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E00523.08.201725 Min

Wie verändert die Digitalisierung die Branche der Automatisierung?

Im Gespräch: Stefan Raabe (EK Automation)

Titelbild zu E005: Wie verändert die Digitalisierung die Branche der Automatisierung? – Stefan Raabe (EK Automation)

Worum es geht

Stefan Raabe von EK Automation erklärt, wie Digitalisierung die Automatisierung verändert.

Stefan Raabe von der EK Automation spricht über die Digitalisierung in der Automatisierung. Er ist im Bereich Business Development tätig und hat technische Ausbildung. Zuvor war er in der Elektronikentwicklung tätig.

EK Automation entwickelt fahrerlose Transportsysteme seit den 1980er Jahren. Die Kernkompetenz liegt in der Software, insbesondere im Leitsystem und in der Fahrzeugsoftware. Die Produkte sind schlüsselfertig und werden beim Kunden komplett in Betrieb genommen.

Die Digitalisierung verändert die Branche durch höhere Anforderungen an Prozesse, Sicherheit und Infrastruktur. Kunden müssen Schulungen, Markierungen und Sicherheitsstandards umsetzen. EK unterstützt dabei als Berater.

Die Firma setzt auf externe Software-Entwicklung und Partnerschaften. Remote-Inbetriebnahme ist Ziel. Messen wie die Logimat in Stuttgart sind wichtige Informationsquellen.

Ursprüngliche Shownotes 23.08.2017

Wie digitalisiert sich ein Unternehmen, dessen Kernkompetenz schon Software ist? Diese Frage bespreche ich mit Stefan Raabe von der EK Automation GmbH. EK entwickelt fahrerlose Transportsysteme und erlebt an den eigenen Kunden immer stärker, wie sich die Digitalisierung in alle Bereiche eines Unternehmens hinein bewegt.

Links aus dem Interview:

Transkript:

Stefan: Mein Name ist Stefan Raabe. Ich bin im Vertrieb der EK angestellt, der sich Business Development nennt. Das liegt daran, dass der Vertriebsbereich in einen internen und einen externen Bereich getrennt ist. Der Interne ist Engineering und der Externe ist Business Development, die quasi die Front beim Kunden vor Ort sind und dort die ersten konzeptionellen Ausarbeitungen machen. Von der Ausbildung her bin ich sehr Technik-orientiert. Ich habe den Nils damals bei Altran vor über zehn Jahren kennengelernt. Mein Weg ging dann hin zu Elektronik-Entwicklung. Dort habe ich über die Projektleitung unterschiedliche Firmen und Branchen gesehen und bin irgendwann im Vertrieb gelandet.

Nils: Wir haben eben schon darüber geredet, was EK macht und vor allen Dingen wo das Unternehmen herkommt.

Stefan: EK Automation ist im Grunde ein Sondermaschinenbauer für fahrerlose Transport-Robotik und wurde von den Firmengründern Eilers und Kirf im Wesentlichem für die Bereiche Software und Prozessautomatisierung gegründet. Im Laufe der Zeit hat man über die Intralogistik und fahrerlosen Transportsysteme auch die Automatisierung und das Engineering für Jungheinrich und Linde Wagner gemacht hat. Dann im Laufe der 80er und Anfang der 90er Jahre haben sich Linde und Jungheinrich von der Automatiserungsstraße getrennt und EK hat den Fahrzeugautomatisierungsteil übernommen. Im Laufe der Zeit hat sich EK dahingehend weiterentwickelt, dass wir im Unternehmen zwei Standbeine haben. Zum einen die Automatisierung von Standardfahrzeugen, das heißt Grundfahrzeuge, die wir bei Stadler OMS einkaufen und zum anderen Sondermaschinen und Baukonstruktionen, die wir automatisieren. Unsere Anlagen bestehen grundsätzlich aus den Fahrzeugen und der IT-Infrastruktur, sprich einem Leitsystem, sowie diversen Schnittstellen, die im Produktionsablauf vorzufinden sind, wie Rolltore, Brandschutztore, Fördertechniken, Aufzügen und ähnliches.

Nils: Okay, wir hatten es eben kurz angerissen; es fing an mit Softwareentwicklung, jetzt ist es eine Mischung aus Maschinenbau-Produkten und Sondermaschinen, die ihr zumindest modifiziert.

Stefan: Ja, es sind grundsätzlich schlüsselfertige Systeme. Das heißt, alles was wir bauen, wird beim Kunden installiert und komplett in Betrieb genommen. Wir betreuen keine Teilzeit-Projekte. Die Basis für unsere Transportsysteme sind zum einen Standardfahrzeuge, die wir vorzugsweise von Linde einkaufen. Und sollte das Fördergut, dass wir zu transportieren haben, nicht in diesen Standardbereich passen, sind wir jederzeit in der Lage, kundenspezifische Produkte zu bauen und die mit den entsprechenden Technologien zu automatisieren.

Nils: Das heißt, die Software ist eure Kernkompetenz?

Stefan: Genau, der Maschinenbau ist relativ offen und nicht großartig schützenswert, aber in der Software steckt das Know-How. Sie teilt sich in ein Leitsystem und eine Fahrzeugsoftware auf, die über WLAN miteinander vernetzt sind.

