass uns derzeit jetzt irgendwas irgendwo hin katapultiert hätte.
Sondern mein Gefühl ist eher, dass die, und ich habe auch nicht das Gefühl, dass wir überfordert sind momentan. Das kann ja mal schnell passieren. Das will ich auch gar nicht leugnen, dass das bestimmt mal passieren könnte. Aber dass jetzt irgendwie die digitale Welt das Marketing oder das Branding in irgendeine Richtung gepusht hätte oder katapultiert hätte, das glaube ich nicht. sondern ich glaube, dass sich beide immer aneinander bedienen und daher natürlich eine gewisse, also gerade im Marketing, frequenzweise immer eine Unruhe auftaucht, sodass Unternehmer am Ende der Fahnenstange auch oft gar nicht mehr wissen, was ist jetzt der richtige Weg. Und wenn das Marketing das nicht entscheiden kann im Vorwege oder die Medienwelt, wollen wir es mal etwas größer fassen.
was der richtige Weg ist und eine Zeit lang waren sie sehr am Schwimmen und ich finde, dass sie sich im Moment ganz gut wieder gefangen haben und wieder auf der Spur sind aber natürlich gibt es solche Löcher, wo es mal so reinreißt und wo sie selber erstmal gucken müssen, okay, was machen wir jetzt? Ist jetzt Augmented Reality der Faktor oder machen wir nur einzelne Schienen oder irgendwie gehen wir jetzt in den Social-Media-Bereich verstärkt und so weiter. Letztendlich ist es immer so ein Trial-and-Error-Ding, was passiert, wie alles andere auch im Leben. Und man probiert die Dinge aus und wenn man nicht mit zu großen Risiken da einhergeht und Verluste einfährt, was bisher ja Gott sei Dank noch nicht passiert ist in so großen Summen, dann denke ich, wird das auch noch weiter sich so bewegen.
Solange die Digitalisierung ein Faktor ist, der noch unüberschaubar ist und das wird wahrscheinlich auch immer so bleiben, weil kein einzelner Mensch kann mehr einen Prozess von A bis Z sich ansehen und auch herleiten, im Gegensatz zum Handwerk oder so. Und insofern wird das wahrscheinlich immer ein etwas unüberschaubarer Prozess bleiben. Und man wird sich immer von Fragmenten daraus bedienen und gucken, was man damit macht. Trial and Error, läuft gut, weitermachen. Also ja, so schätze ich das ein.
Was ist denn das Thema, das ihr jetzt für euch als Firma angeht? Oder was ist so das größte Thema, das eure Kunden gerade umtreibt, wo ihr euch?
Es ist unterschiedlich eigentlich. Also die Webseite wirklich so, wie ich es vorhin auch mal geschildert habe, die so aufzusetzen, dass die übersichtlich ist, dass sie den User führt und dass sie den Nutzen bereitstellt und nicht das Produkt per se einfach nur beschreibt. Dass der User Spaß hat, die Webseite zu nutzen und dann so viel Spaß hat, dass ausgelöst wird bei ihm, ich rufe die mal an oder ich gehe da mal einen Schritt weiter. Das wäre die unterste Basis, die absolut unterste Basis. Und dann ist es für mich oder für uns als Agentur wahnsinnig wichtig, dass wir gucken, welcher Vertriebskanal funktioniert für welchen Kunden am besten. Das kann bei dem einen, können das Influencer sein, bei dem nächsten kann das sein, dass der nur mit Instagram und Facebook-Posts und Ads arbeitet.
Dann ist es wichtig, was machen wir da auf dem Gebiet? Machen wir mit E-Mail-Follow-up weiter oder machen wir mit Leads-Follow-up weiter? machen wir Anzeigenkampagnen im Push-Marketing, im Pull-Marketing. Das ist so ein großes Feld, da kann man nicht irgendwie irgendwo pauschal sagen, oh, das und das ist jetzt das super Ding für dich, lieber Kunde. Das wäre völlig Fehler am Platze. Also deswegen machen wir ja vorweg die Analyse, gucken, wo steht das Unternehmen und gucken dann da genau nach, in welcher Geschwindigkeit kann welches Unternehmen zu welchem Zeitpunkt da mitgehen. Welche Innovation würde da am besten greifen? Und wo wäre es rausgeschmissenes Geld auch am Ende des Tages? Das sind natürlich nur Einschätzungen.
