Icch hab echt zugenommen. Der Elektroschrott

E99: Green IT – Wie kann Circular Economy dazu beitragen, dass aus IT wirklich Green IT wird? – Christoph Teusch (AfB Group)

“Green IT” ist eins der gerade hoch gehandelten Themen, zu denen auch “Nachhaltigkeit”, “Circular Economy” oder “Refurbishing” gehören. Zu Recht. Denn die Digitalisierung von Welt und Wirtschaft ist in alle Richtungen ziemlich ressourcenhungrig und verschlingt mit besonderem Appetit Energie und seltene Rohstoffe.

Elektroschrott-Berge nehmen am schnellsten zu

Natürlich ist nicht “die Digitalisierung” Ursache für die überdimensional wachsenden Elektroschrott-Berge. Sondern es liegt zu einem großen Teil an der immer noch weit verbreiteten Meinung, dass die meisten elektronischen Geräte oder Gadgets nach ungefähr einem Jahr Schrott sind. So Christoph Teusch, Nachhaltigkeitsmanager bei der AfB Group.

Weiter sagt er, dass zu dieser Meinung auch beiträgt, dass es bei etlichen Geräten gar nicht möglich ist, ältere Komponenten gegen neuere oder leistungsfähigere auszutauschen.

Er belässt es nicht beim Bemängeln und erzählt: “Wir sind Teil eines Forschungsprojektes mit dem Namen Modest. Darin geht es um ein Konzept, durch Modularisierung von Smartphones positive Umwelteffekte zu erreichen”.

Doch das ist noch nicht das Spannendste.

Social Green IT

In unserem Interview mit Christoph Teusch erfahren wir, dass und wie AfB jedes Jahr ca. 450000 Stück gebrauchter IT Hardware von Unternehmen öffentlicher Hand für den Wiedergebrauch aufbereitet oder ins Recycling überführt.

Doch das wirklich Besondere bei AFB ist, dass es ein Sozialunternehmen ist, das inklusive Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt schafft.

“Daher kommt auch unser Slogan Social Green IT”, berichtet Christoph Teusch.

Aktuell keine nachhaltige IT, aber …

“Kreislaufwirtschaft ist ein Schlüssel für eine nachhaltigere Zukunft. Denn”, so erklärt Christoph Teusch weiter, “knallhart gesagt: Es gibt aktuell keine nachhaltige IT.”

Da müssen wir erst einmal schlucken. Das ist eine sehr klare Aussage. Und die kommt von jemandem, der es wissen sollte. Zum Glück kommt noch der Nachsatz: “Aber nachhaltigere.”

Erhellende und wissenswerte Details, was das bedeutet, gibt es im Interview.
Viel Freude beim Hören und Lernen.

Wenn wir schaffen, die Produkte zirkulärer zu nutzen, hätten wir auch einen extrem hohen Hebel um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Christoph Teusch

Links aus dem Interview

Unser Interviewpartner & sein Arbeitsfeld

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