Nils: Das heißt eure Produkte sind im Prinzip schon von Beginn an digital. Das heißt, das Thema Industrie 4.0, das heute in aller Munde ist, ist für euch nicht neu.

Stefan: Wir stellen eine Brücke dar, die schon immer da gewesen ist. Die vor- und nachgelagerten Bereiche reifen erst in diesen Tagen soweit, dass man nahtlos den Datenfluss ineinander übergehen lassen kann. Mit unseren Produkten sind zwingend organisatorische Prozesse verbunden. Das heißt, Planung, die vom Auftragswesen des Kunden ausgehen bis zum Versand der fertigen Produkte. Alles was dazwischen früher chaotisch abgelaufen ist, ist auch von unseren Systemen schwer zu handeln. In letzter Zeit sind auch unsere Kunden durch die ständigen Ansprüche an Effizienzsteigerung gezwungen, entsprechende Prozesse besser zu planen und auszuarbeiten. Wir passen daher mit unseren Automatisierungsgeräten immer besser ins Bild.

Nils: Das eine sind also die Prozesse und die Effizienz, das andere sind die reinen Produkte, die man in eurem Fall wirklich sehen und anfassen kann. In wie weit habt ihr eine Beratungsrolle, was die Kunden angeht? Ich bin sicher, sie ist da und auch groß, aber inwieweit ist dem Kunden das vorher bewusst? Ich habe in anderen Gesprächen schon gelernt, dass Digitalisierung zu einem großen Teil Kulturwandel, Prozessanpassung und ähnliches bedeutet. Stellt das für eure Projekte eine Herausforderung da?

Stefan: Absolut. Gerade für mich im Vertrieb ist es eine ganz spezielle Herausforderung, weil ich von Anfang an Herausforderungen beim Kunden erkennen muss, um ihm mitzugeben, was er auf seiner Seite tun muss, um solche Anlagen betreiben zu können. Das fängt bei der organisatorischen Gestaltung der Infrastruktur an, wie zum Beispiel Markierungen auf dem Fußboden oder Warnhinweise an gefährlichen Stellen. Es geht bis hin zu Schulungen der eigenen Leute. Man sollte keine Besuchergruppen oder Busreisen durch die automatisierte Fertigung laufen lassen. All diese Dinge sind essentiell wichtig und die Herausforderung für mich ist, dass die ganz einfachen, alltäglichen Herausforderungen dem Kunden mitgibt, auch wenn sie banal sind für jemanden, der sich täglich damit befasst. Im Bereich Sicherheit ist das ein großes Thema. Es reicht nicht aus, optional Sicherheitsvorkehrungen anzubieten, die installiert werden können, aber nicht nur nützen. Man muss dem Kunden sagen, was in seinem Verantwortungsbereich ist, weil die wenigsten die Maschinenbau-Richtlinien oder Standards und Normen des Sicherheitsbereichs kennen.

Nils: Das kann ich mir gut vorstellen. Das zieht in den klassischen Produktions- oder Logistikablauf eine Komplexität herein, die vorher nicht da war.

Stefan: Genau.

Nils: Wenn du an EK denkst, Thema Digitalisierung. Eure Produkte waren von Tag eins an digitale. Habt ihr die beschleunigte Digitalisierung, die heute überall zu spüren ist, bemerkt?

Stefan: Zum einen merkt man es deutlich an der täglich wachsenden Anzahl an Mitbewerbern und zum anderen an der technischen Ausrüstung unserer Kunden. Ein ganz pragmatisches Beispiel ist die Visualisierung der Anlage auf einem PC oder Laptop, der früher auf einem i-Punkt installiert war. Heute haben die Schichtleiter oder die Verantwortlichen das auf dem Tablet oder Handy. Das sind alles Dinge, die bei uns Einzug halten und wir merken, dass die Vernetzung mit unseren Anlagen präsenter wird. Das geht bis dahin, dass irgendwo Managementebenen sitzen und sagen: “Wollen Sie eine Statistik sehen, wie effizient Ihr intralogistischer Transport stattfindet?”

Nils: Die Firma wurde als Softwarefirma und Automatisierungslösung gegründet.

Stefan: Sie wurde als Softwarefirma gegründet und umgibt ein breites Applikation Spektrum. Es sind dann Fahrzeuge durch einen glücklichen Umstand dazu gekommen. Das war nicht von langer Hand geplant worden, sondern man hat die Fahrzeuge gesehen und eine Pionier-Idee gehabt, diese zu automatisieren. Im Prinzip hat sich nur die Struktur der Software gewandelt. Im ersten Drittel bis zur ersten Hälfte des Firmenbestehens, was mittlerweile schon 50 Jahre ist, hat man im Prinzip so viel Know How auf den eigenen Seiten haben wollen, wie nur möglich. Man hat daher die komplette Leitsystem-Software selbst geschrieben. Im Laufe der Zeit und aus wartungstechnischen Gründen ist man im Wesentlichen dazu übergegangen, handelsübliche Leitsystem-Software einzukaufen und den Eigenanteil auf ein Mindestmaß zu beschränken, in dem man die eigene IP unterbringen kann.