Wir können nichts beweisen an der Stelle. Aber wir haben natürlich Erfahrungen, auf die wir zurückgreifen können. Und wir haben die Zahlen letztendlich im digitalen Bereich, die uns natürlich gut helfen, wenn wir skalieren wollen. Wissen wir immer ganz genau, wann kommt der ROI? wann haben wir den Return on Investment wieder drin und damit ist der Kunde natürlich auch sicher. Also wir haben das absolut risikoarm mit Anzeigenkampagnen da zu werben beispielsweise.
Ja, zu der Homepage noch eine vertiefende Frage. Du hast gesagt, die Homepage muss am Ende das Unternehmen im Prinzip ganzheitlich darstellen. Das muss irgendwie eine sinnvolle Repräsentation von allem sein, sprich auch der Kultur und der Leute, die da so arbeiten. Am Ende natürlich auch der Dienstleistungen und Produkte, die man anbietet. Jetzt frage ich mich natürlich, wie ist das denn mit so einem schnell wachsenden Unternehmen oder einem Unternehmen in einem schnell wandelnden Umfeld? Also jetzt konkretes Beispiel, wir leiden all das hier. Wir sind jetzt elf Leute, wir waren Anfang des Jahres noch sieben. Wir werden irgendwann demnächst auch 20 sein. Wir sind gerade von 70 Quadratmetern auf 400 Quadratmeter umgezogen, Größenwahn und so.
Das heißt, natürlich müssen wir unsere Homepage auch jetzt überdenken und das hätten wir auch vor einem halben Jahr schon getan. Aber so wie wir uns gerade entwickeln, müssten wir das dann ja eigentlich alle sechs Monate tun. Was macht man denn da, wenn man sich nicht das ganze Jahr nur mit der eigenen Homepage befassen will?
Ja, das ist eine richtig gute Frage. Also die Homepage ist ja, wie du schon eben sagtest, das Spiegelbild des Unternehmens nachher nach außen. Und noch ein bisschen mehr, denn sie soll eben die Eindrücke so weit vertiefen, dass die Kunden oder die potenziellen Kunden auch eben auf einen zukommen bzw. Kontakt aufnehmen. Das, was du jetzt aber gerade beschreibst, ist, da sind wir schon im Output, wie die Webseite aussieht. Wenn wir das Branding des Unternehmens so anlegen, dass wir da richtig in die Tiefe gehen und genau über eure Werte, die Philosophie, eure Mission und so weiter, die einmal herausgearbeitet haben in einem gemeinsamen Workshop-Prozess sozusagen und dann eine regelrechte Vision aufmachen, wo soll das Unternehmen stehen in zehn Jahren, dann weiß ich die einzelnen Schritte, wenn ich das runterbrechen kann mit einem Wrap, so nennt man das sozusagen, also ich kann es runterbrechen auf fünf Jahre, drei Jahre, ein Jahr und so weiter.
Dann habe ich am Ende des Tages nicht nur den Unternehmenszweck und die Werte, sondern dann habe ich darüber hinaus noch die Vision. Und das alles zusammengefasst legt dann das Branding fest. Und mit diesem Branding habe ich eine anhaltende Dauer, die die nächsten 20, 30 Jahre Minimum überstehen soll, um diese Vision überhaupt zu tragen. Und den Unternehmenszweck, den wir einmal festlegen, der hat Bestand auf die nächsten 100 Jahre. Denn das Unternehmen, wenn wir uns richtig gut funktionelle Unternehmen ansehen, dann haben die eine Lebensdauer, die 100 Jahre locker dauert, bis dann mal wieder was komplett neu angepasst werden muss. Das bedeutet aber, dass ein Unternehmen seine, ich sage jetzt mal in Anführungsstrichen, Hausaufgaben für seine Unternehmensgründung oder dann manchmal auch in einem Relaunch nach 20, 30 Jahren genau erarbeiten muss.
Und wenn man das sich erarbeitet hat, und das ist genau das, was Branding an der Stelle ausmacht, dann hat man eben auch die Chance, eine Website zu kreieren, die eben auch in dieser wahnsinnig sich schnell verändernden Zeit, auch digitalen sich verändernden Zeit, eben Minimum zwei Jahre Bestand hat. Natürlich muss man dann wieder innerhalb der neuen Produkte, Dienstleistungen und so weiter oder auch im Userverhalten, Navigation und so weiter, das muss man immer wieder neu nachjustieren dann. Aber das, was man, diese inneren Werte, die Eigenschaften, die eigentliche Kommunikation, die stattfindet, die verändert sich nicht mehr. Es verändert sich dann nur noch die Fassade etwas und die Usability.