Nils: Jetzt zeichnen sich Softwareprojekte nicht unbedingt durch gute Planbarkeit aus. Wenn ihr schon sehr lange Software macht und du dir vorstellst, dass ein anderes Unternehmen (oder jemand, der zuhört) an diesen Punkt kommt, und dass Software nicht seit Beginn an Teil dessen Geschäftsmodells war? Gibt es Ratschläge, die du mit dem Wissen eurer vergangenen Projekte weiter geben könntest? Was würdest du anders machen?

Stefan: Wir haben ein verhältnismäßig kleines Entwicklungsteam. Wir fokussieren uns darauf, Projekte abzuwickeln, Systemintegrator zu sein und den eigenen Entwicklungsanteil so gering wie möglich zu halten. Das heißt, wenn Applikationen zur Entwicklung anstehen, müssen wir funktional beschreiben, was wir wollen. Für den eigentlichen Entwicklungsaufwand und in Zukunft wird es in unserem Hause verstärkt in die Richtung gehen, sich innovative Partner dazu zu holen. Die müssen nicht groß sein und man kann mit ihnen zusammen lernen, Projekte zu entwickeln.

Nils: Gibt es da klassische Fehler, die man macht, wenn man keine Erfahrung hat? Gibt es Dinge, die du empfehlen würdest?

Stefan: Üblicherweise macht man erstmal mehr falsch als richtig. Doch mein Credo ist, nur über den Weg kann man lernen, wie es funktioniert. Das Allerwichtigste ist, dass man an der Stelle jemanden findet, mit dem man offen und vertrauensvoll zusammenarbeiten kann und nicht in irgendwelche Prozesse gezwängt ist. Ich denke, das ist der größte Erfolgsgarant, den man an der Stelle haben kann.

Nils: Dann finde ich es immer eine spannende Frage, wie sehr habt ihr agile Vorgehensweisen bei euch adaptiert? Ist das noch ein Hype oder funktioniert es schon?

Stefan: Bei uns im Haus versuchen wir zwar so effizient und manchmal auch so effektiv wie möglich zu sein, aber wir haben zu wenige reine Softwareentwicklungsprojekte, dass wir uns dahingehend agile Prozesse überlegen. Wir arbeiten intern nach herkömmlichen Prozessabläufen, die im Grunde ausreichend sind. Ich denke, in Zukunft wird es notwendig sein, sich mit der Vorgehensweise auseinanderzusetzen, weil man vermehrt mit Firmen zusammenarbeiten wird, die mit solchen Prozessen arbeiten.

Nils: Beim Thema Beschleunigung und Effizienzsteigerung haben klassische Prozesse die Schwierigkeit, dass späte Änderungen schwer sind. Ich habe lange Embedded Software gemacht und Projekte mit einhergehender Hardware und Software sind nicht so veränderungsfreudig wie reine Softwareprojekte. Für euch ist es durch die daran hängende Fabrik und die vielen fahrenden Robotersysteme, die daran hängen eine Spur größer, trotzdem lernt man im Laufe eines Projektes. Wenn euer Kunde die ersten Dinge im Betrieb hat und dann lernt, dass er etwas gerne anders hätte. Habt ihr Best-Practices, wie ihr mit den Learnings aus dem Projekt umgeht?

Stefan: Momentan haben wir den Luxus, dass späte Änderungen nach Inbetriebnahme möglich sind. Das hängt zum einen an der Projektstruktur. Wir können Applikationssoftware aufsetzen und Layoutwege, einen Sensor und Ähnliches in der Fahrzeugsoftware ändern, weil die Änderungen allein die kundenspezifische Software angeht. Natürlich ist ein Ziel in Zukunft wenig Inbetriebnehmer auf der Baustelle zu haben. Die Vision ist bei einzelnen Projekten die Fahrzeuge auszuliefern und die Inbetriebnahme remote zu bewerkstelligen. Dann wird es auch wichtig sein, späte Fehler an der Stelle zu vermeiden. Allerdings ist das kein Softwareentwicklungsprojekt mehr, sondern ein Systementwicklungsprojekt mit einem Softwareanteil. Allerdings sind die Vorgehensmodelle mehr oder weniger die gleichen.

Nils: Das kann ich mir gut vorstellen. Dann habe ich meine drei Abschlussfragen, die ich immer stelle. Als erstes, das größte Problem, das ihr als Unternehmen im Rahmen der Digitalisierung angehen wollt. Was wollt ihr lösen?

Stefan: Unser größtes Problem ist wie gesagt, dass wir uns von der Reaktionszeit und von den Produktionskosten verbessern könnten, wenn wir nicht auf jede Baustelle müssten und die Inbetriebnahmezeiten so kurz wie möglich gehalten werden. Der Schritt in die virtuelle Welt ist der nächste Step, den wir vorbereitet haben. Wir haben aktuell drei Mitarbeiter, die Vollzeit an der Prozessautomatisierung und im virtuellen 3D-Umfeld arbeiten, um das in einen prozesssicheren Rahmen zu bringen und die Inbetriebnahme bewerkstelligen zu können. Hinterher muss auch die Berufsgenossenschaft ein Häkchen drunter machen. Das ist eine der großen Herausforderungen, die wir in Zukunft zu bewältigen haben.

Nils: Das klingt spannend und ich werde gerne beobachten, wie sich das entwickelt. Wenn du an das Thema Digitalisierung denkst, wie hältst du dich auf dem Laufenden? Gibt es eine besonders hilfreiche Quelle, die du empfehlen möchtest?

Stefan: Es gibt nach wie vor noch die alteingesessen Printmedien, die mittlerweile auch online versendet werden. Meiner Meinung nach ist es die beste erste Informationsquelle, die man haben kann, weil viele Experten sich direkt aus der Branche äußern, Neuerungen vorstellen und Visionen darstellen. Das zweite sind Fachschulungen. Wir sind Kooperationspartner von Kollmorgan und sie stellen unser Automatisierungstechnik-Paket in Richtung Navigation. Es gilt für uns, jederzeit auf dem Stand zu sein, was mit deren Technik nicht möglich oder möglich ist. Es sind klassische Produktschulungen, die man als Systementwickler braucht.

Nils: Hast du etwas Konkretes zu den Printmedien, eine Veröffentlichung, Zeitschrift oder ein Buch?

Stefan: Es gibt das ein oder andere Buch, aber Bücher haben den Nachteil, dass sie auf Grundlagen verweisen und nicht unbedingt einmal im Monat oder Halbjahres aktuell sind. Es gibt eine Handvoll Printmedien, die in der Logistik-Automatisierung erscheinen, wo man auch ein ganz gutes Bild von kriegen kann. Ansonsten hilft es auch hin und wieder auf die einzelnen Webseiten zu gucken und zu gucken was die Damen und Herren aus den Reihen der Mitbewerber anbieten. Nach wie vor ist im Bereich Automatisierung interessant auf Messen zu gehen, weil man dort viel Neues sieht und sich die Welt schnell weiterentwickelt. Oftmals sind viele auskunftsbereiter über die oberflächlichen Funktionalitäten.

Nils: Ich war zuletzt auf der Hannover Messe. Kennst du eine Messe die konkret für den Bereich Automatisierung zu empfehlen wäre?

Stefan: Ja, beispielsweise unsere Hausmesse, die LogiMAT in Stuttgart, das ist die weltweit führende Intralogistik-Messe im Bereich Automatisierung. Es gibt noch einzelne fachspezifische Messen, wie die FachPack, die Vision oder die automatica, die in München stattfindet. Es gibt eine ganze Reihe von Messen, die auch gar nicht mehr so klein sind wie in den ersten Tagen und ein interessantes Spektrum abdecken.

Nils: Okay, dann letzte Frage, wen würdest du gerne in einer zukünftigen Episode hier im Podcast zum Thema Digitalisierung hören?

Stefan: Das ist ganz schwierig. Am liebsten natürlich einen Wettbewerber und wenn ich mir es aussuchen könnte, dann hätte ich gerne die Herren von Jungheinrich oder von Still, wobei ich mir vorstellen könnte, dass Still eher interessant ist, weil sie hier vor Ort sind. Das könnte interessant sein und ich würde es mir auf alle Fälle gerne anhören.

Nils: Ok, ich kenne da jemanden… (Beide lachen.) Kriegen wir bestimmt hin.

Das war unser Interview mit Stefan Raabe von der EK Automation. Vielen Dank, Stefan!

Transkript

3.004 Wörter

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Wege der Digitalisierung. Wir finden heraus, was Digitalisierung eigentlich ist. Heute spreche ich mal wieder mit einem alten Freund und ehemaligen Kollegen von mir, mit Stefan Rabe von der E&K Automation. Stefan hat mit mir auch vor zehn und mehr Jahren angefangen. Wir haben gemeinsam Steuergeräte entwickelt. Heute ist Stefan im Bereich Business Development bei E&K. E&K entwickelt fahrerlose Transportsysteme und das schon sehr lange. Das heißt, E&K ist in der Digitalisierung selber irgendwo vorn dabei und digitalisiert damit irgendwie auch Kunden, die vielleicht bisher Transportsysteme hatten, die nicht digital unterwegs waren. Von daher bin ich sehr gespannt, was Stefan uns dazu erzählen wird, weil er einerseits natürlich als Ingenieur viel über die Technik erzählen kann, aber auch, weil er natürlich bei seinen Kunden einen starken Einblick hat, was das über unterschiedlichste Branchen hinweg bedeuten kann. Vielen Dank, Stefan für deine Zeit und auf geht's mit unserem Interview.

Mein Name ist Stefan Rabe. Ich bin hier bei der EK Automation angestellt im Bereich Vertrieb. Der nennt sich bei uns Business Development. Liegt daran, der Bereich Vertrieb ist getrennt in internen und externen Vertrieb. Der interne ist eben das Sales Engineering, der externe das Business Development, die quasi die Front beim Kunden vor Ort sind und dort die ersten konzeptionellen Ausarbeitungen machen. Von der Ausbildung her bin ich sehr technikorientiert, habe den Nils damals bei Altraum von über zehn Jahren, würde ich fast sagen, schon kennengelernt und bin dann den Weg gegangen über Elektronikentwicklung und habe dort unterschiedliche Firmen und Branchen gesehen, über die Projektleitung und irgendwann im Vertrieb gelandet sozusagen.