Das ist es eigentlich. Und die kann man nachjustieren, aber das muss man dann Gott sei Dank nicht alle sechs Monate machen. Und wenn man so ein Unternehmen hat wie ihr, wo ihr so wahnsinnig rasant im Wachstum jetzt seid, dann gibt es sicherlich einen Zeitpunkt, wo es ungünstig ist, über seine Webseite nachzudenken. Aber dann gibt es einen Zeitpunkt so wie jetzt, wo ihr erst mal angekommen seid, wo klar ist, wohin es gehen soll im Grunde. Und dann fängt man nochmal an, so wie ich es gerade beschrieben habe, alles wirklich von Grund auf aufzusetzen. Das ist sozusagen die Basis zu schaffen. Und ihr existiert ja jetzt nicht, wie lange existiert ihr jetzt schon?
Drei Jahre.
Drei Jahre, so. Und da habt ihr ja natürlich diese Grundfesten schon einmal festgelegt. Aber wenn wir miteinander arbeiten würden, würde ich noch mehr herausfinden, um diese Basis wirklich gesund so aufzustellen, dass wir sie auch kommunizieren können. Und dann unterliegst du nicht mehr irgendwelchen Schwankungen so stark. Und deswegen muss man sich da keine Sorgen machen, dass man nicht alle sechs Monate in so einem wahnsinnigen Entwicklungsprozess seine Webseite ändern müsste oder so.
In diesem ganzen großen, unüberschaubaren Feld, wie hältst du dich da aktuell? Gibt es da Quellen, wo du sagst, die würdest du weiterempfehlen?
Für Marketer selber oder?
Ja, also schon Richtung Marketing, aber auch mit Blick auf Digitalisierung.
Ich bin selbst im Marketing-Club und habe darüber Gott sei Dank immer mal wieder neue Inputs drin. Dann gibt es natürlich immer mal Marketing-Day zum Beispiel, wo dann irgendwie auch die Neuesten sind, so wie die CeBIT sozusagen. sagen, es gibt dann solche Konferenzen und Messen und so weiter, wo wir uns dann halt aufhalten und uns informieren. Der B-Form-Wee, der liefert manchmal ganz gute Workshops dazu, wo man auf nette Leute trifft und immer mal wieder neuen Input darüber bekommt, sich austauschen kann. Genau, und dann dadurch, dass wir im Team arbeiten, hat jeder seine eigenen Quellen, auf die er natürlich guckt und die immer wieder ranzieht. Also man muss ständig auf dem Laufenden bleiben, es geht gar nicht anders.
Ja. Und das ist ja auch nicht das Einzige. Also letztendlich, weißt du, wenn wir irgendwie beispielsweise in diese New Work Geschichte mal aufziehen, agiles, digitales Denken und Arbeiten, das ist ja auch nochmal ein Bereich, der uns betrifft, der uns tatsächlich auch wiederum in unseren, auch in die Vertriebskanäle mit reingeht. Was ist davon interessant beispielsweise bei, also New Work, New Space sozusagen. Da haben wir irgendwie einen Kunden, der macht was Handwerkliches. Aber genau diese Geschichten irgendwie zu implementieren auf diesem digitalen Markt. Also im Sinne von flexible Büroräume gestalten. Was muss man alles bedenken, um hier bei euch hier neue Büroräume. Was muss man als Bedenken, um in diesem agilen Zeitalter so viel Output mit Desk-Sharing beispielsweise mit Arbeitern in einem kleinen Büro, wenn das dann so wäre, so effektiv und effizient zu nutzen, wie es nur irgendwie möglich ist.
Also selbst da haben wir wieder diese digitalen Stränge in eine komplett neue Welt hinein, aber wiederum verbunden mit dem alten Handwerk. Also es findet auf allen Ebenen immer wieder statt und man muss sich damit beschäftigen, sonst wird man seinen Kunden gar nicht mehr gerecht, sonst kann man die ja gar nicht mehr beraten.
Ja, das stimmt. Sehe ich ja auch. Wenn ich das mal zusammenfassen soll, es waren jetzt schon eher die Präsenzquellen, oder? Also du hast gesagt Marketing, Club, Konferenzen, BVMW.
Ja, genau, das ist schon wichtig.
Das heißt, es kommen immer neue Themen dazu, weil letztendlich die lernst du dann ja auch eher über die Veranstaltungen kennen.