Ja, dann, wir haben eben schon ein bisschen geredet, was EK macht und vor allem, wo das Unternehmen herkommt.

Also EK-Automation ist im Grunde genommen ein Sondermaschinenbauer für fahrradlose Transportrobotik und ursprünglich mal gestartet durch die Firmengründer Eiders und Kiew im Bereich Prozessautomation. Das heißt im Wesentlichen Softwareprozessautomatisierung für damals hauptsächlich Brauereien. Das hat sich im Laufe der Zeit dahin gewandelt, dass man über die Intralogistik und die Fahrrad- und Transportsysteme, dass die Automatisierung als Engineering auch für Jungheinrich und Linde Wagner gemacht hat. Und dann im Laufe der 80er, Anfang 90er Jahre, als sich sowohl Linde als Jungheinrich von der Automatisierungsspaße getrennt hat, den Fahrzeugautomatisierungsteil übernommen hat. Im Laufe der Zeit hat sich EKA dahingehend weiterentwickelt, dass wir zwei Standbeine im Unternehmen haben.

Und zwar sind die zum einen die Automatisierung von Standardfahrzeugen, das heißt Grundfahrzeuge, die wir bei Stabler OEMs einkaufen, und auch Sondermaschinenbaukonstruktionen, die wir auch automatisieren. Von der Produktstruktur ist es ja so, dass unsere Anlagen grundsätzlich aus den Fahrzeugen sowie der IT-Infrastruktur, sprich eines Leitsystems, als auch zu diversen Schnittstellen, die im Produktionsablauf vorzufinden sind, wie Rolltore, Brandschutztore, Fördertechniken, Aufzügen und so weiter, gestaltet ist.

Okay, das heißt, wir hatten es eben schon kurz angerissen. Es fing mal an mit Softwareentwicklung. Jetzt ist es eine Mischung aus Maschinenbauprodukten, Sondermaschinen, die ihr zumindest modifiziert.

Ja, also grundsätzlich immer schlüsselfertige Systeme. Das heißt, alles, was wir bauen, wird beim Kunden dann installiert und komplett in Betrieb genommen. Das sind keine Teilprojekte, die wir da betreuen. Und die Basis für unsere Transportsysteme sind zum einen Standardfahrzeuge, die wir von vorzugsweise Linde beispielsweise einkaufen. Und sollte das Fördergut, was wir zu transportieren haben, nicht in diesen Standardfahrzeugbereich passen, sind wir jederzeit in der Lage, ganz kundenspezifische Konstruktionen zu bauen und die mit den entsprechenden Technologien zu automatisieren.

Okay, das heißt, die Software ist immer eigentlich eure Kernkompetenz dabei?

Genau, also der Maschinenbau, das ist alles relativ offen und auch nicht großartig schützenswert, aber die Software, die sich ja zum einen Teil in ein Leitsystem und zum anderen Teil in eine Fahrzeugsoftware aufteilt, die quasi über WLAN miteinander vernetzt sind, Da steckt eigentlich das entsprechende Know-how dann drin.

Das heißt, eure Produkte sind im Prinzip schon von Beginn an digital. Das heißt, dieses Thema Industrie 4.0, das heute in aller Munde ist, ist für euch gar nicht so neu?

Im Grunde genommen könnte man sagen, wir stellen im Prinzip eine Brücke, die schon immer da gewesen ist. Aber die vor- und nachgelagerten Bereiche entwickeln sich eigentlich gerade erst in diesen Jahren oder diesen Tagen in die Reife, dass man nahtlos den Datenfluss ineinander übergehen lassen kann. Das heißt, mit unseren Produkten sind natürlich zwingend organisatorische Prozesse verbunden. Das heißt Planungen, die quasi vom Auftragswesen des Kunden ausgehen bis zum versandte fertigen Produkte. Und alles, was dazwischen früher chaotisch abgelaufen ist, ist natürlich auch von unserem System schwer zu handeln. Und in letzter Zeit durch die ständigen Ansprüche an Effizienzsteigerung sind natürlich auch unsere Kunden gezwungen, entsprechende Prozesse besser zu planen und auszuarbeiten, sodass wir mit unseren Automatisierungsgeräten immer besser ins Bild passen.

Da würde mich jetzt interessieren, also du hast gesagt, das eine sind die Prozessgeschichten und Effizienz, das andere sind natürlich die reinen Produkte, die man in eurem Fall ja sogar wirklich gut sehen und anfassen kann. Inwieweit habt ihr da eine Beratungsrolle, was die Kunden angeht? Und also ich bin sicher, die ist da und sie ist groß, aber inwieweit ist den Kunden das vorher bewusst? Also Digitalisierung, habe ich jetzt schon in vielen Gesprächen gelernt, ist ja immer zu einem großen Teil Kulturwandel, Prozess, Anpassung und so weiter. Sind das Herausforderungen für eure Projekte?