Über Veranstaltungen, natürlich muss man auch mal Bücher lesen, das ist auch mal ganz wichtig. Fachliteratur hilft, genau. Also gerade diese bekannten Fachliteratur von Gabler und so weiter, also alles das, was in diese Bereiche da rein reicht. Man findet teilweise neueste Studienabhandlungen auch immer mal wieder. Das ist auch ganz gut, die man online sich abgreifen kann. Das ist auch ganz interessant. Da muss man nicht gleich ganze Bücher wälzen, sondern kann immer mal Diplomarbeiten und so weiter sich ansehen. Das ist auch ganz hilfreich, dann ist man auch immer auf dem neuesten Stand. Wenn man nicht gerade Zugang hat zu den Studenten, dann kann man das auf diese Weise lösen.
Ja, das ist gut, das hatte ich noch nicht auf dem Zettel. Also jetzt habe ich ja durch die Vorlesung, die ich halte, immer mal Draht zu neuen Studis. Also gerade was so Frameworks und neue Technologien angeht, ist das echt spannend. wenn man so eine Aufgabe in so ein 50-köpfiges Studenten-Grüppchen gibt und dann kommen da Sachen zurück, wo ich denke, okay, ich muss das dann mal nachlesen, was ihr da benutzt habt. Das ist schon gut. Aber ja, klar, man kommt da auch immer an.
Ja, sowieso, sich mit Studenten zusammenzusetzen, ist sowieso super, super gut. Also genau, ich gucke auch gerade, dass ich mich mit der Brand Academy da mal zusammenschließe und ja, gucken mal da. Das ist ein ganz wichtiges Thema, denke ich. Auch sein Wissen weiterzugeben als Dozent. So wie du es gerade. Mir auch selber. Das können sicherlich noch mehr Unternehmen auch mal schaffen. Könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das Wissen ist. Es ist ja nicht ständig, dass man da abgefragt wird als Dozent. Aber wenn man mal so einmal im halben Jahr in Kontakt tritt, dann frischt man sich auf und man gibt sein Wissen rein. Man ist super im Austausch und man kriegt wieder neue Inspirationen, die man wirklich definitiv sonst nicht bekommt.
Ja, das stimmt.
Der Marketing-Club, der hat auch eine junge Linie. Deswegen finde ich das auch ganz interessant. Die haben ja immer diese Young Stars, Diese Jump, weiß ich nicht, wie wir heißen. Genau.
Wenn du mir den Link nachher noch schickst, werde ich das alles in den Shownotes aufnehmen. Wer auch immer hier zuhört, kann das dann finden. Ich würde jetzt einfach zur letzten Frage kommen. Und zwar gibt es jemanden, den du gerne in einem späteren Interview hören würdest, der irgendeinen interessanten Blickwinkel auf das Thema Digitalisierung beisteuern könnte?
Ja, muss ich nochmal schnell nachdenken. Also sehr einen interessanten Blickwinkel auf Digitalisierung. Es gäbe vielleicht zwei. Es gibt einmal den Alexander Steinhauer. Der ist in meinem Team. Der macht das Online-Marketing sowas von super gut. Und der ist so mit allen Wassern gewaschen, was das angeht. Der kann auch sehr lebendig und gut erzählen. Und vor allem immer auch im Hinblick auf Vertrieb, was wirklich das A und O ist. Weil wenn du es nicht anwenden kannst, da wo es Sinn macht, nämlich im Verkauf, dann braucht man kein Geld zu investieren.
Genau, das darf ja kein Selbstzweck sein.
Genau. Ja, und dann, weiß nicht, wie es mit Sven Wittruhen, ist das noch interessant?
Stimmt, den hatte ich vor einer Weile mal gefragt und er hat ja auch gesagt, warum nicht, ich muss da mal nachbohren. Ja, das ist spannend. Die machen ja viel wirklich IT, also Softwareentwicklung, aber mit Richtung klassischer IT. Ich denke, das ist tatsächlich ein spannender Blickwinkel, den wir auch noch nicht drin haben. Ja, das ist gut. Cool. Ja, danke. Den habe ich fast wieder vergessen. Gut. Dann ganz vielen Dank für deine Zeit, für deinen Input.
Dank dir.
Ja, das Das war das 53. Interview, Podcast Wege der Digitalisierung mit Anna Tränkner. Alles, was wir genannt haben, was man irgendwie sinnvoll verlinken kann, werden wir verlinken. Wegederdigitalisierung.de, das 53. Interview. Ich freue mich wie immer über Kommentare, E-Mails, teilt das Ganze gerne in den sozialen Netzwerken, empfiehlt es weiter.
Und ich bedanke mich fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.