Absolut. Und vor allen Dingen ist das gerade für mich im Vertrieb eine ganz spezielle Herausforderung, weil ich schon von Anfang an im Prinzip Herausforderungen beim Kunden erkennen muss, um ihm mitzugeben, was er im Prinzip aus seiner Seite tun muss, um solche Anlagen betreiben zu können. Das fängt zum einen bei der organisatorischen Gestaltung der Infrastruktur an, wie zum Beispiel Markierungen auf dem Fußboden oder Warnhinweise an irgendwelchen gefährlichen Stellen, die auftreten können. Geht aber bis dahin, dass man zum Beispiel sagt, du musst deine Leute schulen, du musst deine Leute einweisen. Man sollte nicht Besuchergruppen busweise jetzt durch die automatisierte Fertigung laufen lassen.

All diese Dinge sind im Prinzip essentiell wichtig. Und die Herausforderung für mich im ganz Speziellen ist auch, dass die ganz einfachen, alltäglichen und für jemanden, der sich täglich damit befasst, eigentlich banalen Herausforderungen, dass man die dem Kunden auch mitgibt. Also ganz speziell im Bereich Sicherheit ist das natürlich ein ganz großes Thema, wo es nicht ausreicht, optional Sicherheitsvorkehrungen anzubieten, die installiert werden können, aber beispielsweise nicht nur nutzen. Dann ist es schon ganz oft so, dass man dem Kunden auch sagen muss, was in seinem Verantwortungsbereich ist, weil die wenigsten kennen beispielsweise eine Maschinenbaurichtlinie oder sogar vielleicht die Standards und Normungen im Sicherheitsbereich.

Okay, gut, das kann ich mir gut vorstellen. Das zieht ja im Prinzip in so einen klassischen Produktions- oder Logistikablauf auf einmal eine Komplexität ein, die vorher gar nicht da war. Genau. Und wenn du jetzt an EK selber denkst, Thema Digitalisierung, also eure Produkte sind eigentlich schon seit Tag 1 an digitale Produkte, hat sich jetzt mit der Beschleunigung der Digitalisierung, wie sie heute überall zu spüren ist, für euch irgendwas gemerkt?

Also man merkt es natürlich ganz deutlich zum einen an der täglich wachsenden Wettbewerberanzahl oder Mitbewerberanzahl vielmehr auf der einen Seite und zum anderen an der technischen Ausrüstung unserer Kunden. Ein ganz pragmatisches Beispiel ist die Visualisierung der Anlage auf einem PC oder auf einem Laptop, der früher auf einem E-Punkt irgendwo noch installiert war. Das ist zwingenderweise heute so, dass die Schichtleiter oder die Verantwortlichen das auf dem Tablet oder auf dem Handy oder Fehlermeldungen per E-Mail haben wollen. Also das sind alles Dinge, die auch bei uns im Prinzip Einzug halten und wo wir merken, dass auch die Vernetzung mit unseren Anlagen immer präsenter wird. Das geht bis dahin, dass irgendwo Management-Ebenen sitzen und sagen, wollen Sie jetzt mal eine Statistik angucken, wie effizient Ihr intralogistischer Transport stattfindet.

Ja, dann kann man ja sagen, ist Software eigentlich, eigentlich ist die Firma als Softwarefirma gegründet worden, wenn ich das richtig verstanden habe, als Automatisierungslösung.

im Grunde genommen als Softwarefirma gegründet worden und um eben ein breites Applikationsspektrum zu haben, sind dann die Fahrzeuge dazugekommen, was beispielsweise auch durch einen glücklichen Umstand passiert ist. Also die, das ist nicht von langer Hand geplant worden, sondern irgendwann hat man die Fahrzeuge gesehen und das ist so eine Art Pionieridee gewesen, dass man sagt, okay, man könnte das eigentlich automatisieren und dann hat man das so gemacht. Und das Einzige, was sich im Prinzip wandelt, ist eben die Struktur der Software. So, dass wir im ersten Drittel bis zur ersten Hälfte des Firmenbestehens, was mittlerweile auch schon fast 50 Jahre ist, hat man im Prinzip so viel Know-how auf den eigenen Seiten haben wollen, wie nur möglich.

Das heißt, man hat im Prinzip die komplette Leitsystemsoftware selbst geschrieben Im Laufe der Zeit und aus wartungstechnischen Gründen ist man im Wesentlichen dazu übergegangen, handelsübliche Leitsystemsoftware einzukaufen und den Eigenanteil auf einen Mittelwehranteil zu beschränken, wo man im Prinzip die eigene IP unterbringen kann.

Jetzt sind ja Softwareentwicklungsprojekte nicht unbedingt die, die sich durch gute Planbarkeit auszeichnen. Wenn ihr schon sehr lange Software macht und ihr dir jetzt vorstellst, irgendein anderes Unternehmen da draußen, jemand der zuhört, kommt jetzt an den Punkt, dass Software nicht seit Beginn an Teil dessen war. Gibt es da Dinge, gute Ratschläge, die du empfehlen würdest, wenn ihr heute anfangen würdet mit dem Wissen, das du jetzt aus den vergangenen Projekten hast, was würdest du vielleicht anders machen?

Also im Prinzip ist es ja auch bei uns so, dass wir ein verhältnismäßig kleines Entwicklungsteam haben. Das heißt, auch unsere Fokussierung geht im Prinzip dahin, Projekte abzuwickeln und Systemintegrator zu sein und den Eigenentwicklungsanteil so gering wie möglich zu halten. Das heißt, wenn dann mal Applikationen zur Entwicklung anstehen, liegt die Hauptaufgabe eigentlich auf unserer Seite, dass wir funktional beschreiben müssen, was wir wollen. und den eigentlichen Entwicklungsaufwand. Und das ist das, wo es, denke ich mal, in Zukunft auch in unserem Hause, in die Richtung wird es sicherlich auch verstärkt gehen, ist es so, dass man die eigentlichen Entwicklungen dadurch realisiert, dass man sich innovative Partner, die auch nicht allzu groß sein müssen, dazu holt und lernt eben mit denen zusammen gemeinsam die Projekte zu entwickeln.

Gibt es da klassische Fehler, die man macht, wenn man keine Erfahrung hat?

Also Dinge, die du da empfehlen würdest? Üblicherweise ist es, glaube ich, so, dass man, wenn man damit anfängt, erstmal mehr falsch als richtig macht. Aber mein Credo ist, dahingehend erstmal das Thema auch anzufangen. Weil nur über den Weg kann man im Prinzip lernen, wie es funktioniert. Und das Allerwichtigste ist im Prinzip, dass man an der Stelle jemanden findet, mit dem man offen und vertrauensvoll zusammenarbeiten kann und nicht zu eng in irgendwelche Vorgehensprozesse gezwängt ist. Ich denke, das ist der größte Erfolgsgarant, den man eigentlich an der Stelle haben kann.

Dann finde ich es immer eine spannende Frage, wie sehr habt ihr irgendwo agile Vorgehensweisen bei euch adaptiert? Ist das noch ein Hype oder funktioniert es schon?

Also bei uns im Haus intern, wir versuchen zwar so effizient, manchmal auch so effektiv wie möglich zu sein, aber wir haben einfach zu wenige reine Softwareentwicklungsprojekte, dass wir uns dahin gehen. agile Prozesse überlegen. Das heißt, wir arbeiten intern dann noch nach herkömmlichen Prozessabläufen, die auch im Grunde genommen erstmal vollkommen ausreichend sind. Ich denke aber auch, dass es in Zukunft notwendig sein wird, sich mehr der Vorgehensweise auseinanderzusetzen, weil man vermehrt auch mit Firmen zusammenarbeiten wird, die eben nach solchen Prozessen arbeiten.

und habt ihr da Thema Beschleunigung, Effizienzsteigerung und so weiter, klassische Prozesse haben ja so ein bisschen die Schwierigkeit, dass späte Änderungen schwer sind. Also ich habe ja auch lange Embedded Software gemacht und Projekte, in denen Hardware und Software einhergehen, sind sowieso nicht so änderungsfreudig wie reine Softwareprojekte. Das ist in eurem Fall, wenn da eine Fabrik und viele fahrende Roboter-Systeme dranhängen, nochmal eine Spur größer. Trotzdem, man lernt ja im Laufe eines Projekts. Und wenn jetzt euer Kunde die ersten Dinge im Betrieb hat und dann lernt, dass er irgendwas gerne anders hätte, habt ihr da Best Practices, wie ihr da mit im Prinzip ja Learnings aus dem Projekt umgeht?

Also im Grunde genommen ist es momentan so, dass wir den Luxus haben, späte Änderungen, selbst bei der Inbetriebnahme, noch möglich sind. Das hängt zum einen ein bisschen an der Projektstruktur. Dadurch, dass wir auf Applikationssoftware aufsetzen, können wir quasi da auch Layout-Wege ändern oder auch beispielsweise jetzt vielleicht einen Sensor oder sowas nochmal in der Fahrzeugsoftware ändern. Weil das im Prinzip die reine kundenspezifische Software angeht, die da geändert werden muss. Aber nichtsdestotrotz ist natürlich auch hier ein Ziel, in Zukunft irgendwann mal wenig Inbetriebnehmer oder wenig Leute auf der Baustelle zu haben. Die Vision ist sogar, bei einzelnen Projekten die Fahrzeuge auszuliefern und die Inbetriebnahme im Grunde remote zu bewerkstelligen.

Und dann wird es natürlich auch nötig sein, dass man im Prinzip späte Fehler an der Stelle vermeidet. Allerdings ist das dann kein Softwareentwicklungsprojekt mehr als solches, sondern es ist ja an der Stelle ein Systementwicklungsprojekt, wo auch ein Teil Software ist. Aber ich denke, die Vorgängsmodelle sind da an der Stelle mehr oder weniger die gleichen. Okay, gut, das kann ich mir gut vorstellen.

Ja, dann habe ich meine drei Abschlussfragen, die ich immer stelle. Die erste ist, das größte Problem, das ihr als Unternehmen im Rahmen der Digitalisierung angehen wollt, was wollt ihr da lösen?

Also unser größtes Problem ist natürlich fast schon das, was wir da gerade beschrieben haben, dass wir von der Reaktionszeit und auch von den Projektionskosten natürlich wesentlich besser werden würden, wenn wir nicht mehr auf jede Baustelle müssen und wenn wir da die Inbetriebnahmezeiten so kurz wie möglich halten. Das heißt, der Schritt in die virtuelle Welt wird da der nächste Step sein, den wir vorbereitet haben. Wir haben aktuell drei Mitarbeiter, die Vollzeit an der Prozessautomatisierung arbeiten, auch im virtuellen 3D-Umfeld. Und das natürlich dann in einen prozesssicheren Rahmen zu bringen, sodass man da auch in Betriebnahmen bewerkstelligen kann, wo dann hinterher auch die Berufsgenossenschaft guten Gewissens ein Häkchen drunter machen kann. Das ist, denke ich mal, eines der großen Herausforderungen, die wir in Zukunft zu gewältigen haben.

Das klingt spannend. Werde ich gerne beobachten, wie sich das entwickelt. Dann, wenn du an Thema Digitalisierung denkst, wie hältst du dich da auf dem Laufen? Gibt es irgendeine besonders hilfreiche Quelle, die du unbedingt empfehlen möchtest?

Ja, also es gibt nach wie vor noch die alteingesessenen Printmedien, die meistens auch mittlerweile online schon versendet werden. Das ist meiner Meinung nach immer noch die beste erste Informationsquelle, die man haben kann, weil da eben auch viele Experten direkt aus der Branche sich äußern, Neuerungen, Vorstellungen oder manchmal auch einfach nur Visionen darstellen. Und das zweite ist eben das Thema Fachschulung. Also wir sind ja Kooperationspartner von Call Morgan und Call Morgan stellt im Prinzip unser Automatisierungspaket im Prinzip Richtung Navigation. Und da geht es natürlich für uns auch jederzeit auf laufenden Stand zu sein, was ist mit deren Technik möglich und was ist mit deren Technik nicht möglich.

Also quasi die klassische Produktschulung, die man als Systemintegrator im Grunde genommen braucht.

Und bei den Printmedien, hast du da was konkretes? Eine Veröffentlichung, Zeitschrift oder ein konkretes Buch?

Naja, es gibt das ein oder andere Buch, aber Bücher haben natürlich immer den Nachteil, dass sie doch eher auf Grundlagen verweisen und nicht unbedingt monats- oder halbjahresaktuell sind. Und dann gibt es aber eine Handvoll Printmedien, die in der Logistikautomatisierung erscheinen, wo man ein ganz gutes Bild von kriegen kann. Und ansonsten hilft es auch mal hin und wieder auf die einzelnen Webseiten zu gucken und mal zu gucken, was die Damen und Herren aus den Bereichen der Mitbewerber alles so anbieten. Und nach wie vor ist im Bereich Automatisierung es auch immer ganz interessant, über Messen zu gehen, weil man dort vieles Neues sieht, weil sich die Welt da auch relativ schnell weiterentwickelt und oftmals viele auch auskunftsbereit sind über zumindest die oberflächlichen Funktionalitäten,

die man so wiederfindet. Also ich war jetzt speziell auf der Hannover-Messe zuletzt. Hast du da eine, die die Richtung Automatisierung konkreter zu empfehlen wäre?

Ja, es gibt beispielsweise unsere Hausmesse, ist die Logimat in Stuttgart. Das ist die für die Intralogistik, weltweit führende Intralogistikmesse im Bereich Automatisierung. Und da gibt es natürlich noch ganz einzelne fachspezifische Messen wie die Fachpack oder die Vision oder die, ich glaube die heißt Automatica, die in München stattfindet. Also es gibt da eine ganze Reihe von Messen, die auch gar nicht mehr so klein sind wie in den ersten Tagen, die doch ein ganz interessantes Spektrum abdecken.

Okay, dann letzte Frage. Wen würdest du gerne in einer zukünftigen Episode hier im Podcast hören zum Thema Digitalisierung?

Das ist ganz schwierig. Am liebsten natürlich einen Wettbewerber. Und wenn ich mir das aussuchen könnte, dann hätte ich gerne die Herren von Jungheinrich oder von Still. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass Still vielleicht sogar noch eher interessant ist, weil eben regional hier vor Ort könnte interessant sein. Würde ich mir auf alle Fälle gerne mal anhören.

Okay, ja, ich kenne da jemanden. Kriegen wir bestimmt hin.

Das war unser fünftes Interview für den Podcast Wege der Digitalisierung mit Stefan Rabe von der E&K Automation. Vielen Dank, Stefan, für deine Zeit. Vielen Dank fürs Zuhören euch allen. Ich hoffe, dass ihr auch wieder viel gelernt habt, so wie ich. Ich werde alle Quellen und alle Links, auf die wir verwiesen haben im Laufe des Gesprächs, in den Shownotes dokumentieren. Das Ganze findet ihr unter wegederdigitalisierung.de. Das hier ist das fünfte Interview mit der IK-Automation. Eine Bitte, einen Wunsch habe ich gerne. Wir sind neu auf iTunes und da würde es uns super helfen, wenn ihr uns Bewertung, gerne eine positive, auf jeden Fall eine ehrliche Bewertung abgebt, weil wir die Möglichkeit haben, in der Startphase in diese Hot & New Kategorie reinzukommen und dazu muss möglichst viel Aktion auf dem Profil passieren.

Von daher würde ich mich sehr über positive, freundliche Kommentare und Feedback freuen. In zwei Wochen geht es weiter mit dem nächsten Interview.

Vielen Dank fürs Zuhören und bis ganz bald.

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